Osnabrück  E-Bus-Akku zu schlapp: Warum in Osnabrück am Montag eine Fahrt wegen „Zwangsladung“ ausfiel

Sebastian Stricker
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Von Sebastian Stricker
| 11.11.2025 13:08 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Meldung mit Seltenheitswert im VOS-Whatsapp-Kanal: Eine Elektrobus-Fahrt in Osnabrück musste am Montag, 10. November 2025, ausfallen, weil der Akku zu schlapp war. Foto: Sebastian Stricker
Meldung mit Seltenheitswert im VOS-Whatsapp-Kanal: Eine Elektrobus-Fahrt in Osnabrück musste am Montag, 10. November 2025, ausfallen, weil der Akku zu schlapp war. Foto: Sebastian Stricker
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Diese Meldung im Whatsapp-Kanal der VOS ließ aufhorchen: Fahrtausfall am Montag auf der Osnabrücker Linie M4 wegen „Zwangsladung“. Machen die Akkus der neuen E-Busse etwa schon Probleme?

Einen Fahrtausfall der besonderen Art meldete die Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS) am Montagvormittag, 10. November, in ihrem Whatsapp-Kanal: Auf Linie M4 – elektrifiziert seit 2022 – musste ein E-Bus „zwangsgeladen“ werden. Zwischen Belm/Astruper Heide und Nordstraße geriet der Fahrplan deshalb aus dem Takt.

Wir haben uns beim städtischen Verkehrsbetrieb SWO Mobil nach den Hintergründen dieses seltenen Vorfalls erkundigt.

„Es handelte sich um einen elektrischen Gelenkbus des Herstellers VDL“, erklärte Sprecher Marco Hörmeyer. Das Fahrzeugsystem habe eine automatische Warnung ausgelöst, weil der Akkustand zu niedrig war. Damit der E-Bus sicher weiterfahren konnte, mussten die Batterien sofort nachgeladen werden.

Zu diesem Zweck blieb der Wagen außerplanmäßig eine knappe Viertelstunde länger an der Endhaltestelle in Belm, ehe er an der Nordstraße wieder in den Umlauf einsetzte.

„Diese sogenannte Zwangsladung ist kein technischer Defekt, sondern eine reine Vorsichtsmaßnahme“, betonte Hörmeyer. Sie werde nötig, wenn ein E-Bus durch besondere Umstände – in diesem Fall eine „ungewöhnlich hohe Verspätungslage“ – seine geplante Ladestation nicht rechtzeitig erreicht.

„Solche Situationen können im laufenden Betrieb vereinzelt vorkommen, werden aber schnell gelöst“, so der Sprecher. Ziel sei es, den „sicheren und zuverlässigen Betrieb der E-Busse jederzeit zu gewährleisten“.

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