Sylt Autozug-Verbindung nach Sylt zeitweise unterbrochen: Reisende saßen über Stunden fest
Erneut Chaos bei der Bahn: Am Mittwochmorgen sind über Stunden keine Autozüge zwischen Niebüll und Sylt gefahren. Grund war eine Weichenstörung bei Lehnshallig. Seit Kurzem läuft der Betrieb wieder.
Am Mittwochmorgen ist der Autozugverkehr von und nach Sylt für mehrere Stunden eingestellt worden. Grund war eine Weichenstörung in Lehnshallig bei Niebüll, wie eine Bahnsprecherin auf Nachfrage unserer Redaktion erklärte. Seit 9.30 Uhr fahren wieder Züge von Niebüll auf die Insel. Neben den Autozügen der DB und vom RDC war auch der Personenzugverkehr nach Sylt betroffen. Züge starteten und endeten zeitweise in Klanxbüll. Zwischen Klanxbüll und Niebüll verkehrten Busse als Schienenersatzverkehr.
Aufgrund der zeitweisen Einstellung des Autozugverkehrs auf die Insel saßen viele hundert Reisende für Stunden fest. Die genaue Anzahl an festsitzenden Urlaubern konnte die Bahnsprecherin nicht nennen.
Der Defekt an der Weiche in Lehnshallig wurde gegen 6 Uhr morgens gemeldet. Um 5.35 Uhr war noch ein Autozug von Niebüll nach Sylt gestartet. Danach ging gute drei Stunden lang nichts mehr.
Auch die Berufspendler am Bahnhof Klanxbüll traf es am Mittwochmorgen mal wieder hart. Mehrere Verbindungen auf die Insel fielen aus, andere fuhren verspätet ab. Die Züge, die fuhren, waren vollkommen überfüllt. „Wenn das so weitergeht, fahre ich nicht mehr nach Sylt und suche mir einen Job auf dem Festland“, sagte eine genervte Bahnreisende am Morgen im Zug um kurz nach 9 Uhr von Klanxbüll auf die Insel.
Nachdem es seitens der Bahn zunächst keine genaue Prognose gab, wann die Züge wieder regulär fahren sollen, kam dann gegen 9.30 Uhr die Entwarnung: „Der Zugverkehr nach Sylt wurde wieder langsam aufgenommen.“ Viele Reisende hatten zu dem Zeitpunkt schon stundenlang im Bahnhof Niebüll ausgeharrt.
„Leider kommt es voraussichtlich bis zum 20. September weiterhin zu Einschränkungen im Zugverkehr, da in dem Streckenabschnitt vorerst nur ein eingleisiger Zugbetrieb möglich ist. Um den regulären Zugverkehr wieder aufnehmen zu können, ist eine umfangreiche Reparatur der Weiche notwendig“, so die Bahnsprecherin abschließend. Techniker würden mit Hochdruck daran arbeiten, die Störung zu beheben.