München  „Ärzte haben Sie aufgegeben“: Dana Diekmeier äußert sich über todkranke Tochter Delani

Alexander Barklage
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Von Alexander Barklage
| 03.11.2025 15:15 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Dana und Dennis Diekmeier durchleben aktuell eine schwere Zeit: Ihre Tochter ist schwerkrank. Foto: IMAGO/STAR-MEDIA
Dana und Dennis Diekmeier durchleben aktuell eine schwere Zeit: Ihre Tochter ist schwerkrank. Foto: IMAGO/STAR-MEDIA
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Seit fast einem Jahr bangt die HSV-Legende Dennis Diekmeier um seine 14-jährige Tochter Delani, die an einer seltenen Krebsart leidet. In einem Interview berichtet Diekmeiers Frau Dana über die äußerst emotionale Zeit und den schweren Kampf ihrer Tochter gegen den Krebs.

Der Ex-HSV-Spieler Dennis Diekmeier beendete im vergangenen Jahr seine sportliche Karriere beim Drittligisten SV Sandhausen. Danach sprang er noch einmal als Interimstrainer ein. Insgesamt spielte er acht Jahre lang bei den Rothosen und durchlebte mit den Hamburgern sportliche Höhen und Tiefen. Seit knapp einem Jahr muss der 36-Jährige mit einem schweren Schicksalsschlag leben. Seine älteste Tochter Delani (14) ist an einer seltenen Krebsart erkrankt.

Zusammen mit seiner Frau Dana sprechen beide offen über die schwere Zeit und gehen bewusst in die Öffentlichkeit. In einem Interview mit „Bunte“ sprach nun seine Frau Dana sehr emotional über den schweren Kampf ihrer Tochter Delani mit der todbringenden Krankheit. Die Familie erhielt Anfang 2025 die Diagnose, dass der Krebs bereits in Lunge und Niere gestreut hat. Seitdem prägt die Krankheit das Leben der gesamten Familie.

Die Ärzte gaben Delani Diekmeier nur etwa fünf Prozent Überlebenschance. In Heidelberg wollten die Mediziner keine weiteren Operationen durchführen und stuften sie als palliativ ein. Die Familie suchte daraufhin nach anderen Behandlungsmöglichkeiten. Dana Diekmeier wird dabei emotional: „Wir haben uns jetzt auch von den Ärzten getrennt, weil diese gesagt haben, wir operieren nicht mehr. Sie ist palliativ, es gibt keine Chance mehr. Das Kind wird nicht überleben, alles, was sie jetzt machen, ist unnötig. Aber ich schaue doch nicht einfach zu, wie mein Kind stirbt? Auch wenn es nur ein Prozent ist, dass sie überlebt – das eine Prozent muss ich doch nutzen?“

Trotz der Prognose zeigt Delani außergewöhnliche Stärke und Lebenswillen. Sie unterzieht sich Chemotherapien, Operationen und nimmt künstliche Ernährung zu sich. Sie bleibt dabei stets positiv und stellt sich dem Kampf gegen die Krankheit. Gegen ärztlichen Rat reitet sie weiter und wurde sogar badische Meisterin im Springreiten. Ihre Motivation und Lebensfreude inspirieren die Familie täglich.

Für Mutter Dana und Vater Dennis ist die Situation emotional extrem belastend. Dana betont, sie lasse nichts unversucht, um Delani zu retten, auch wenn die Chancen minimal sind. Die Familie kaufte Medikamente für 10.000 Euro auf eigene Kosten in der Hoffnung auf eine neue Therapie. Trotz aller Belastung versucht sie, ihren Alltag mit den anderen drei Kindern und den Haustieren aufrechtzuerhalten.

In der Familie wird offen über Krankheit und Tod gesprochen. Delani selbst fragt manchmal, wie ihr Tod aussehen könnte, wünscht sich aber vor allem ein normales Leben. Mutter Dana beschreibt diese Gespräche als zutiefst schmerzhaft, versucht aber, Stärke zu zeigen, solange auch Delani stark ist.

Auch über den Tod spricht sie mit ihrer Tochter Delani: „Sie hat mich auch schon gefragt, wie sie sterben wird, was dann passiert. Keiner von uns hat eine Antwort darauf. Sollte das jemals passieren, wünsche ich mir, dass sie einfach einschläft. Ohne Schmerzen. Das sind Dinge, über die man nicht nachdenken und schon gar nicht mit seinem Kind sprechen möchte.“

Bei den letzten Untersuchungen fanden die Ärzte keine neuen Metastasen, jedoch wachsen die bestehenden in der Lunge weiter. Eine dritte Operation ist medizinisch nicht mehr möglich. Dennoch hoffen die Eltern auf medizinische Fortschritte oder neue Medikamente.

Trotz aller Rückschläge versucht die Familie, jeden Tag zu genießen und schöne Momente zu schaffen. Delanis Kontakt zu Pferden und Tieren gibt ihr Kraft. Das Motto der Familie bleibt: weitermachen, hoffen und kämpfen – jeden einzelnen Tag.

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