Hamburg  Schon wieder: Spannende neue Apple-Funktion nicht in der EU verfügbar

Britta Kothe
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Von Britta Kothe
| 11.09.2025 09:30 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Apples AirPods Pro 3 sind die neueste Generation der beliebten kabellosen Kopfhörer. Foto: Nic Coury/AFP
Apples AirPods Pro 3 sind die neueste Generation der beliebten kabellosen Kopfhörer. Foto: Nic Coury/AFP
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Am Dienstag hat Apple unter anderem das iPhone 17, iPhone Air und die Airpods Pro 3 vorgestellt. Doch auf eine der spannendsten neuen Funktionen müssen Apple-Nutzer in der EU zunächst verzichten.

Das iPhone Air kommt deutlich dünner daher als die bisherigen Generationen der Apple-Smartphones. Der US-Konzern hat am Dienstagabend neben der neuen Generation des iPhones auch die neuen Modelle der Computeruhr Apple Watch und der kabellosen Kopfhörer AirPods Pro vorgestellt.

Eine der spannendsten Neuerungen: Die AirPods Pro können in Echtzeit Fremdsprachen in Gesprächen übersetzen. Zum Beispiel beim Urlaub im fremdsprachigen Land oder für Arbeits-Meetings mit internationalen Kontakten kann das eine echte Erleichterung sein.

Aktiviert wird die Live-Übersetzung über eine Geste direkt an den Airpods. In der Umgebung aufgenommene Sprache wird direkt übersetzt, während die Lautstärke der sprechenden Person reduziert wird. Die Übersetzung der eigenen Antwort kann parallel dazu auf dem iPhone-Bildschirm angezeigt, oder vorgelesen werden. Tragen beide Gesprächspartner die Kopfhörer, hören sie jeweils in ihrer Muttersprache, was der andere sagt.

So stellt Apple die Übersetzungsfunktion in diesem Video ab Minute 6:42 vor:

Ein Firmware-Update für die Airpods Pro 2 und Airpods 4 soll neue Funktionen auch für diese Modelle verfügbar machen. Die Übersetzung klappt für Englisch, Französisch, Portugiesisch, Spanisch und Deutsch. Weitere Sprachen sind angekündigt. Voraussetzung: Ein iPhone 15 Pro oder neuer und das Betriebssystem iOS 26.

Was in der Präsentation nicht erwähnt wird: Die Live-Übersetzung ist für EU-Nutzer nicht verfügbar. Apple schreibt dazu in einem Support-Dokument: „Die Live-Übersetzung mit AirPods ist nicht verfügbar, wenn Sie sich in der EU befinden und Ihr Apple-Konto-Land oder -Region ebenfalls in der EU ist.“ Unklar ist, ob die Funktion später auch hierzulande freigeschaltet wird.

Bereits bei der Einführung von „Apple Intelligence“ kamen EU-Nutzer rund ein halbes Jahr nach dem US-Start zum Zug. Das KI-System von Apple war in der Europäischen Union zunächst nicht verfügbar, da rechtliche Unsicherheiten durch den Digital Markets Act (DMA) und die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) bestanden.

Diese europäischen Regelungen stellen strenge Anforderungen an große Technologieunternehmen, sogenannte „Gatekeeper“, und verlangen unter anderem, dass sie anderen Anbietern Zugang zu ihren Plattformen gewähren und keine eigenen Dienste bevorzugen dürfen.

(Mit Material von dpa.)

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