Neue Idee Markt am Hafen in Weener als Ersatz für Nachmittagsmarkt?
Nach einem erfolgversprechenden Start im vergangenen Jahr wurde der Nachmittagsmarkt in Weener wegen zu schwacher Resonanz eingestellt. Jetzt gibt es eine Idee für ein Nachfolgeprojekt.
Weener - Der Nachmittagsmarkt in Weener ist sozusagen eingeschlafen: Nach einem erfolgversprechenden Start im vergangenen Jahr wurde die Resonanz bei Kunden und Marktleuten über die Monate immer schwächer. Im vergangenen Monat erklärte die Stadt Weener den Markt auf dem Vogelsang für gescheitert und stellte ihn ein. Jetzt gibt es eine neue Idee: den Hafenmarkt.
Erstmals ins Gespräch gebracht wurde die Idee auf der jüngsten Versammlung der Interessengemeinschaft Hafenentwicklung. „Wir müssen weg von der Vorstellung eines reinen Wochenmarktes“, machte Hilmar Bockhacker, Betreiber des Hafen 55, seinen Standpunkt deutlich, „wir müssen das Thema Markt neu denken.“
Hafen hat Anziehungskraft – Regionaler Treffpunkt
Der alte Hafen von Weener ist nach Bockhackers Vorstellung allein schon ein Ort starker Anziehungskraft. Durch ein neues Angebot könne die Wirkung noch verstärkt werden. Die klassischen Wochenmarktstände sieht Bockhacker eher als zusätzliche Bereicherung. „Beim Hafenmarkt sollten gemeinnützige, ehrenamtliche und karitative Teilnehmer die zentrale Rolle spielen“, so Bockhacker. Für ihn ist der Hafenmarkt ein regionaler und sozialer Treffpunkt, dessen Konkurrenz nicht in Supermärkten und Discountern besteht. „Es gibt viele Leute, die Gärten haben und die gar nicht gegen die Massen an Äpfeln, Birnen oder Mirabellen ankommen“, erzählt er, „viele stellen das Obst zum Verschenken an die Straße.“ Das Obst könnte auch auf dem Hafenmarkt angeboten oder zuvor zu Marmelade oder anderen Produkten verarbeitet werden.
„Auf dem Markt könnten sich regionale Organisationen vorstellen, Künstler zeigen ihre Arbeiten, es gibt Live-Musik“, zählt er einige Beispiele auf. Das soziale Kaufhaus in Weener habe bereits Interesse bekundet, nicht nur für den Verkauf von Kleidung, sondern auch für Aktionen wie eine Modenschau. Eine Tauschbörse für Pflanzen oder andere Dinge, ein Repair-Café sind weitere Ideen. „Es ist wichtig, dass es ein Rahmenprogramm für möglichst viele unterschiedliche Zielgruppen gibt“, findet Bockhacker.
Auch er selbst will sich einbringen, um den Markt am Hafen zu einem neuen Treffpunkt für Begegnungen zu etablieren. Damit der Hafenmarkt bei schlechtem Wetter nicht ausfallen muss, würde er seine Zeltfläche neben dem Hafen 55 zur Verfügung stellen. Den Herbst und Winter wollen die Mitglieder der Interessengemeinschaft Hafenentwicklung nutzen, um weitere Ideen zu sammeln und Mitstreiter für den Markt zu gewinnen.