Nach Polizeieinsatz  KGS arbeitet Spielzeugwaffen-Vorfall auf

Claus Hock
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Von Claus Hock
| 19.12.2025 11:19 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Polizei musste am Mittwoch, 17. Dezember, zur KGS Großefehn ausrücken. Auch wenn schnell Entwarnung gegeben wurde, beschäftigt der Vorfall die Schulgemeinschaft weiter. DPA-Symbolbild: Klaus-Dietmar Gabbert
Die Polizei musste am Mittwoch, 17. Dezember, zur KGS Großefehn ausrücken. Auch wenn schnell Entwarnung gegeben wurde, beschäftigt der Vorfall die Schulgemeinschaft weiter. DPA-Symbolbild: Klaus-Dietmar Gabbert
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Der größere Polizeieinsatz am Mittwoch beschäftigt kurz vor Weihnachten die KGS Großefehn. Ein Schüler hatte eine vermeintlich echte Waffe dabei.

Großefehn - Zwei Tage nach dem Polizeieinsatz an der KGS Großefehn ist die Schule weiterhin mit der Aufarbeitung beschäftigt. Am Mittwochmorgen des 17. Dezembers hatte ein Schüler, der eine Spielzeugwaffe bei sich hatte, für Aufregung gesorgt. Ein Mitschüler hatte die zunächst als echt wahrgenommene Waffe gesehen und die Lehrkräfte alarmiert.

Zwar konnte bereits am Mittwoch schnell Entwarnung gegeben werden, aber der ganze Vorfall hat natürlich dennoch für Aufregung und Unruhe unter Schülern, Schulpersonal und Eltern gesorgt. „Es liegt wohl auf der Hand, dass ein solcher Vorfall zu Ängsten und Unsicherheiten sowohl bei den Schülerinnen und Schülern als auch bei an der Schule beschäftigten Personen führt“, so Schulleiterin Silvia Fleßner am Freitag gegenüber dieser Zeitung. „Wir haben das im Blick und werden entsprechend darauf eingehen“. Die Schulpsychologie war „bereits mit zwei Personen im Haus und hat Klassen, Schüler und Lehrkräfte beraten und betreut. Sie sind auch weiterhin ansprechbar.“

KSG Großefehn: Das passierte am Mittwoch

Nachdem der Mitschüler auf die vermeintliche Waffe aufmerksam gemacht hatte, habe die Schule „unmittelbar die Polizei informiert, die dann weitere Maßnahmen und Schritte eingeleitet hat und schon bald Entwarnung geben konnte“, so Fleßner weiter. Ein direkter Amok-Alarm, so die Schulleiterin bereits am Mittwoch, sei nicht ausgelöst worden. Aber: „Wir haben durch ruhige und sachliche Durchsagen im gesamten Schulgebäude die Schülerinnen und Schüler sowie Mitarbeitenden auf dem Laufenden gehalten, alle sollten in ihren Klassen verbleiben.“

Für solche besonderen Vorfälle gebe es in der Schule Pläne. Außerdem plane die KGS „in absehbarer Zeit eine schulinterne Lehrerfortbildung zum Thema“. Zunächst stehe aber die direkte Nachbereitung an. An diesem Freitag sollen „die Klassenlehrkräfte mit ihren Lerngruppen noch einmal wieder den Waffenerlass durchgehen und besprechen“. Bereits am Donnerstag, einen Tag nach dem Vorfall, sei das Thema sensibel mit den Schülerinnen und Schülern besprochen worden. „Nach den Weihnachtsferien werden wir das Thema auch nochmals aufgreifen, wie dann genau weiter gearbeitet wird, ist noch in der Klärung“, so die Schulleiterin.

Warum hatte der Schüler eine Spielzeugwaffe bei sich?

Der Schüler, der die Spielzeugpistole mitführte, ist noch minderjährig. Warum er die Spielzeugwaffe überhaupt dabei hatte, sei noch in der Klärung. „Es finden Gespräche statt“, so Fleßner. Weitere Auskünfte gebe man „mit dem Blick auf Datenschutz und Persönlichkeitsrechte“ nicht. Allerdings wird es eine Klassenkonferenz geben, die den Vorfall und das Verhalten des Schülers zum Thema hat. Das sehe das Niedersächsische Schulgesetz vor.

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