Aurich jubelt OHV beendet Handballjahr mit Auswärtssieg
Durch den 35:29-Erfolg beim VfL Fredenbeck geht der Drittligist als Tabellenvierter in die Weihnachtspause. Der Sieg vor rund 1000 Zuschauern war verdient. Ein Auricher ragte heraus-
Fredenbeck - Völlig verdient gewannen die Drittliga-Handballer des OHV Aurich am Samstagabend, 20. Dezember, das Auswärtsspiel beim VfL Fredenbeck vor 971 Zuschauern mit 35:29. Damit beenden die Ostfriesen die Hinrunde mit dem vierten Tabellenrang. Am 10. Januar beginnt die Rückrunde mit der Auswärtsbegegnung beim TV Bissendorf-Holte.
Statistik
OHV Aurich: Jungvogel, Merkovszki; Vunic ( 7 Tore), Vucetic (3), Stricker (2), Wendlandt, Rämhed (4), Kreiselmaier (3), Hübke (2), Braun (3), Leunissen, Mihaljevic (2), Oberman (9, davon 3 Siebenmeter)
Siebenmeter: Fredenbeck: 5/ 3 verwandelt; Aurich: 3/3 verwandelt
Zeitstrafen: Fredenbeck: 3, OHV Aurich: 2
Torfolge: 4:4 (12.), 7:7 (15.), 13:13 (26.) 16:16 (30.), 26:26 (46.), 27:30 (52), 29:35
Aurichs Trainer hatte den Sieg in Fredenbeck vorhergesagt und wollte mit seinem Team die über ein Jahr dauernde Siegesserie des Aufsteigers in der Geestlandhalle unbedingt unterbrechen. „Wir gehen als Vierter in die Rückrunde! Heute haben wir im Angriff gut gespielt und waren in der Abwehr bei sechs gegen sieben Angreifern der Gastgeber sehr gut eingestellt. Die antizipativ reagierende Deckung war enorm flexibel und hat viele Bälle abgefangen. Überragend war unser Torhüter Marten Jungvogel.“
„Sahnetag“ von Jungvogel
Schon in den ersten zehn Minuten wurde deutlich, dass OHV-Schlussmann Marten Jungvogel einen „Sahnetag“ erwischt hatte und zu einem spielentscheidenden Faktor werden könnte. Bis dahin hatte er schon fünf Bälle der Gastgeber pariert und sein Team im Spiel gehalten. Bis zur Pause waren es neun, insgesamt 16 Paraden. Fredenbeck agierte von Beginn an mit sieben Feldspielern und nahm dafür jeweils bei Ballbesitz den Torhüter aus dem Spiel. Aurich reagierte darauf mit einer sehr beweglichen Deckungsarbeit, fing mehrere Bälle ab und war häufig nach Gegenstößen oder sogar fast vom eigenen Tor durch Treffer in das leere gegnerische Gehäuse erfolgreich.
Von Beginn an drückten beide aufs Tempo, die daraus resultierenden Fehler wurden in Kauf genommen. Clever nutzten die Gäste die Abspielfehler des VfL und trafen immer wieder in das verwaiste Tor. Beim 10:9 (19.) gelang dem OHV erstmals ein Vorsprung, konnte den aber zunächst nicht weiter ausbauen. Fredenbeck legte noch das 16:14 vor, doch Strahinja Vucetic und Alon Oberman glichen noch zum 16:16-Pausenstand aus.
Nach einer Viertelstunde in Halbzeit zwei nutzte Fredenbeck eine Zeitstrafe für Vucetic zur 26:25-Führung. Doch danach gewannen die Gäste zunehmend die Oberhand. Alon Oberman erwies sich als sicherer Vollstrecker der Strafwürfe und verwandelte zum 26:26. Zwei Paraden, ein Treffer zum 29:27 für den OHV im dritten Versuch durch René Mihaljevic, ein Tor von Vincent Kreiselmaier, zwei Paraden von Jungvogel und schon war Aurich drei Tore weg. Und dann hielt Jungvogel sogar noch einen Kempawurf und Pal Merkovski einen Siebenmeter. Damit war es um die Gastgeber geschehen.