Bremen  Eurofighter am Bremer Flughafen: Luftwaffe probt mit Kampfjets den Ernstfall

Jasmin Johannsen
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Von Jasmin Johannsen
| 06.10.2025 12:25 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Mit gleich vier Eurofightern übt die Luftwaffe derzeit am Flughafen in Bremen. Foto: Christoph Reichwein/dpa
Mit gleich vier Eurofightern übt die Luftwaffe derzeit am Flughafen in Bremen. Foto: Christoph Reichwein/dpa
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Noch bis Mittwoch könnte es laut über Delmenhorst werden. Hintergrund ist eine Übung der Luftwaffe am Flughafen Bremen. Das steckt hinter dem Training der Eurofighter.

Laute Knalle und Kampfjets am Himmel: Das ist noch bis Mittwoch in der Region zu erwarten. Am Flughafen Bremen findet derzeit eine Übung der Bundeswehr mit Eurofightern statt. Involviert sind vier Kampfjets des Luftwaffengeschwaders 71 „Richthofen“. Auf Anfrage unserer Redaktion bestätigt ein Sprecher der Luftwaffe die Übung und erklärt: „Ziel ist es, die Zusammenarbeit mit zivilen Einrichtungen zu stärken und die Verteidigungsfähigkeit im Bündnisfall realitätsnah zu üben.“

Im Vorfeld waren nur wenige Informationen öffentlich gemacht worden. So gab es einen Hinweis auf der Homepage der Bremer Senatorin für Umwelt. In einer Pressemitteilung hatte zudem das Stuhrer Rathaus über die Übungstage informiert – mit dem Hinweis, dass für Fluglärmbeschwerden und Fragen die zentrale Ansprechstelle der Flugbetriebs- und Informationszentrale der Bundeswehr zuständig ist. Sie ist demnach unter der kostenlosen Rufnummer 0800 8620730 oder per Mail an fliz@bundeswehr.org erreichbar.

Laut Bundeswehr trainiert die Luftwaffe nicht nur in Bremen Starts und Landungen der Kampfjets, sondern auch an dem ebenfalls zivilen Flughafen Münster-Osnabrück. Der militärische Behelfslandeplatz Upjever in Schortens sei temporär ebenfalls in Betrieb genommen. Im Oktober trainiert die Luftwaffe mit einer Anzahl militärischer Kampfflugzeuge, so heißt es in der offiziellen Mitteilung, im Rahmen von der Übung „Richthofen Shield 2025“ über Norddeutschland. Im Luftraum über Bremen sei mit „erhöhtem militärischen Flugverkehr“ zu rechnen.

Geübt werden sogenannte „Dispersed Operations“, auch bekannt als „Agile Combat Employment“. „Diese flexible Einsatzform macht die Luftstreitkräfte widerstandsfähiger und weniger berechenbar“, so die Erklärung. „Die Luftwaffe integriert dabei militärische Abläufe in zivile Strukturen und stimmt sich eng mit den Flughafenbetreibern und den zivilen Behörden ab.“ Der reguläre Flugbetrieb soll dabei so wenig wie möglich eingeschränkt werden.

„Die Übung unterstreicht die Bedeutung gemeinsamer Verteidigung in Europa und zeigt, wie wichtig realistische Trainings unter aktuellen Sicherheitsbedingungen sind“, heißt es von der Bundeswehr. Und: „In aktuellen Konflikten zeigt sich, dass Streitkräfte flexibel agieren müssen. Zivile Flughäfen können im Ernstfall wichtige Start- und Landealternativen für militärische Luftfahrzeuge sein. Die Luftwaffe trainiert dort die Integration militärischer Abläufe in zivile Strukturen.“

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