Bau hängt hinterher Wo bleibt die neue Ampel in Remels?
Eigentlich sollte der Bau der neuen Ampelanlage in Remels schon laufen. Doch vor Ort ist immer noch nichts zu sehen. Was ist da los?
Remels - „In Remels ist ja immer noch nichts passiert“, wundert sich Harm-Jürgen Koch. Er hat sich bereits im Sommer mit dieser Redaktion in Verbindung gesetzt, um auf den katastrophalen Zustand der Straßen in Remels hinzuweisen. Auch die Verkehrssicherheit liegt ihm nach wie vor am Herzen. Im Juni schrieb die zuständige Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Aurich, dass ab dem Herbst mit dem Bau der neuen Ampelanlage an der Kreuzung Ostertorstraße/Schützenstraße begonnen werden soll. Doch der aktuelle Stand ist ein anderer: Von der Ampel ist in Remels nach wie vor nichts zu sehen.
Was ist mit der Ampel?
Diese Redaktion hat erneut bei der Landesbehörde nachgefragt. Der Bereich des Knotenpunktes Ostertorstraße/Schützenstraße befinde sich in der Ausschreibung, teilt Frank Buchholz, Leiter des Geschäftsbereichs, mit. Im Januar werde hierzu der Auftrag erteilt werden.
„In der Tat hatte es vorher mal geheißen, bereits in diesem Jahr den Auftrag zu erteilen. Dies führt allerdings nicht zu einer verzögerten Fertigstellung der Maßnahme“, so Buchholz weiter. In diesem Jahr hätte die Landesbehörde ohnehin nicht mehr in den Verkehrsraum eingegriffen, sondern nur mit den Vorbereitungen begonnen. „Sobald es das Wetter zulässt, wird nun im kommenden Jahr die bauausführende Firma mit den Arbeiten starten“, sagt Frank Buchholz.
Was ist mit der Straßensanierung?
Doch auch für die Sanierung der Landesstraßen in Remels gibt es Neuigkeiten. „In den kommenden Jahren steht deutlich mehr Geld für die Sanierung und Erneuerung der niedersächsischen Landesstraßen und Brücken zur Verfügung. Das Land Niedersachsen stellt aus seinem Anteil am Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz des Bundes 500 Millionen Euro für Landesstraßen und Brücken bis einschließlich 2035 bereit. Das sind 50 Millionen Euro jährlich“, so Frank Buchholz. Zusammen mit den Mitteln des regulären Haushalts ergebe das für 2026 rund 165 Millionen Euro für die Landesstraßen und Brücken.
Allerdings werden die Sanierungsprojekte unterschiedlich priorisiert. Der Grundsatz dabei: Dringendes erfolgt zuerst. Bei den Landesstraßen werden zuerst Strecken repariert, die aufgrund ihrer Schäden temporeduziert sind. Die genaue Reihenfolge wird noch vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen bekanntgegeben.
„Die Ostertorstraße wird aber nicht darunter fallen“, sagt der Leiter. Höchstens punktuell soll die Straße saniert werden, eine vollflächige Sanierung ist aber derzeit nicht konkret vorgesehen. „Hier müsste im Vorfeld mit der Gemeinde abgestimmt werden, ob es auch zu Veränderungen in der Ortsdurchfahrt der Ostertorstraße kommen soll“, so Buchholz.
Was ist das Problem?
Über den Zustand der Ostertorstraße ist auch Gemeindebürgermeister Heinz Trauernicht entsetzt. „Das ist eine Katastrophe“, sagte er im Sommer gegenüber dieser Redaktion. „Wir monieren das ständig.“ Die Fahrbahn müsse auch aus Sicht des Bürgermeisters saniert und „kittig“ gemacht werden. Er verweist auf die Auswertung des Heimatchecks ostfriesischer Verlage. „Das war da ja auch Thema bei den Anwohnern“, sagte er. Zur Erklärung: Der Verkehr wurde in Uplengen vergleichsweise schlecht bewertet (5,63 von 10 Punkten). Damit liegt man in der Region auf Platz 26 von 33. Anwohner forderten die Sanierung der Hauptstraßen.