Bürgermeisterwahl 2026  Hinte – Uwe Redenius kandidiert nicht erneut

Lotta Groenendaal
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Von Lotta Groenendaal
| 02.10.2025 16:45 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Wird im nächsten Jahr nicht erneut als Kandidat bei der Bürgermeisterwahl in Hinte antreten: der amtierende Bürgermeister Uwe Redenius (parteilos). Foto: Claus Hock/Archiv
Wird im nächsten Jahr nicht erneut als Kandidat bei der Bürgermeisterwahl in Hinte antreten: der amtierende Bürgermeister Uwe Redenius (parteilos). Foto: Claus Hock/Archiv
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Der amtierende Bürgermeister von Hinte, Uwe Redenius, wird im kommenden Jahr nicht erneut für das Amt kandidieren. Das sind seine Gründe.

Hinte - Der amtierende Bürgermeister von Hinte, Uwe Redenius (parteilos), wird bei der Bürgermeisterwahl im kommenden Jahr nicht erneut kandidieren. Grund ist unter anderem die verlängerte Amtszeit. „Mit 32 habe ich mit dem Fußball aufgehört“, zieht Redenius den Vergleich – also aufhören, wenn es am schönsten ist.

Damit reiht sich der 61-Jährige in eine Gruppe von Politikern um die 60 im Nordwesten ein, die bei den nächsten Wahlen nicht erneut antreten – darunter Jemgums Bürgermeister Hans-Peter Heikens, Uplengens Bürgermeister Heinz Trauernicht und Aurichs Landrat Olaf Meinen.

Redenius will Nachfolger volle Amtszeit ermöglichen

„Nach reiflicher Überlegung und in Absprache mit meiner Familie bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich im nächsten Jahr nicht für eine zweite Amtszeit kandidieren werde“, schreibt Redenius in einer persönlichen Mitteilung an die Pressevertreter. Der amtierende Bürgermeister der kleinen Gemeinde feiert nach Ablauf seiner Amtszeit im folgenden Jahr seinen 62. Geburtstag. Weitere acht Jahre sind nicht geplant – er wäre dann 70.

Aber auch eine Verkürzung der Amtszeit komme für ihn nicht infrage, so Redenius. „Es ist zwar so, dass man, wenn man als Bürgermeister das 65. Lebensjahr vollendet hat, früher aus dem Dienst ausscheiden kann, aber das will ich nicht“, betont er im Gespräch mit dieser Redaktion. „Das ist nicht mein Credo für das Amt.“ Es sei sinnvoller, seinem Nachfolger oder seiner Nachfolgerin die vollen acht Jahre der Amtszeit zur Verfügung zu stellen, sagt er. Diese Zeit werde nötig sein, um weitere wichtige Aufgaben, die in der Gemeinde anstehen, angehen zu können – darunter der in Redenius‘ Amtszeit auf den Weg gebrachte Feuerwehr-Bedarfsplan. „Auch in Sachen Klimaschutz, Katastrophenschutz und Kommunalfinanzen warten wichtige Herausforderungen auf uns“, heißt es vom Bürgermeister.

Viele Projekte in bewegten Zeiten umgesetzt

Redenius ist seit dem 1. März 2020 Bürgermeister von Hinte, er folgte auf Manfred Eertmoed (SPD), der nicht wieder angetreten war. Während seiner Amtszeit, die nicht zuletzt von der Corona-Pandemie und auch dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine geprägt wurde, konnten in der Gemeinde immerhin 23 größere Projekte realisiert werden. Darunter der interkommunale Radweg an der Harsweger Ziegelei von Hinte nach Emden, den Krummen Weg, die umfangreiche Sanierung der Dreifachhalle in Hinte und die Planung des neuen Gewerbegebiets „Westerhuser Neuland“ nahe der Autobahnauffahrt Pewsum. „Insgesamt flossen während meiner Amtszeit über 15 Millionen Euro an Förderung nach Hinte“, so Redenius.

Und noch bleibt Redenius der Gemeinde Hinte auch erhalten: Seine Amtszeit geht noch bis zum 31. Oktober 2026. Bis dahin möchte der Bürgermeister auch noch einiges schaffen, wie er sagt. Er wolle sich bis zum letzten Tag seiner Amtszeit „wie bisher mit vollem Elan für unsere schöne Gemeinde einsetzen“, so Redenius. „Wir wollen noch was erreichen und noch mehr Neues auf den Weg bringen.“ Das Amt des Bürgermeisters erfülle ihn auch weiterhin mit großer Freude und Zufriedenheit.

Redenius sieht ärztliche Versorgung als Meilenstein

Als eines der Highlights seiner Amtszeit sieht er das Einlösen des Wahlversprechens, die medizinische Versorgung in Hinte langfristig sicherstellen zu können: Gerade erst ging der letzte verbliebene Hausarzt der Gemeinde, Dr. Hans-Michael Reblin, nach mehr als 26 Jahren in den Ruhestand. Lange suchte die Gemeinde nach Nachfolgern, wurde aber erst vor kurzem fündig. Mit Dr. Annika Scholle wird ab dem 1. November 2025, nach der Renovierung der Praxis, wieder eine neue Hausärztin in Hinte tätig sein.

Auf die bereits vergangenen Jahre seiner Amtszeit blickt Redenius positiv zurück. „Ich freue mich über die Unterstützung und das Vertrauen, das mir entgegengebracht wird“, sagt er. „Ganz besonders freue ich mich darüber, dass ich bereits Signale für eine breite Unterstützung von vielen Bürgerinnen und Bürgern für eine erneute Kandidatur erhalten habe.“ Und jetzt? „Jetzt fahre ich über das lange Wochenende erst einmal noch schön mit dem Wohnmobil weg“, so Redenius mit einem Lachen.

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