Weihnachtszeit Ostfriesin erinnert sich zwischen Gokart und Keksen
In unserer Serie „Früher war mehr Lametta“ erinnert sich Melina Gatzka-Gröttrup an Apfel-Zimt-Duft, Gokart-Fahrten und besondere Weihnachtsrituale – und erzählt, wie sie heute feiert.
Landkreis Leer - Der Duft nach Apfel und Zimt: „Das ist einfach Weihnachten pur“, sagt Melina Gatzka-Gröttrup. Weihnachten bedeutet für sie ein idyllisches, gemütliches Fest mit dem Gefühl, dass einfach alles da ist, was man braucht. „Meine Eltern haben sich jedes Jahr so viel Mühe gegeben“, erinnert sie sich mit einem Lächeln. Die Adventszeit war für sie schon als Kind eine ganz besondere Zeit. In unserer Serie „Früher war mehr Lametta“ öffnen bekannte Personen aus dem Kreis Leer ihr persönliches Weihnachtsalbum – und erzählen von Momenten, die sie bis heute begleiten.
Heute leitet Melina Gatzka-Gröttrup das Café Kuchenliebe in Bingum, das sie seit 2019 führt. Hier verziert sie nicht nur Kuchen und Torten, sondern gibt auch regelmäßig Workshops, in denen sie ihre Leidenschaft fürs Backen weitergibt. Ihre Kreativität und ihre Liebe zum Detail teilt die 36-Jährige mit einer großen Community auf Instagram und Tiktok.
Geburtstagsfrühstück und Bescherung
Der Heiligabend begann bei der Familie von Gatzka-Gröttrup schon am Morgen festlich – und zwar mit einem Geburtstagsfrühstück bei der Tante. Sie hatte an Heiligabend Geburtstag, und die ganze Familie kam dort zum Frühstück zusammen. Nach dem Frühstück ging es zurück nach Hause. Dort wartete schon der festlich geschmückte Weihnachtsbaum. „Meine Mutter wollte immer möglichst lange etwas davon haben“, erinnert sich Melina Gatzka-Gröttrup. Deswegen wurde der Weihnachtsbaum in ihrer Familie immer recht früh aufgestellt. Geschmückt wurde er mit goldfarbenen Kugeln und kleinen Holzsternchen.
Plätzchen gehörten in der Weihnachtszeit einfach dazu. „Wir haben jedes Jahr zusammen Kekse gebacken, das war ein Muss“, sagt Gatzka-Gröttrup. Die Kinder durften meistens ein kleines Dessert zubereiten – etwas Schnelles, das Spaß machte. Der Geruch von Apfel und Zimt, der dabei durch das Haus zog, ist für Melina bis heute untrennbar mit Weihnachten verbunden.
Den ganzen Abend Gokart gefahren
Am Heiligabend gab es dann das festliche Weihnachtsessen. Und danach kam endlich die Bescherung. Doch bevor die Geschenke ausgepackt werden durften, mussten die Kinder noch Gedichte aufsagen. „Aber ich glaube, mein Vater wollte uns damit eher ein bisschen ärgern.“ Das gehörte einfach dazu und sorgte jedes Jahr für ein bisschen Aufregung und viele Lacher.
Ein Geschenk, das Melina Gatzka-Gröttrup nie vergessen wird, war ein Gokart. „Damit bin ich den ganzen Abend hin- und hergefahren. Das war schon richtig cool!“, sagt sie und lacht. Doch Weihnachten war nicht nur der Heiligabend. Am ersten Weihnachtstag ging es gleich weiter mit der Familie. Ein weiteres Highlight der Weihnachtszeit war für Melina der Besuch des Krippenspiels auf dem Vosseberg. Mit ihrem Vater ist sie immer dorthin gegangen. Es gab lebendige Tiere, was für die Kinder jedes Mal ein besonderes Erlebnis war.
Weihnachten mit Familie genießen
Heute, mit eigenem Kind, genießt Melina Gatzka-Gröttrup die Weihnachtszeit auf eine neue Art. Ihr Sohn hat das Keksebacken auch sehr genossen. Gerade nach der geschäftigen Adventszeit gönnt sich Melina ganz bewusst eine kleine Weihnachtspause – um Zeit mit ihrer Familie zu verbringen. Denn das ist für sie der wahre Zauber dieser Tage: gemeinsam zur Ruhe kommen, alte Rituale weitergeben und neue Erinnerungen schaffen.