Köln  Diskussion um Dschungelcamp-Besetzung: Dieser Teilnehmer sorgt für Boykottdrohungen

Svana Kühn
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Von Svana Kühn
| 28.11.2025 11:45 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Das Dschungelcamp kehrt 2026 mit neuen Folgen und neuen Teilnehmern zurück. Foto: dpa/RTL/Pascal Bünning
Das Dschungelcamp kehrt 2026 mit neuen Folgen und neuen Teilnehmern zurück. Foto: dpa/RTL/Pascal Bünning
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Der mögliche Einzug eines umstrittenen Musikers ins Dschungelcamp 2026 sorgt für heftige Kritik. Unter Fans und ehemaligen Teilnehmern formt sich Widerstand. Das steckt dahinter.

Die mögliche Teilnahme des Musikers Gil Ofarim an der kommenden Staffel der RTL-Show „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“, sorgt für heftige Diskussionen. Sowohl ehemalige Dschungelcamp-Teilnehmer als auch Fans melden sich zu Wort – drohen teilweise sogar mit einem Boykott der Show.

Ofarim steht wegen eines Vorfalls aus dem Jahr 2021 in der Kritik, bei dem er zunächst behauptet hatte, in einem Hotel antisemitisch diskriminiert worden zu sein. Diese Anschuldigungen haben sich später als falsch erwiesen. Trotz einer öffentlichen Entschuldigung und der Einstellung des Gerichtsverfahrens gegen Zahlung einer Geldauflage, hat der Skandal einen tiefen Einschnitt in seine Karriere hinterlassen.

Besonders kritisch äußerte sich der Dschungel-Zweite von 2025, Pierre Sanoussi-Bliss, gegenüber der „Bild“. Er bezeichnete die geplante Teilnahme als „ganz dünnes Eis, auf das sich RTL und Ofarim begeben.“ Sanoussi-Bliss erwartet einen massiven negativen Gegenwind: „Es wird alles wieder hochkochen und RTL wird ein paar Praktikanten brauchen, die den ganzen Tag Shitstorms löschen.“

An einen Sieg Ofarims glaubt er nicht. Stattdessen schlug er eine Spende der Gage vor: „Aber wenn er gut von den Tantiemen seiner Eltern lebt, könnte er wenigstens seine Gage einer jüdischen gemeinnützigen Einrichtung spenden“, sagte der Schauspieler .

Ähnliche Gedanken teilt auch Sarah Knappik, Dschungelcamp-Kandidatin von 2011. Sie merkte gegenüber der „Bild“ an, „jeder Mensch hat eine zweite Chance verdient, fast jeder“ – aber man dürfe „nicht vergessen, dass er mit dieser Lüge fast dafür gesorgt hätte, dass Menschen ihre Existenz verlieren.“

Als „Zeichen der Reue“ forderte Knappik, dass Ofarim seine Gage „an die Menschen, die er geschädigt hat,“ spendet. Zusätzlich verlangt sie, dass Ofarim im Camp ehrlich darüber sprechen und zeigen solle, dass sowas nie wieder vorkommt. Sie warnte außerdem, dass seine Geschichte die gesamte Staffel belasten und jede Szene überlagern könnte.

Auch in den sozialen Medien formiert sich Widerstand. Etliche Fans drohen mit einem Boykott der gesamten Show, sollte RTL an der Personalie festhalten. Auf Instagram sind Kommentare zu finden, die die Ablehnung deutlich machen: „Bei Gil Ofarim sind wir raus. Einer, der unschuldige Menschen öffentlich anzeigt und sie ihren Job verlieren, geht gar nicht. Als Dankeschön bekommt er noch eine Plattform.“ Andere Fans schreiben: „Leider dann 2026 das erste Mal kein Dschungelcamp. Meine Meinung: Man sollte Gil Ofarim keine Plattform mehr bieten.“

Ob Gil Ofarim tatsächlich am Dschungelcamp teilnehmen wird, ist bisher unklar. Eine offizielle Bestätigung des Casts durch RTL steht bislang noch aus. Die „Bild“ hatte die angeblichen Kandidaten enthüllt.

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