Georgsmarienhütte  Georgsmarienhütte: GMH Gruppe ist nun europäischer Marktführer beim Werkzeugstahl

Marcus Alwes
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Von Marcus Alwes
| 04.11.2025 07:21 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Ein Blick in das Stahlwerk in Georgsmarienhütte im Landkreis Osnabrück. Mehr als 20 Standorte hat die GMH-Unternehmensgruppe insgesamt. Foto: Jörn Martens
Ein Blick in das Stahlwerk in Georgsmarienhütte im Landkreis Osnabrück. Mehr als 20 Standorte hat die GMH-Unternehmensgruppe insgesamt. Foto: Jörn Martens
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Die Zustimmung durch die Bundesbehörden liegt vor, die Übernahme ist rechtlich vollzogen. Damit kann die Integration von Teilen der hessischen Buderus Edelstahl GmbH in die GMH Gruppe aus Georgsmarienhütte endgültig erfolgen.

Ein sich seit geraumer Zeit abzeichnender Zusammenschluss biegt auf die Zielgerade ein. Der Weg ist frei. Prozesse und Wertschöpfungsketten werden ab sofort aufeinander abgestimmt. Das Warmwalzwerk der Buderus Edelstahl GmbH aus Wetzlar gehört jetzt zur GMH Gruppe aus dem Osnabrücker Land. Und die wird damit – nach eigenen Aussagen – zum europäischen Marktführer für Werkzeugstahl.

„Wir begrüßen es, dass die Closing Conditions planmäßig und schnell erfüllt werden konnten“, wird ein stolzer CEO Alexander Becker in einer Mitteilung zitiert. Die Unternehmensgruppe aus Georgsmarienhütte könne seinen Kunden somit „deutlich mehr Produktlösungen als bisher anbieten“, so der Manager.

Im Werk in Hessen sind große Abmessungen von Walzstahl möglich. Ebenso eine mechanische Bearbeitung besonderer Freiformschmiedeteile, einschließlich einer Wärmebehandlung. Das stärkt die Position der GMH Gruppe im Wettbewerb und erweitert das Portfolio, wo bisher eine Produktionslücke war. Dies schaffe „Zugang zu neuen Märkten, auch außerhalb des klassischen Pkw-Verbrennungsmotorsegments“, heißt es in der schriftlichen Mitteilung weiter.

In die GMH Gruppe treten damit 300 weitere Beschäftigte ein. Sie kommen in einen weltweit agierenden, aber immer noch familiengeführten Unternehmensverbund. Dieser verfügt über mehr als 20 Standorte in der Stahl-, Schmiede- und Gussindustrie. Kunden aus mehr als 50 Nationen werden von dort aus beliefert.

Die Zahl der Mitarbeiter der GMH Gruppe liegt bei rund 6000, so das Management. Ihren Jahresumsatz geben die Grünstahlspezialisten mit mehr als zwei Milliarden Euro an. Zu dieser Bilanz wird nun künftig auch das Werk in Wetzlar beitragen. Dessen Übernahme ist rechtlich vollzogen, das Okay des Bundeskartellamtes liegt inzwischen vor.

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