Notfälle  Rettungsdienst im Rheiderland wird neu geordnet

Oliver Bär
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Von Oliver Bär
| 13.12.2025 15:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die alten Rettungswachen im Rheiderland haben bald ausgedient. Im kommenden Jahr sollen neue Rettungswachen gebaut werden, um die Reaktionszeiten zu verkürzen. Foto: Tatjana Gettkowski
Die alten Rettungswachen im Rheiderland haben bald ausgedient. Im kommenden Jahr sollen neue Rettungswachen gebaut werden, um die Reaktionszeiten zu verkürzen. Foto: Tatjana Gettkowski
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Mit zwei neuen Rettungswachen in Bunderhammrich und Möhlenwarf, die die alten Standorte ersetzen sollen, stärken der Landkreis Leer und das DRK die schnelle Notfallversorgung im Rheiderland.

Rheiderland - Wer im Landkreis Leer in eine Notlage gerät, kann sich auf schnelle Hilfe verlassen. Die gesetzlich vorgeschriebene Hilfsfrist von 15 Minuten, die in 95 Prozent aller Einsätze eingehalten werden muss, erreicht der Rettungsdienst des DRK im Kreisgebiet fast flächendeckend. Lediglich in Bunderhammrich bleibt die Quote mit 89 Prozent spürbar darunter. Das hatte Markus Wucherpfennig, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands Leer, bereits im Februar im Kreisausschuss berichtet. Abhilfe soll nun eine Neuordnung der Rettungswachen im Rheiderland schaffen.

Die Rettungswache in der ehemaligen Molkerei am Achterumshörn in Bunderhee war von Anfang an als Übergangslösung geplant. Foto: Tatjana Gettkowski
Die Rettungswache in der ehemaligen Molkerei am Achterumshörn in Bunderhee war von Anfang an als Übergangslösung geplant. Foto: Tatjana Gettkowski

Derzeit sind die Teams der DRK-Rettungsdienst GmbH, die im Auftrag des Landkreises arbeitet, an zwei Standorten stationiert: im Haus Fresena in Weener und in der ehemaligen Molkerei am Achterumshörn in Bunderhee. Die Wache in der Molkerei war jedoch von Anfang an nur als Provisorium gedacht. Solange, bis ein geeigneter Standort in der Gemeinde Bunde gefunden ist, der die strengen Zeitvorgaben des Landes Niedersachsen erfüllt. Nun steht fest: Im kommenden Jahr wird in Bunderhammrich eine neue Rettungswache gebaut.

Krankenkassen geben grünes Licht für neue Rettungswachen

Doch das ist nicht die einzige gute Nachricht, die die Rheiderländer kurz vor Weihnachten erreicht. Wie der Landkreis Leer und die DRK-Rettungsdienst GmbH gemeinsam mitteilen, kann auch der Bau einer neuen Rettungswache in Möhlenwarf starten. Sie wird den bisherigen Standort am Haus Fresena ersetzen. Nach erfolgreichen Verhandlungen mit den Kostenträgern und dem Erwerb der nötigen Grundstücke soll der Bau beider Wachen noch im ersten Halbjahr 2026 beginnen.

Die Rettungswache am Haus Fresena in Weener soll durch einen Neubau in Möhlenwarf ersetzt werden. Foto: Tatjana Gettkowski
Die Rettungswache am Haus Fresena in Weener soll durch einen Neubau in Möhlenwarf ersetzt werden. Foto: Tatjana Gettkowski

Dem Ganzen gingen intensive Planungen voraus. „Wir haben viel und lange daran gearbeitet, den Rettungsdienst im Rheiderland zu optimieren“, berichtet Wucherpfennig im Gespräch mit unserer Redaktion. „Jetzt freuen wir uns riesig, dass wir endlich loslegen können.“ Nachdem die Krankenkassen grünes Licht gegeben haben, kann das DRK die Grundstücke erwerben und die Bauanträge stellen. In Weener sollen künftig zwei Rettungswagen und ein Reservefahrzeug stationiert werden, in Bunderhammrich ein Rettungswagen. „Das ist absolut eine gute Lösung für das Rheiderland, wie uns auch Gutachter bestätigt haben“, betont Markus Wucherpfennig.

Bürgermeister Abbas und Sap begrüßen Veränderung

Auch Weeners Bürgermeister Heiko Abbas begrüßt die Investitionen: „Die Investition in neue Rettungswachen im Rheiderland – eine davon in Möhlenwarf – ist eine hervorragende Nachricht.“ Die Menschen in Weener und Umgebung würden von einer verbesserten Notfallversorgung profitieren. Stadtverwaltung und Bürger könnten dem DRK-Kreisverband und dem Landkreis Leer nur danken. „Es ist eine schöne Botschaft für alle Rheiderländer kurz vor Weihnachten.“

Für Bundes Bürgermeister Uwe Sap ist entscheidend, dass die Rettungskräfte künftig überall im Rheiderland schnell vor Ort sein können. Die neuen Standorte sieht er als wichtigen Schritt: „Für uns in Bunde ist der Neubau in Bunderhammrich daher noch einmal eine gute Nachricht zum Jahresende“, sagt Sap.

Der Landkreis Leer und das DRK haben bereits in den vergangenen beiden Jahren die Rettungsdienste ausgebaut: Mehr Fahrzeuge wurden angeschafft, zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. Die neuen Rettungswachen sind nun ein weiterer Baustein, um die Notfallversorgung im Landkreis Leer weiter zu verbessern. Wo genau die neuen Rettungsstellen entstehen, dazu wollen derzeit weder der Landkreis noch das DRK konkrete Angaben machen. Auch zur Investitionssumme gab es keine Angaben.

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