Post  Paketwelle vor Weihnachten – Trinkgeld, Tipps und Tricks

Vera Vogt
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Von Vera Vogt
| 17.12.2025 19:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Die Paketboten sind vor Weihnachten besonders gefragt. Foto: Hermes Germany World/Willing Holtz
Die Paketboten sind vor Weihnachten besonders gefragt. Foto: Hermes Germany World/Willing Holtz
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Vor Weihnachten ist die Hauptkampfzeit für Paketzusteller. Wie groß ist der Stress, wann müssen die Päckchen los, wenn sie pünktlich ankommen sollen und darf man den Boten beschenken?

Ostfriesland - Weihnachten ist das Fest der Liebe – und der Pakete. Die Zusteller haben alle Hände voll zu tun, die vielen Lieferungen an den Mann oder die Frau zu bringen. Wir haben nachgefragt, was man tun kann, damit alles möglichst reibungslos läuft und ob man denn auch den Paketboten beschenken darf.

Eine Info vorweg: Die Zusteller geben Daten an, wann Päckchen und Co. sich auf den Weg machen müssen, damit sie pünktlich ankommen.

Wann muss das Paket los, damit es noch pünktlich zu Weihnachten da ist?

Oft gibt es gegen Aufpreis die Möglichkeit, einen Express-Versand zu buchen. Wenn man das Paket aber ganz normal auf die Reise schicken möchte, muss man Daten beachten: „Wichtig für die Kunden, die noch Sendungen einliefern möchten, zum Ende dieser Woche wird es Zeit, Pakete auch national einzuliefern“, sagt Meike Wintjen, Sprecherin der Deutsche Post AG, auf Nachfrage der Redaktion. Weihnachtsbriefe und Weihnachtspakete sollten spätestens am 20. Dezember 2025 verschickt werden.

Admir Durmir sortiert Pakete während der Hochsaison. Foto: Ralf Gar/DHL
Admir Durmir sortiert Pakete während der Hochsaison. Foto: Ralf Gar/DHL

Wer etwas mit Hermes versenden möchte, sollte sich den 19. Dezember 2025 im Kalender markieren, schreibt das Unternehmen. „An diesem Tag sollten Sendungen bis spätestens 12 Uhr mittags in einem der bundesweit rund 17.000 Hermes Paket-Shops abgegeben werden, damit ein erster Zustellversuch bis Heiligabend erfolgt.“

Auch DPD hat eine Deadline: Letzter regulärer und verbindlicher Zustelltag sei der 23. Dezember und für eine gesicherte Zustellung bis dahin müssen die „Standard-Pakete spätestens am Freitag, 19. Dezember, aufgegeben werden.“

Wie viel haben die Zusteller derzeit zu tun?

Es ist der Bär los: „Wir haben allesamt gut zu tun, an Spitzentagen transportieren wir derzeit das Doppelte“, erklärt Postsprecherin Meike Wintjen. Am 2. Dezember 2025 habe es zum Beispiel 12,4 Millionen Paketsendungen gegeben im Vergleich zur sonstigen täglichen Menge von 6,7 Millionen Paketsendungen. Dafür habe man vorgesorgt, so die Sprecherin. DHL habe rund 10.000 zusätzliche Aushilfskräfte eingestellt. Außerdem seien 11.000 zusätzliche Fahrzeuge angemietet worden. Und nur, weil es Fristen gibt, damit das Paket pünktlich ankommt, heiße das nicht, dass die Zustellerinnen und Zusteller dann die Füße hochlegen: „Auch am 24. Dezember sind unsere Kolleginnen und Kollegen noch zu unseren Kunden unterwegs und stellen zu“, sagt sie.

Die Zustellerinnen kommen auch zu den Feiertagen bis an die Tür: Für viele ein Moment für ein Trinkgeld. Foto: Hermes Germany/Willing-Holtz
Die Zustellerinnen kommen auch zu den Feiertagen bis an die Tür: Für viele ein Moment für ein Trinkgeld. Foto: Hermes Germany/Willing-Holtz

Bei Hermes laufen die Paketbänder auf Hochtouren, damit Päckchen und Pakete pünktlich zum Weihnachtsfest ankommen, heißt es vom Unternehmen. Man habe die Zahl der Mitarbeitenden und der Fahrzeuge aufgestockt. „Auch an den Logistikstandorten von Hermes Germany unterstützen wie jedes Jahr zur Weihnachtssaison zusätzliche Arbeitskräfte.“ Bis zu 11.000 Zustellerinnen und Zusteller seien für DPD im Einsatz, um unter anderem Geschenke zuzustellen, schreibt das Unternehmen.

Wie sieht es aus mit Trinkgeld oder kleinen Geschenken für die Zustellerinnen und Zusteller?

Bei dem ganzen Stress möchten viele der Postbotin oder dem Postboten gerne eine Kleinigkeit zukommen lassen. Das passiert auch nicht selten: „Seit vielen Jahren ist es Tradition, dass Zustellerinnen und Zusteller im Weihnachtsverkehr von ihren zufriedenen Kunden ein kleines Trinkgeld erhalten“, sagt dazu Post-Sprecherin Wintjen. „Oft sind es geringwertige Sachgeschenke oder auch ein Trinkgeld bis zu einem Wert von 25 Euro, die auch angenommen werden dürfen.“

DPD geht in Sachen Trinkgeld einen digitalen Weg: Nachdem man ein DPD-Paket erhalten habe, könne man, wenn man die Paketnummer eingibt und der Zusteller die digitale Trinkgeldfunktion aktiviert hat, „einen individuellen Betrag auf sein PayPal-Konto senden.“

Pakete über Pakete stapeln sich aktuell bei den Zustellerfirmen. Foto: Hermes Germany/Willing Holtz
Pakete über Pakete stapeln sich aktuell bei den Zustellerfirmen. Foto: Hermes Germany/Willing Holtz

„Hermes Germany arbeitet bundesweit mit regionalen oder lokalen Logistikunternehmen zusammen, die in unserem Auftrag die Paketzustellung auf der Letzten Meile übernehmen. Alle diese Servicepartner sind selbständige Unternehmen, die ihre Geschäfte zu 100 Prozent eigenverantwortlich führen. Dazu zählen auch die Richtlinien zum Thema Trinkgeld. Eine pauschale Aussage zu einer Höchstgrenze für Geld- oder Sachgeschenke können wir Ihnen daher leider nicht nennen“, das sagte Marei Martens, Pressesprecherin von Hermes dem Bayrischen Rundfunk.

Weihnachtspost: Was kann man tun, damit den Versand möglichst reibungslos funktioniert?

Man kann den Botinnen und Boten aber auch das Leben leichter machen. So erklärt Wintjen, dass es wichtig ist, die Anschriften korrekt und leserlich aufzubringen. „Geschenke bitte so früh wie möglich bestellen. Und am besten gleich an eine Packstation oder einen Ablageort liefern lassen“, lauten weitere Tipps von DHL. Laut dem Standortefinder gibt es insgesamt 18 Anlaufstellen (Packstationen, Paketshops, Postfiliale) allein in der Stadt Leer.

Geschenke werden teils im Einzelhandel gekauft, teils online bestellt. Foto: Hermes Germany/Willing-Holtz
Geschenke werden teils im Einzelhandel gekauft, teils online bestellt. Foto: Hermes Germany/Willing-Holtz

Schön, aber oho: „Außendeko kann für Sortieranlagen zum Hindernis werden. Schnüre, Bänder oder lockeres Geschenkpapier können sich in der Maschine verheddern, das Paket kann beschädigt werden“, warnt Hermes.

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