Hamburg Diese Wichtel-Geschenke kommen bei Kollegen garantiert gut an
Wichteln könnte so schön sein – wenn man nur wüsste, was man verschenken soll. Wir haben ein paar Empfehlungen, mit denen Sie nichts falsch machen – und Warnungen, was gar nicht geht.
Mit dem Team bei der Arbeit, im Verein oder Freundeskreis: Wichteln gehört in der Vorweihnachtszeit einfach dazu. Die kleinen Geschenke gemeinsam auszupacken, macht Spaß und ist deutlich günstiger, als jedem etwas zu schenken. Doch gerade wer neu in ein Team oder eine Gruppe gekommen ist, kann leicht ins Fettnäpfchen treten – doch damit ist jetzt Schluss.
Die Tradition des Wichtelns kommt aus Skandinavien und heißt auf Schwedisch "Julklapp", was übersetzt "Weihnachtsgeschenk" bedeutet. Dort werden die Geschenke nach dem Weihnachtsessen nicht übergeben, sondern von einem Familienmitglied in Weihnachtszimmer geworfen – verpackt in mehreren Lagen Papier und Karton. Auf jedem Geschenk steht ein kurzer Spruch, der den Beschenkten humorvoll beschreibt, sodass geraten werden muss, wer was bekommt.
Leider werden die Geschenke in Deutschland nicht geworfen; spart aber auch einiges an Verpackungsmüll. In der Regel zieht man ein paar Tage vor der Weihnachtsfeier einen Zettel mit dem Namen eines Kollegen oder Freundes, für den man ein Geschenk besorgt – wer wen gezogen hat, darf nicht verraten werden.
Hierzulande gibt es auch die Variante des Schrott-Wichtelns, bei dem man ein unpassendes, hässliches, kitschiges oder schlicht unbrauchbares Geschenk verschenkt: Einen Napf für den Hundehasser, einen Eierscheibenschneider für die Veganerin oder ein Porzellanfigur in Form eines übergewichtigen Hundes.
Motto-Wichteln macht es deutlich einfacher, ein Geschenk auszusuchen: Zu einem Oberthema wie Wein, Weihnachtsdeko oder Buch besorgt man etwas Kleines.
Beim Zufallswichteln bringen Sie einfach irgendein Geschenk mit. Wer was bekommt, wird vor Ort entschieden durch ein Spiel, Würfeln oder Los.
Sicherheit statt Originalität: Beim Wichteln erwartet niemand ein persönliches Geschenk, das Sie nach wochenlanger Recherche in einer kleinen Manufaktur bestellt haben. Eine kleine Aufmerksamkeit reicht völlig.
Beliebt sind Süßigkeiten wie Schokolade oder Pralinen. Auf der sicheren Seite sind Sie mit Zartbitter: Nicht zu süß und nicht zu herb.
Mit einem hochwertigen Essig und/oder Öl macht man auch alles richtig, das braucht schließlich jeder. Vorsicht ist geboten bei Alkohol: Wer noch nicht so lange dabei ist, sollte lieber ein anderes Geschenk wählen. Es drohen Fettnäpfchen, wenn man Alkohol an Menschen verschenkt, die ihn nicht trinken oder vertragen.
Ein dezenter Weihnachtsbaumschmuck wie eine besonders schöne Kugel oder ein Windlicht passen gut in den Advent. Auch Kerzen oder ein Weihnachtsstern sind nie "falsch".
Geld in Form von Gutscheinkarten zu schenken, ist etwas langweilig, aber praktisch. Alternativ können Sie, wenn Sie keinen Gegenstand verschenken wollen, eine kleine Spende im Namen des Beschenkten machen oder eine Tierpatenschaft in einem Zoo abschließen.
Beliebt bei jüngeren Kollegen sind praktische und zugleich nachhaltige Produkte wie Wasserflaschen, Metall-Strohhalme oder Jutebeutel.
Wer den gemeinsamen Wohnort einigermaßen mag, freut sich über Produkte mit Heimatbezug, zum Beispiel regionalen Honig oder ein Buch über die Stadtgeschichte.
Der Klassiker unter den Geschenken im Büro: die Tasse.
Schals, Handschuhe und Mützen in neutralen Farben passen allen und sind praktisch. Für die Lieblingskollegin in Ordnung, für den älteren Kollegen oder den Chef vielleicht lieber nicht.
Beim Wichteln im Büro sollten die Geschenke nicht zu persönlich sein. Abgesehen von Winter-Accessoires wie Schals oder Mützen sind Kleidungsstücke tabu – die Kleidergröße von Kollegen zu schätzen, kann schlimm ausgehen. Auch nicht gut: Wenn ein Single dem anderen Kleidung in der richtigen Größe schenkt, ist Büroklatsch programmiert.
Alle Geschenke, die auf Selbstoptimierung abzielen, könnten missverstanden werden: Ob Kosmetikprodukte ("Findest Du, dass ich stinke?!"), Diät-Kochbücher ("Findest Du mich zu dick?!") oder Ratgeber-Literatur jeder Art.
Naheliegend, aber besonders fies: Wer Kollegen Büroartikel wie einen Schreibtischorganizer oder eine Blumenvase schenkt, zwingt den Beschenkten implizit, sie aufzustellen – ob sie gefallen oder nicht.
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