1:3 gegen Schüttorf Backhaus sieht Esens-Niederlage aus der Sporthalle
Der gesperrte Esens-Trainer sah einen spielstarken Gast und zunächst zu passive Gastgeber. Doch die steigerten sich und hatten nach einem Schüttorfer „Bock“ die Großchance zum 2:2.
Esens - Gegen den FC Schüttorf 09, den neuen Tabellenzweiten der Fußball-Landesliga, musste der TuS Esens am Sonntagnachmittag eine nicht unverdiente 1:3-Heimniederlage hinnehmen. Dabei vergaben die Gastgeber nach einer Stunde eine Großchance zum zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich. Nur drei Minuten später erzielten die Grafschafter mit dem 1:3 letztlich die frühzeitige Entscheidung in dieser Begegnung. Weiter geht es für Esens am Sonntag mit dem Spiel bei BW Papenburg.
Nach seiner Gelb-Roten Karte am vergangenen Sonntag in der Partie beim VfL Oldenburg musste Trainer Ralf Backhaus die Begegnung gegen Schüttorf von außerhalb des Sportplatzes verfolgen. Er schaute das Spiel aus einem oberen Raum der Sporthalle. Auf der Trainerbank des TuS nahm daher Co-Trainer Olaf Berschuck Platz. Die mehr als 150 Zuschauer sahen bei teils stürmischem und regnerischem Wetter eine Begegnung, in der beide Mannschaften zunächst sehr zurückhaltend agierten. Zwar hatte Samuel Stainbank auf Seiten des TuS sowie auch ein Schüttorfer Angreifer bereits in den ersten drei Minuten eine Torchance, doch danach herrschte auf beiden Seiten mehr oder weniger Passivität. Nach gut einer Viertelstunde ergaben sich dann für die Gäste die ersten guten Torgelegenheiten, die jedoch noch vergeben wurden. Unter anderem wurde der Pfosten getroffen.
Schüttorf trifft doppelt
In der 19. Minute war es dann Sam Andries Paul Martron, der mit einem unhaltbaren Distanzschuss aus gut 22 Metern das 0:1 für die Grafschafter erzielte. Da die Gäste den Esenser Spielaufbau über weite Strecken der Begegnung immer wieder mit frühem Stören unterbanden, ergaben sich für den TuS bis zur Pause nur wenige gute Torchancen. Zudem wurde bei den Angriffsaktionen der Heimelf das Einzelspiel übertrieben, sodass die Schüttorfer Abwehr nur selten vor Probleme gestellt wurde.
Auf der Gegenseite erarbeitete sich Schüttorf über die Außenpositionen einige gute Angriffe. So auch in der 28. Minute, als der Schüttorfer Neesen einen Flachpass über die linke Seite vor das Esenser Tor schlug und erneut Martron vier Meter vor der Torlinie nur noch seinen Fuß hinhalten musste und das 0:2 erzielte.
Fast das 2:2
Schüttorf hatte das Spiel jetzt im Griff, doch in den letzten Minuten der ersten Halbzeit kamen die Hausherren doch noch zu der einen oder anderen Torgelegenheit. In der Nachspielzeit erzielte dann Frank Till nach einem Eckball aus dem Gewühl heraus den 1:2-Anschlusstreffer.
Statistik
Esens: Sikma; R. Til, J. Til, F. Til, Rosenboom, Taddigs (70. Wübbenhorst), Janssen (70. Dombrovski), Cassens, I. Stainbank (75. Sukowski), S. Stainbank, Behrens (45. Sabath).
Tore: 0:1/0:2 Martron (19./28.), 1:2 F. Til (45.+3.), 1:3 Pollmann (63.).
Dies schien für die Esenser eine gute Ausgangsposition für die zweite Halbzeit zu sein, doch nach Wiederanpfiff gelang es dem TuS nicht, die Gäste unter Druck zu setzen. Nach einer Stunde hätte sich das Spiel vielleicht doch noch wenden können. Nach einem katastrophalen Rückpass eines Schüttorfer Verteidigers stand Jan Sabath plötzlich völlig frei vor dem Gästetorhüter, konnte die große Möglichkeit zum Ausgleich dann aber nicht nutzen. Sein Schuss wurde von FC-Schlussmann Kevin Verwold zur Ecke pariert. Zwei Minuten später erzielte dann Helge Pollmann das 1:3 für Schüttorf.
Das sagt Backhaus
Die Esenser bemühten sich in der Folge zwar um den Anschlusstreffer, doch die besseren Torchancen bis zum Spielende hatten die Gäste. Letztlich blieb es beim nicht unverdienten Auswärtssieg.
„Der Sieg für Schüttorf geht in Ordnung. Ich weiß aber nicht, was passiert wäre, wenn wir das 2:2 erzielt hätten,“ meinte Olaf Berschuck, der den Esenser Trainer Backhaus an der Außenlinie vertrat, kurz nach Spielende. Backhaus, der das Spiel aus einiger Entfernung von der Sporthalle aus verfolgte, konnte dem nur beipflichten. „Wir waren im ersten Durchgang zu passiv. Hätten wir unsere Torchancen genutzt, wäre durchaus mehr für uns drin gewesen.“