Norderney, Juist Neuer Inselexpress kommt rasch voran
Die Arbeiten am Inselexpress 3 laufen in den Niederlanden auf Hochtouren. Jetzt ist ein weiterer Fortschritt für die Fähre von Norden-Frisia erreicht worden.
Ostfriesland - Gute Nachrichten für die Besucher von Juist und Norderney: Die Arbeiten am neuen „Inselexpress 3“ der Reederei Norden-Frisia sind dieser Tage einen weiteren Schritt vorangekommen. Wie die Reederei am Donnerstag mitteilte, ist auf der Werft Next Generation Shipyards im niederländischen Lauwersoog am 14. November die Kiellegung der neuen Schnellfähre erfolgt.
Der „Inselexpress 3“ ist laut Reederei baugleich zum „Inselexpress 2“ und bietet Platz für 54 Passagiere. Das Schiff soll zur Saison 2026 in Dienst gestellt werden und wird – wie sein Schwesterschiff – vorwiegend die Strecke Norddeich-Juist bedienen, kann aber auch zwischen Norddeich und Norderney eingesetzt werden.
Schiffsnummer per Hand eingeschlagen
„Eine Kiellegung ist immer noch etwas ganz Besonderes“, wird Dirk Keizer, Geschäftsführer bei Next Generation Shipyards, die bereits den „Inselexpress 2“ gebaut hat, in der Mitteilung zitiert. Wie traditionell üblich, wurde auch bei dieser Kiellegung die Schiffsnummer per Hand eingeschlagen.
Die Reederei will mit der neuen Fähre mehr Kunden an sich binden. „Unsere Kunden schätzen die Vorteile der Schnellfähren wie eine kürzere Fahrtzeit und die höhere Flexibilität bei den Abfahrten“, sagte Rainer Sürken, Produktmanager Inselexpress bei der Frisia. Denn mit ihrem geringen Tiefgang könnten tideabhängige Inseln wie Juist noch häufiger angesteuert werden. „Der Inselexpress 3 verbessert die Anbindung der Inseln an das Festland somit weiter“, fügte Inselexpress-Kapitän Jan-Lukas Schwarz hinzu.
Unternehmen mit mittlerweile 280 Mitarbeitern
Die heutige AG Reederei Norden-Frisia wurde nach Unternehmensangaben im späten 19. Jahrhundert unter dem Namen „Frisia“ als reines Schifffahrtsunternehmen gegründet. Seitdem hat sie sich zu einer Unternehmensgruppe mit einem größeren Spektrum an Dienstleistungen rund um die Inselversorgung entwickelt.
Insgesamt beschäftigt die Unternehmensgruppe heute rund 280 Mitarbeiter. Etwa 180 davon entfallen auf die eigentliche AG Reederei Norden-Frisia als Kernunternehmen. Die Aufgabe der „Frisia“ ist nach wie vor die eines klassischen Inselversorgers: Mit zwölf Fähr-, Fahrgast und Frachtschiffen bedient sie im Schwerpunkt ab Norddeich im ganzjährigen Liniendienst die Inseln Norderney und Juist.