Transfer perfekt Nikky Goguadze wechselt zu Kickers-Konkurrent
Der frühere Angreifer von Germania Leer, GW Firrel und Kickers Emden hatte beim VfL Osnabrück keine Perspektive mehr. Nun geht es für den Niederländer in der Regionalliga Nord weiter.
Osnabrück - Nach einem Jahr im Trikot des Fußball-Drittligisten VfL Osnabrück wechselt Nikky Goguadze zurück in die Regionalliga Nord. Der niederländische Stürmer, den die Lila-Weißen in der vergangenen Winterpause vom Bremer SV verpflichtet hatten, wird in der Rückrunde für die Zweitvertretung vom FC St. Pauli auf Torejagd gehen. Vom Wunsch der Kiezkicker, Goguadze zu verpflichten, hatte unsere Zeitung bereits berichtet – auch Regionalliga-Konkurrent VfB Oldenburg, der sich mit dem SV Meppen noch im Aufstiegsrennen befindet, hatte zwischenzeitlich Interesse bekundet. Im Jahr 2025 kam der Stürmer für den VfL auf acht Drittliga-Einsätze, in denen er zwei Treffer erzielte- beide beim 5:1-Sieg bei Hannover 96 II. Daniel Latkowski, Technischer Direktor beim VfL Osnabrück, wird zum Transfer so zitiert: „Nikky ist in dieser Saison bisher auf wenig Spielzeit gekommen, sodass wir eine gute Lösung für alle Seiten gesucht haben. Diese haben wir nun vergleichsweise schnell gefunden. Nikky wird uns nicht nur als Typ positiv in Erinnerung bleiben, sondern ganz sicher auch wegen seines Doppelpacks damals in Hannover.“
In den Vorjahren war Goguadze mehrere Spielzeiten für den Bremer SV in der Regionalliga aktiv gewesen, weitere Erfahrungen in der Liga sammelte er auch beim TSV Havelse sowie dem SSV Jeddeloh II. In insgesamt 90 Regionalliga-Spielen gelangen ihm 43 Tore und sechs Vorlagen. Deshalb erhofft sich der Tabellenletzte der Nordstaffel von Goguadze einen Schub: „Er weiß, worauf es in der Liga ankommt. Deswegen haben wir die Erwartung, dass er unseren jüngeren Spielern Orientierung bieten kann und wir mit ihm auch wieder mehr offensive Durchschlagskraft entfalten können“, sagt Carsten Rothenbach, sportlicher Leiter der U23 des FC St. Pauli. Goguadze war auch mehrere Male bei ostfriesischen Vereinen aktiv. So trat er in Deutschland erstmals im Trikot des VfL Germania Leer als 20-Jähriger in Erscheinung. Weitere Stationen in Ostfriesland waren GW Firrel und BSV Kickers Emden.
Die Ablöse
Nikky Goguadze selbst wird von seinem neuen Klub folgendermaßen zitiert: „Ich freue mich auf die neue Herausforderung beim FC St. Pauli. Auch wenn das Team sehr jung ist und sich aktuell in einer schwierigen Situation befindet, bin ich von der Qualität meiner neuen Mitspieler überzeugt. Ich hoffe, dass ich mit meinen Fähigkeiten zu einer erfolgreichen zweiten Saisonhälfte beitragen kann und wir gemeinsam den Klassenerhalt schaffen.“
Für Goguadze hatte der VfL im vergangenen Sommer eine Ablösesumme im mittleren fünfstelligen Bereich an den Bremer SV bezahlt, der damals seinen Topstürmer verloren hat. Anders als damals hatte der abgebende Verein (nun der VfL) durchaus ein Interesse daran, Goguadze zu transferieren – deshalb dürfte die Ablöse trotz des großen Namens FC St. Pauli als aufnehmender Verein sicher nicht größer ausfallen als damals. Dennoch dürfte der VfL, bei dem der Stürmer noch ein halbes Jahr unter Vertrag gestanden hatte, einen vielleicht ähnlich hohen Betrag erhalten. St. Pauli teilte mit, man habe Stillschweigen über die Ablösemodalitäten vereinbart.