Verkehr im Kreis Leer Schnee und eingeschränkter Winterdienst – so lief’s
Der Landkreis Leer war einer derjenigen, die am Dienstag mitteilten, dass sie mit dem Streusalz haushalten müssen. Wie lief das?
Landkreis Leer - Der Mittwoch, 28. Januar 2026, ist weiß gestartet: Über Nacht und am Morgen ist der angekündigte Neuschnee gefallen. Am Dienstag hatte der Landkreis Leer angekündigt, dass der Winterdienst eingeschränkt stattfinden müsse, weil es Lieferschwierigkeiten gebe. Wie hat das geklappt, wie ist die Lage bei anderen? Wir fassen zusammen.
Salzmangel im Winterdienst: Wie war die Lage allgemein?
Der Präsident des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes (NSGB), Marco Trips, erklärte gegenüber der Deutschen Presseagentur, viele Kommunen seien mit dem Wintereinbruch insgesamt gut zurechtgekommen. Priorität hätten Hauptverkehrsstraßen, wichtige Verkehrsachsen und sicherheitsrelevante Bereiche. Bei länger anhaltenden Witterungslagen könnten jedoch selbst gut aufgestellte Winterdienste an ihre Belastungsgrenzen stoßen.
In Ostfriesland – aus Emden und von den Kreisen Wittmund und Aurich – gab es am Dienstag die Info, dass genug Salz vorhanden sei. Knapp wurde das Salz hingegen ebenfalls auf den Kreisstraßen im Landkreis Osnabrück. „Streusalz ist derzeit knapp auf dem Markt“, hieß es. „Bei der Belieferung von Straßenmeistereien wird bereits eine Priorisierung vorgenommen, damit die zuständigen Stellen für verkehrswichtige Straßen vorrangig einsatzbereit bleiben, das heißt zuerst werden die für Bundesautobahnen, dann die für Bundesstraßen und Landesstraßen und erst danach die für Kreisstraßen verantwortlichen Straßenmeistereien mit Streusalz versorgt“, erklärte der Kreis Osnabrück. Eingeschränkten Winterdienst gab es auch im Emsland, beispielsweise in Haselünne und Meppen. Gehaushaltet werden musste mit dem Salz auch in den Samtgemeinden Werlte und Dörpen und einigen weiteren.
Eingeschränkter Winterdienst: Wie hat es denn im Kreis Leer funktioniert?
„Aus Sicht des Landkreises ist es heute gut gelaufen“, erklärt Sprecher Philipp Koenen auf Anfrage (Stand: 14 Uhr). Probleme seien dem Straßen- und Tiefbauamt bisher nicht gemeldet worden. „Bei Temperaturen um null Grad wirkte offenbar auch das am Dienstag aufgebrachte Streusalz noch nach“, so Koenen.
In der Nacht seien alle Kreisstraßen geräumt worden. „Gegen 7.30 Uhr sind die Einsatzfahrzeuge dann erneut rausgefahren: Bei diesem Durchgang wurden alle Straßen nochmals geräumt und vorrangig die Hauptstrecken zusätzlich gestreut“, so der Sprecher. Etwa gegen 13.30 Uhr sei der Winterdienst zu einem dritten Umlauf aufgebrochen, sämtliche Kreisstraßen wurden erneut geräumt. „Geräumt werden heute auch die Radwege entlang der Kreisstraßen.“
Eingeschränkter Winterdienst: Was sind „verkehrswichtige Straßen“?
Einige Kreise haben mitgeteilt, dass sie sich beim Streuen hauptsächlich auf die „verkehrswichtigen Straßen“ konzentrieren. Aber welche sind denn da gemeint? Für den Kreis Leer gehören laut Koenen zu den besonders verkehrswichtigen Kreisstraßen beispielsweise die K 1 in Leer und Moormerland (Deichstraße), die K 2 in Leer (Nüttermoorer Straße/Eisinghausener Straße), K 8 in Moormerland (Königsstraße/Koloniestraße/Hauptstraße), K 10 (Neufirreler Straße/Schützenstraße) und K 11 (Raiffeisenstraße/Jübberder Straße/Augustfehner Straße) sowie K 59 (Firreler Straße/Neudorfer Straße) im Bereich der Gemeinde Uplengen und der Samtgemeinde Hesel, K 27 (Vellager Straße) im Rheiderland, die K 53 (3. Südwieke/Schwarzmoorstraße) in Rhauderfehn und die K 49 (Rajen/Rajenstraße/Grüne Straße) in Rhauderfehn und Westoverledingen.
Die Landkreise sind nur für die Kreisstraßen zuständig. Die kleineren Straßen fallen in den Aufgabenbereich der jeweiligen Städte und Gemeinden.