Vollsperrung  So geht es mit der Ampelkreuzung in Remels weiter

Lars Löschen
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Von Lars Löschen
| 30.01.2026 16:32 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
An einem frühen Donnerstagnachmittag wird es an der Kreuzung Ostertorstraße/Schützenstraße in Remels schon einmal voll. Eine Ampel soll den Verkehr in Zukunft regeln. Foto: Lars Löschen
An einem frühen Donnerstagnachmittag wird es an der Kreuzung Ostertorstraße/Schützenstraße in Remels schon einmal voll. Eine Ampel soll den Verkehr in Zukunft regeln. Foto: Lars Löschen
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In den kommenden Wochen starten die ersten Baumaßnahmen für die neue Ampelkreuzung in Remels. Dafür wird es auch eine Vollsperrung geben, die mehrere Monate andauern soll.

Remels - Zu den Stoßzeiten ist an der Kreuzung Ostertorstraße/Schützenstraße mitten im Remelser Ortskern viel los. Autos, Lkw und Traktoren müssen teils minutenlang stehen, wenn sie von der Schützenstraße auf die Ostertorstraße abbiegen wollen. Das lädt manche Fahrer auch zu waghalsigen Fahrmanövern ein, wie Gemeindebürgermeister Heinz Trauernicht erst kürzlich wieder selbst zu sehen bekam. Ein Auto hätte sich rechts eingeordnet, sei dann aber doch in zweiter Reihe nach links abgebogen.

Der Baustart an der Kreuzung Ostertorstraße/Schützenstraße rückt immer näher. Foto: Lars Löschen
Der Baustart an der Kreuzung Ostertorstraße/Schützenstraße rückt immer näher. Foto: Lars Löschen

Das Verkehrsaufkommen und besonders das Unfallrisiko für Radfahrer sei im Kreuzungsbereich zu hoch. Durch den vielen Verkehr gilt der Knotenpunkt als Unfallschwerpunkt in der Gemeinde. Eine Ampelanlage wurde daher von langer Hand geplant. Zudem sollen neue Gehwege und eine Verkehrsinsel kommen. Und nun ist die zuständige Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr und der Landkreis Leer wieder einen Schritt weiter. „Der Auftrag für die Kreuzung ist vergeben“, sagt Frank Buchholz, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Bei einem Ortstermin am Donnerstag, 29. Januar 2026, wurde das weitere Vorgehen verkündet.

Bäume sollen zuerst entfernt werden

Diese Redaktion hatte bereits in der Vergangenheit mehrfach über die Kreuzung berichtet. Einige Leser äußerten darauf den Wunsch, einen Kreisverkehr an dieser Stelle bauen zu lassen. Dass es trotzdem eine Ampel wird, wurde lange bei der Landesbehörde und beim Landkreis beraten. „Wir haben ergebnisoffen über viele Lösungen nachgedacht“, so Buchholz. Eine Ampel trage mehr zur Verkehrssicherheit der Radfahrer bei und sei auch platztechnisch an diesem Ort besser umzusetzen. Hinzu kommt: Etwa einhundert Meter weiter an der Raiffeisenstraße steht bereits eine Ampel, die mit der neuen zusammengeschaltet werden soll. „Das war die erste Maßnahme, nun kommt die zweite“, sagt Buchholz.

Unter anderem dieser Baum vor der Polizeistation in Remels soll entfernt werden. Foto: Lars Löschen
Unter anderem dieser Baum vor der Polizeistation in Remels soll entfernt werden. Foto: Lars Löschen

Wegen des Wetters und der Minusgrade können die Arbeiten nicht unmittelbar beginnen. „In den nächsten vier Wochen sollen aber schon einmal zwei Bäume entfernt werden“, heißt es von Frank Buchholz. Die beiden Bäume stehen an der Ostertorstraße, zwischen der Schützenstraße und der Polizei. Eine Kompensation dafür sei geplant. Danach können die Bauarbeiten beginnen. Dafür muss die Kreuzung voll gesperrt werden. Gut zwei Monate soll das laut Bauleiter Eike Gößling von der Firma Strabag dauern. Mitte dieses Jahres soll die komplette Ampelkreuzung fertig sein. Übrigens: Mit angepasst wird auch die Zufahrt zur Sparkasse. Der Parkplatz bekommt eine eigene Ampelschaltung.

Absage an anderer Stelle

580.000 Euro kostet die Fertigstellung der Kreuzung. Darin ist aber beispielsweise nicht die Ampelanlage enthalten. Der Auftrag wird gesondert vergeben und bezahlt. Die genaue Restsumme wurde vor Ort nicht genannt.

„Und am Ende haben wir es so, wie wir es schon immer haben wollten“, sagt Heinz Trauernicht. Die Kreuzung Ostertorstraße/Schützenstraße sei bereits während seines Wahlkampfs im Jahr 2017 Thema gewesen. Nun freut sich der Bürgermeister auf den Start der Maßnahmen. Die Pläne für die Ampel sind nicht neu. Sie wurden bereits im Oktober 2022 gegenüber dieser Redaktion erwähnt. Das Projekt wurde durch die Landesbehörde aber immer wieder verschoben, weil andere Projekte Vorrang hatten.

Dringendes zuerst: Dieser Grundsatz gilt bei den Landesstraßen. Auch wenn die Bauarbeiten an der Ampelkreuzung demnächst starten, gab es für eine umfassende Sanierung der Ostertorstraße von der Landesbehörde zuletzt eine Absage. Diese wird sich von vielen Menschen im Ort gewünscht. Zuerst werden von der Behörde Strecken repariert, die aufgrund ihrer Schäden temporeduziert sind. „Die Ostertorstraße wird aber nicht darunter fallen“, sagte Buchholz zuletzt. Höchstens punktuell soll die Straße zunächst geflickt werden.

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