Meppen Mögliche Regionalliga-Reform: Gibt es ein Ergebnis in erster Jahreshälfte?
Die AG Regionalliga-Reform ist in ihrer dritten Sitzung einem Entscheidungsvorschlag zur Verbesserung der Aufstiegsregelung ein weiteres Stück näher gerückt. Im Fokus lag die Reduzierung von fünf auf vier Regionalligen.
Es war das erste Treffen im neuen Jahr, aber schon die dritte Zusammenkunft seit ihrem Bestehen: Die Arbeitsgemeinschaft, die sich mit einer möglichen Regionalliga-Reform befasst, soll einem möglichen Lösungsvorschlag wieder ein Stück näher gekommen sein. Berücksichtigt wurden in den Diskussionen auch mögliche Auswirkungen der einzelnen Modelle auf die darunter liegende fünfte Spielklassenebene, teilte der DFB mit.
Der AG-Vorsitzende Michael Vesper erklärte, dass er mit den Fortschritten zufrieden sei. „Diskussionen verlaufen sachbezogen, die Arbeitsatmosphäre ist sehr gut. Ich bin zuversichtlich, dass wir in dieser schwierigen Thematik zu einer klaren Empfehlung für die beschlussfähigen Gremien kommen.“
Aktuell stehen zwei verschiedene Modelle im Raum. Eine erste Möglichkeit ist, dass die Regionalliga von fünf auf vier Staffeln reduziert wird. Auf diese Variante hatte die Arbeitsgemeinschaft bei ihrer zweiten Sitzung im November 2025 weitestgehend ihren Fokus gelegt. Und auch dieses Mal. „Wir sind bei diesem Modell in die Tiefe gegangen“, sagte Florian Egbers, Geschäftsführer des Fußball-Regionalligisten SV Meppen, ohne auf nähere Details einzugehen.
Wie der MDR berichtet, gibt es die Idee einer dynamischen Ligenbildung. So soll anhand der qualifizierten Viertligisten in jedem Jahr neu entschieden werden, wie sich die Vereine geografisch auf die vier Staffeln verteilen – unter Berücksichtigung eines maximalen Kilometerradius und von Derbys.
Die zweite Möglichkeit sieht die Einführung einer zweigleisigen 4. Liga (Nord und Süd mit jeweils 20 Mannschaften) unterhalb der 3. Liga vor. Die fünfgleisige Regionalliga als dann fünfthöchste Spielklasse sowie das darunter folgende Ligensystem könnten dann bestehen bleiben. Ob dieses Modell ad acta gelegt wurde oder ob es weiter in der Verlosung ist, ließ Egbers offen.
Allerdings äußerte sich der Meppener Geschäftsführer zum weiteren Fahrplan. Die beiden nächsten AG-Sitzungen finden am 17. Februar 2026 und anschließend im März statt. „Wir beabsichtigen, uns alle vier bis fünf Wochen zu treffen“, sagte Egbers, der hofft, dass ein Ergebnis noch in der ersten Jahreshälfte präsentiert werden kann. „Das wäre wünschenswert.“
Die 13-köpfige Arbeitsgruppe hat sich auf die Fahne geschrieben, einen Lösungsvorschlag zu erarbeiten, der die aktuelle Situation der Regionalligisten verbessert. Kern des Problems ist die Aufstiegsregelung aus der Regionalliga in die 3. Liga. Aktuell sieht diese so aus: Die Meister der Regionalligen West und Südwest steigen in jedem Jahr direkt auf. Aus den anderen drei Staffeln – Nord, Nordost und Bayern – geht im Rotationsprinzip in jeder Saison ein Meister direkt hoch. Die beiden übrigen Meister spielen in einer Aufstiegsrelegation um das letzte Drittliga-Ticket. In dieser Spielzeit steigt etwa der Meister der Regionalliga Nord direkt auf. Die Meister aus dem Nordosten und aus Bayern treffen in der Relegation aufeinander, nach der ein Verein leer ausgehen wird und – trotz errungener Meisterschaft – den Aufstieg in die finanziell lukrativere 3. Liga verpasst.
Mittlerweile gehören der von den Nordost-Regionalligisten initiierten Aufstiegsreform 57 Vereine an. Zuletzt schlossen sich der Regionalligist Bremer SV sowie die Oberligisten Tennis Borussia Berlin und der VfB Homberg an. Aus der Bundesliga ist nur der 1. FC Union Berlin dabei. Aus der 2. Bundesliga sind es fünf Clubs – der FC Schalke 04, Hertha BSC, Dynamo Dresden, der 1. FC Magdeburg und Holstein Kiel. Aus der 3. Liga sind unter anderem der VfL Osnabrück und der MSV Duisburg dabei. Aus der Regionalliga Nord sind neben dem SVM weitere Teams wie der VfB Oldenburg, die SV Drochtersen/Assel, der VfB Lübeck und Kickers Emden mit an Bord.