Osnabrück  Glatteis und Schnee: Winterdienst und Müllabfuhr in Osnabrück im Dauereinsatz

Allen Xu
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Von Allen Xu
| 26.01.2026 14:32 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Nach Glatteis folgte Schneefall: In Osnabrück läuft der Winterdienst seit Donnerstag auf höchster Stufe. Foto: Tobias Saalschmidt
Nach Glatteis folgte Schneefall: In Osnabrück läuft der Winterdienst seit Donnerstag auf höchster Stufe. Foto: Tobias Saalschmidt
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Nach Glatteis am Freitag und Schneefall zum Wochenstart läuft der Winterdienst in Osnabrück auf Hochtouren. Die Müllabfuhr wird schrittweise nachgeholt.

Nach der extremen Glätte am Freitag und über das Wochenende in Osnabrück hat am Montagmorgen auch noch Schneefall eingesetzt. Die angespannte Wetterlage sorgt nicht nur bei Pendlern und Eltern für Probleme, sondern stellt auch die Stadt vor erhebliche Herausforderungen. Für den kommunalen Winterdienst bedeutet das eine Vielzahl an Maßnahmen – von der Straßenräumung bis hin zur Abfallentsorgung.

„Bei uns ist seit mindestens Freitag die höchste Winterdienststufe ausgerufen“, sagt Katrin Hofmann vom Osnabrücker Servicebetrieb (OSB). „240 Mitarbeiter sind komplett im Einsatz. Wir fahren im Zwei-Schicht-Betrieb mit einer Tages- und einer Nachtschicht, die Einsätze laufen durchgehend.“

Entsprechend engmaschig wird die Wetterlage beobachtet. „Wir haben immer einen Einsatzleiter, der das Wetter Tag und Nacht im Blick behält und je nach Lage die Einsatzkräfte einbestellt“, erklärt Hofmann. Bereits am Donnerstagabend seien die Mitarbeitenden ausgerückt, um auf das Glatteis am Freitag vorbereitet zu sein.

Auch der Fahrzeugeinsatz ist umfangreich. „Die ganz großen Streuwagen – das sind sechs Stück – fahren die Hauptstraßen“, so Hofmann. Für Nebenstraßen und Wege kommen kleinere Fahrzeuge zum Einsatz, zusätzlich arbeiten Handkolonnen. Insgesamt seien mehr als 60 Fahrzeuge unterwegs gewesen.

Zentrales Streumittel bleibe Streusalz, das überwiegend in Form von Sole eingesetzt werde. Diese werde nicht vom Wind verweht und wirke schneller schmelzend.

Nach Angaben von OSB-Sprecherin Hofmann standen der Stadt Osnabrück zu Beginn der Wintersaison rund 1000 Tonnen Streusalz zur Verfügung. Nachdem etwa die Hälfte davon verbraucht war, wurden weitere 500 Tonnen nachbestellt, die derzeit schrittweise angeliefert werden.

Besonders betroffen von der Wetterlage ist die Müllabfuhr. Bereits am Freitag hatte der OSB öffentlich mitgeteilt, die Touren an diesem Tag vollständig einstellen zu müssen.

Die Entscheidung sei auf Grundlage von Echtzeitbeobachtungen gefallen, erläutert Hofmann: „Die Kollegen sind am Freitag um 6 Uhr rausgefahren, haben sich aber mit drei Fahrzeugen in Nebenstraßen festgefahren.“ Um 8 Uhr seien alle Fahrzeuge zurückgeholt worden, gegen 10 Uhr sei die Tour komplett abgebrochen worden, da sich die Wetterlage nicht verbessert habe. Aus Sicherheitsgründen wurde auch ein Nachholservice am Samstag ausgeschlossen.

Die Nachholfahrten sollen ab Montag (26. Januar) im Laufe der Woche wie geplant stattfinden. Ziel sei es, die ausgefallenen Touren möglichst bis Freitag abzuschließen, sodass am Samstag nur noch Restarbeiten notwendig seien.

Die Bedingungen bleiben allerdings schwierig. „Die Touren dauern aktuell länger, weil man durch den Schnee langsamer vorankommt, der Verkehr dichter ist und Nebenstraßen teilweise sehr rutschig sind“, sagt Katrin Hofmann. Dennoch seien die Müllwerker des OSB derzeit länger unterwegs, um die ausgefallenen Abfuhren aufzufangen.

Anwohner, deren Tonnen am Freitag nicht geleert wurden, bittet der OSB, diese so lange draußen stehen zu lassen, bis sie geleert sind. Die Nachholfahrten enden in der Regel gegen 16 Uhr. Zusätzlich weist Hofmann darauf hin, dass ausnahmsweise auch neben den Tonnen abgestellte Säcke mitgenommen werden – weist aber zugleich auf die Belastung hin: „Das ist für die Mitarbeiter körperlich deutlich anstrengender, und die Touren dauern dadurch länger.“

Nach der Leerung sollten die Tonnen zeitnah wieder zurückgestellt werden. „Da bitten wir einfach sehr um viel Geduld. Die Kollegen geben alles“, sagt Hofmann. Trotz vereinzelter wetterbedingter Ausfälle sei die personelle Lage aktuell noch stabil.

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