Osnabrück  Talstraße in Sutthausen: Anwohnerin möchte ganzjährigen Leinenzwang

Anke Herbers-Gehrs
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Von Anke Herbers-Gehrs
| 05.10.2025 06:19 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
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An der Talstraße in Sutthausen liegt eine große Grünfläche mit Streuobstbäumen, Spiel- und Bolzplatz. Eine Anwohnerin fordert dort einen ganzjährigen Leinenzwang für Hunde. Welche Sorgen sie hat.

Am südlichen Rand von Sutthausen an der Talstraße gibt es eine große Grünfläche mit Streuobstbäumen, Spiel- und Bolzplatz. Und Hunden, die nicht angeleint sind. Eine Anwohnerin machte das zum Thema im Bürgerforum Sutthausen/Hellern.

Sie begründet das mit dem Schutz von Wildtieren und den Kindern, die die Spielflächen nutzen. „Ich hatte schon einen Hund im Haus, bin auf der Terrasse angesprungen worden“, berichtet sie. Laut ihrer Beobachtung jagen frei laufende Hunde Kaninchen in den Gehölzstreifen an der Wohnbebauung; auch Fasane und Rebhühner würden verfolgt.

Zudem liefen Hunde über Spiel- und Bolzplatz und hinterließen dort Kot, sodass Kinder – etwa aus dem benachbarten Apostelkindergarten – die Flächen zeitweise nicht nutzen könnten. Auf Spiel- und Bolzplätzen haben Hunde nichts zu suchen, so die Meinung der Anwohnerin.

Aktuell gilt: In Niedersachsen müssen Hunde während der Brut- und Setzzeit vom 1. April bis 15. Juli angeleint werden. In Osnabrück gibt es darüber hinaus per Verordnung weitere Bereiche mit Leinenpflicht – etwa Innenstadt, Friedhöfe, Rubbenbruchsee, Bürgerpark sowie alle Waldflächen im Stadtgebiet. Eine städtische Online-Karte zeigt diese Zonen: Lila markierte Flächen bedeuten Leinenpflicht das ganze Jahr, blau markierte nur während der Brut- und Setzzeit.

Das Areal an der Talstraße ist blau markiert – außerhalb der Brut- und Setzzeit dürfen Hunde dort grundsätzlich frei laufen. Die Anwohnerin möchte eine strengere Einordnung und damit eine Leinenpflicht rund ums Jahr.

Im Bürgerforum Sutthausen/Hellern gab es dazu Widerspruch von Hundehalterinnen und Hundehaltern. „Die meisten Hunde sind wohlerzogen, sie toben nicht über den Spielplatz, und der überwiegende Teil hat kein Interesse am Jagen“, sagte eine andere Anwohnerin und bat, keine vorschnellen Entscheidungen zu treffen.

Stadtbaurat Thimo Weitemeier teilte als Rückmeldung des Ordnungsamts mit, Kontrollen zu verstärken – allerdings nur während der Brut- und Setzzeit. Ob die Voraussetzungen für eine ganzjährige Leinenpflicht auf der städtischen Fläche an der Talstraße vorliegen, müsse zunächst geprüft werden.

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