Hamburg  Fifa führt Trinkpausen bei WM ein: Flüssigkeit für Spieler, Werbung für Zuschauer?

Matti Gerstenlauer
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Von Matti Gerstenlauer
| 11.12.2025 11:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Bei der Fußball-WM 2026 wird es bei allen Spielen, unabhängig von Stadion oder Uhrzeit, eine Trinkpause geben. Foto: IMAGO/ActionPictures
Bei der Fußball-WM 2026 wird es bei allen Spielen, unabhängig von Stadion oder Uhrzeit, eine Trinkpause geben. Foto: IMAGO/ActionPictures
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Für die Fußball-WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada hat die Fifa eine neue Regel aufgestellt: Bei allen 104 Partien werden Trinkpausen eingeführt – laut Fifa, um die Spieler zu entlasten. Für Verwirrung sorgt jedoch das Treffen, bei dem diese Regel verkündet wurde.

Kaum rollt der Ball bei der WM 2026, soll er schon wieder ruhen: Pro Spiel sollen zwei Trinkpausen ausgerufen werden – unabhängig von der Temperatur, dem Stadion oder der Uhrzeit.

Die Fifa begründet den Schritt mit den extrem hohen Temperaturen im Sommer. Doch das Treffen, auf dem Fifa-Turnierchef Manolo Zubiria die neue Regel vorstellte, wirft nun Fragen bezüglich der Intention der Pausen auf.

Nur wenige Tage nach der Auslosung der WM-Gruppen und der Bekanntgabe der Spielzeiten veröffentlicht die Fifa eine Neuerung, die das Erlebnis auch für Zuschauer verändern könnte. In jeder der 104 Partien wird es zwei Trinkpausen à drei Minuten geben. „In beiden Hälften dauern sie genau drei Minuten, sobald der Schiedsrichter pfeift“, erklärte Turnierdirektor Manolo Zubiria.

Geplant ist, die Pause jeweils nach 22 Minuten Spielzeit einzulegen – flexibel sollen die Schiedsrichter trotzdem sein. „Wenn das Spiel in der 20. oder 21. Minute wegen einer Verletzung unterbrochen werden muss, wird das natürlich mit dem Schiedsrichter besprochen“, so Zubiria.

Während die Spieler die insgesamt sechs Minuten nutzen können, um etwas zu trinken und kurze Besprechungen abzuhalten, ist bislang unklar, was Fernsehzuschauer in dieser Zeit zu sehen bekommen. Für Verwirrung sorgt in diesem Zusammenhang der Ort und die Zeit, die Zubiria für seine Mitteilung wählte. Denn der Turnierchef verkündete die neue Regel nicht etwa nach einem Fifa-Kongress oder einem Treffen mit Verbänden und Spielern.

Die Bekanntgabe erfolgte nach dem sogenannten World Broadcaster Meeting, einem Treffen der größten Sendeanstalten aus aller Welt. Auf dieser Konferenz werden logistische Themen, Ausstrahlungszeiten und, für den geneigten Fernsehzuschauer nicht unbekannt, über Werbepausen und Rechtevergabe gesprochen. Ob es tatsächlich zu einer Absprache bezüglich Werbung während der Trinkpausen gekommen ist, ist jedoch unklar.

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