Meppen Reform der Regionalliga: Diese beiden Modelle haben die besten Chancen
Eine 13-köpfige Arbeitsgruppe, der auch SV-Meppen-Geschäftsführer Florian Egbers angehört, hat im Zuge der „Aufstiegsreform 2025“ ihre Arbeit in dieser Woche aufgenommen. Es gibt zwei Reformmodelle, die die besten Chancen haben.
Aus den fünf Fußball-Regionalligen in Deutschland steigen nur vier Meister in die 3. Liga auf. Ein Verein geht jedes Jahr leer aus. Um das Problem zu lösen, hat eine 13-köpfige Arbeitsgruppe in dieser Woche ihre Arbeit offiziell aufgenommen. Der Kommission gehört auch Florian Egbers an, Geschäftsführer des Nord-Regionalligisten SV Meppen.
„Wir haben noch nicht über konkrete Lösungen, sondern zunächst nur über das gemeinsame Vorgehen gesprochen. Wir haben ein paar Regeln aufgestellt und uns gegenseitig vorgestellt“, sagte Egbers nach dem virtuellen Treffen.
Im Moment ist es so, dass die Meister der Regionalligen West und Südwest in jedem Jahr direkt aufsteigen. Aus den anderen drei Staffeln - Nord, Nordost und Bayern - geht im Rotationsprinzip ein Meister hoch. Die beiden übrigen Meister spielen in einer Aufstiegsrelegation um das letzte Drittliga-Ticket. In dieser Saison steigt beispielsweise der Meister der Regionalliga Nord direkt auf.
Aktuell gibt es zwei Modelle im Zuge der „Aufstiegsreform 2025“, der gemeinsam mit dem SVM und dem VfL Osnabrück mittlerweile 54 Vereine angehören, der gute Chancen zugerechnet werden. Die erste Lösung könnte so aussehen, dass die Regionalliga auf vier Staffeln reduziert wird. Die zweite Idee sieht die Einführung einer zweigleisigen 4. Liga (Nord und Süd mit jeweils 20 Mannschaften) unterhalb der 3. Liga vor. Die fünfgleisige Regionalliga als dann fünfthöchste Spielklasse sowie das darunter folgende Ligensystem könnte dann bestehen bleiben. Dieses Modell gab es bereits zwischen 2000 und 2008 als dritte Spielklasse, bevor zur Saison 2008/2009 die 3. Liga eingeführt wurde. Osnabrück spielte beispielsweise mehrere Saisons in der damaligen Regionalliga Nord.
In einer Qualifikationssaison könnten sich die ersten acht Mannschaften aller fünf Regionalligen ein Ticket für die 4. Liga sichern. Mit jeweils zwei Aufsteigern in die 3. Liga würden beide Meister sowie die beiden Zweitplatzierten aufsteigen. Möglich ist, dass es insgesamt fünf Absteiger in die Regionalliga gibt, sodass die beiden drittletzten Teams eine Relegation spielen müssten.
Kommentieren möchte Egbers weder den einen noch den anderen Vorschlag. Der Meppener Geschäftsführer erklärte auch, warum: „Das ist eine Regel, die sich die Arbeitsgruppe selbst auferlegt hat. Wir wollen Vorschläge nicht öffentlich diskutieren. Denn wir wollen in diesem Kreis erstmal mit der Arbeit beginnen und einen Lösungsvorschlag erarbeiten, der tragfähig ist und von persönlichen Interessen unabhängig ist.“ Das sei immens wichtig, so der 32-Jährige. „Denn ansonsten wird es schwer, etwas umzusetzen. Bei Veränderungen gibt es immer unterschiedliche Sichtweisen. Wichtig ist, dass wir das Ziel, Meister müssen aufsteigen, im Blick behalten.“
Am 24. November 2025 trifft sich die Kommission dann zum ersten Mal in Präsenz in Frankfurt am Main. „Es werden nun persönliche Treffen folgen, um die Themen intensiver besprechen zu können“, sagte Egbers. Im neuen Jahr geht es dann am 15. Januar weiter. Beide Treffen sollen am DFB-Campus stattfinden.
Bis wann dieser Lösungsvorschlag erarbeitet werden soll, steht noch nicht fest. „Wir möchten so schnell wie möglich eine gute und tragfähige Lösung finden, damit die kommende Spielzeit bereits als Qualifikationssaison genutzt werden könnte“, sagte der Meppener Geschäftsführer. Es sei aber keine einfache Thematik, es müssten einige Bretter durchbohrt werden. Aber: „Wenn keiner anfängt und mal etwas auf die Straße bringt, dann wird niemals etwas passieren.“