Meppen  Reform der Regionalliga: Auf dieses Modell legt die Arbeitsgruppe ihren Fokus

Christoph Schillingmann
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Von Christoph Schillingmann
| 26.11.2025 06:30 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Arbeitsgruppe der Initiative „Aufstiegsreform 2025“ führt ihre Arbeit fort und legt ihren Fokus auf ein bestimmtes Modell. Foto: dpa/Hendrik Schmidt
Die Arbeitsgruppe der Initiative „Aufstiegsreform 2025“ führt ihre Arbeit fort und legt ihren Fokus auf ein bestimmtes Modell. Foto: dpa/Hendrik Schmidt
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Die 13-köpfige Arbeitsgruppe arbeitet weiter an einer Aufstiegsreform von der Fußball-Regionalliga in die 3. Liga. Laut DFB soll der Fokus nun auf einer viergleisigen Regionalliga liegen.

Meister müssen aufsteigen - dieses Ziel eint die Initiative „Aufstiegsreform 2025“: Und diesem Ziel ist die Arbeitsgemeinschaft, die den Aufstieg aus der Fußball-Regionalliga in die 3. Liga verbessern möchte und der SV-Meppen-Geschäftsführer Florian Egbers angehört, nun einen Schritt näher gekommen.

Nach ihrer konstituierenden Sitzung im November, die virtuell stattfand, traf sich die 13-köpfige Gruppe in Frankfurt am Main erstmals in Präsenz. Bei der zweiten Sitzung verständigte sich die AG, sich unter allen vorliegenden Lösungsansätzen zunächst auf die Reduzierung der Regionalliga auf vier Staffeln zu fokussieren, wie der DFB mitteilte. Wie genau die Aufteilung aussehen soll, ist noch unklar. Denkbar wäre eine Unterteilung in Nord, Ost, Süd und West. Mit zwei 4. Ligen (Nord und Süd) zwischen 3. Liga und einer fünfgleisigen Regionalliga stand zuletzt ein weiteres Modell zur Debatte. Ob das vom Tisch ist, ist derzeit ebenfalls unklar. Ziel ist es, mit ein oder zwei erarbeiteten Modellen an die Öffentlichkeit zu gehen.

„Das war ein sehr guter Einstieg in die inhaltliche Diskussion“, so Michael Vesper, Vorsitzender der AG: „Es wurde deutlich, dass alle in der Gruppe bereit und interessiert sind, konstruktiv an einer Lösung mitzuwirken. Wir haben über alle denkbaren Modellansätze gesprochen und erste Bewertungen vorgenommen. Aus meiner Sicht war das ein deutlicher Schritt nach vorne.“

Seit Jahren sorgt die aktuelle Aufstiegsregelung in die 3. Liga für Frust. Im Moment ist es so geregelt, dass die Meister der Regionalligen West und Südwest in jedem Jahr direkt aufsteigen. Aus den anderen drei Staffeln - Nord, Nordost und Bayern - geht im Rotationsprinzip ein Meister hoch. Die beiden übrigen Meister spielen in einer Aufstiegsrelegation um das letzte Drittliga-Ticket. Das bedeutet, dass ein Meister jährlich in die Röhre guckt.

Die Arbeitsgruppe, die kein Entscheidungsgremium ist, soll einen Vorschlag für eine Aufstiegsreform entwickeln. Dieser soll dann den zuständigen Beschlussgremien vorgelegt werden. Weiter geht es für die AG im nächsten Jahr. Am 15. Januar 2026 findet das nächste Treffen am DFB-Campus in Frankfurt statt. Mittlerweile gehören der Initiative „Aufstiegsreform 2025“ mehr als 50 Vereine - darunter auch der VfL Osnabrück - an.

Darüber hinaus soll laut MDR parallel in einer separaten Arbeitsgruppe der Deutschen Fußball-Liga (DFL) ergebnisoffen auch über die Einführung einer U-21-Bundesliga diskutiert worden sein. Um eine solche einzuführen, braucht es aber eine breite Unterstützung von Seiten der DFL-Vereine. Momentan spielen zwei U-Teams in der 3. Liga, in den fünf Regionalligen sind es insgesamt 18 zweite Mannschaften.

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