Teufelsinsel lockt  Richtig Party beim Dockside-Festival in Emden

Stephanie Schuurman
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Von Stephanie Schuurman
| 31.08.2025 11:22 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
So viele Menschen: Das sieht man selten auf der alten Werft der Teufelsinsel. Fotos: Stephanie Schuurman
So viele Menschen: Das sieht man selten auf der alten Werft der Teufelsinsel. Fotos: Stephanie Schuurman
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300 Gäste, Top-Acts und maritimes Flair – das war die Nacht auf der Teufelsinsel in Emden. Veranstalter verspricht Wiederholung.

Emden - „Das war eine richtig geile Party.“ Erleichterung ist Martin Sährig vom Arbeitskreis historischer Schiffbau am Tag nach dem Dockside-Festival auf der Teufelsinsel durchaus anzumerken. Vor allem aber Begeisterung. Denn das Konzept ist schon bei der Zweitauflage am Freitagabend, 29. August 2025, richtig aufgegangen. So gut, dass für den Hauptinitiator schon jetzt feststeht, „das machen wir nächstes Jahr wieder“. Das Dockside-Festival schickt sich also an, Kultstatus zu erlangen.

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Das sind die Bilder vom Dockside-Festival auf der Teufelsinsel in Emden
31.08.2025

Wer die Party jetzt verpasst hat, kann sich also auf 2026 freuen. Dann wird man wieder die Chance haben, auf das sonst für Unbefugte eher verschlossene Werftgelände der Landzunge nahe der Schleuse zu kommen. An diesem Freitagabend aber waren alle willkommen. Einladend war schon der Fußweg zum Party-Areal. Lichterketten, maritime Objekte, historische Fotos. Am Einlass die ersten freundlichen Helfer. Mit 14 Leuten stemmte Sährig Catering und Cocktailbar.

Ehrengäste und Zusammenhalt

Sonst wird an dieser Stelle, an der man einen überragenden Rundumblick auf den Binnenhafen hat, an Booten gewerkelt. Auf dem gegenüberliegenden Ufer steht der alte Bockkran der Nordseewerke. Die Tjalk „Anne“ ist hier als Jugendsozialprojekt entstanden. Jetzt baut der Arbeitskreis mit Jugendlichen bunte Boote. Auch Drachenboote sind an dieser Stelle inzwischen ein Thema, sagt Sährig. Er hat das erfolgreiche Emder Sporting-Team als Mitglieder für den Arbeitskreis gewonnen. Und somit wohl auch nochmal mehr potenzielle Festival-Gäste erreicht.

Eingrooven: Saxophonist Frank Regener und Dilana machen schon Stimmung – sehr zur Freude von Martin Sährig (links).
Eingrooven: Saxophonist Frank Regener und Dilana machen schon Stimmung – sehr zur Freude von Martin Sährig (links).

Sährig will so vielen Leuten aus der Region wie möglich das Potenzial der alten Werft nahe der Nesserlander Schleuse näherbringen. Er freute sich besonders darüber, dass auch Krummhörns Bürgermeisterin Hilke Looden (parteilos) gekommen war. „Wir sind ja eine maritime Region mit Greetsiel“, sagte Sährig. Dass Emdens Oberbürgermeister passen musste, lag wohl am zeitgleich veranstalteten jährlichen Betriebsfest der Stadt, das auch viele Emder gebunden hatte.

Burger, Wurst und Aperol an coolen Theken

Aber etwa 300 Leute waren es bestimmt, die bei der Zweitauflage des Dockside-Festival auf der Teufelsinsel mitgefeiert haben. Das sind mehr als doppelt so viele wie bei der Premiere, die im September 2024 zunächst als „Testballon“ hergehalten hatte. Da war die Besucherzahl noch reglementiert, Musik und Bewirtung sehr maritim ausgerichtet. An diesem Freitagabend sollte das Programm umfangreicher werden. Und bis auf zwei derbe Regenschauerphasen blieb es an diesem Sommerabend weitgehend trocken – anders als bei der Premiere.

Es gab also noch viel mehr als diese besondere Atmosphäre auf dem Werftgelände, das überall mit restaurierungsbedürftigen Holzbooten dekoriert und mit Feuertonnen ausgeleuchtet war. Es gab mehr als Burger, Wurst und Aperol an coolen Theken aus dann nicht mehr reparaturfähigen Booten. Es gab auch lauschige Plätze am Wasser, wohin sich Leute zurückziehen konnten, die sich hier wiedergetroffen hatten und mal quatschen wollten.

Dilana flashte alle

Vor allem gab es auch die passende Musik zu dieser besonderen Location. Die Band „Fern der Heimat“ trat erneut mit maritim-stimmungsvollen Klängen auf, ihr Saxophonist Frank Regener hatte am früheren Abend schon mit Balladen und entspannten Reggae- sowie Chillout-Vibes alles stimmungsvoll untermalt. Der Kracher aber kam mit dem Haupt-Act. Die Künstlerin „Dilana“ – bekannt aus „The Voice of Holland“ – begeisterte mit rockiger und souliger Musik. „Sie hat alle geflasht“, schwärmt Sährig.

Für Dilana war es sogar die Deutschland-Premiere. Sie will wiederkommen, sagt Sährig, schon weil Ton- und Lichttechnik perfekt bei diesem Open-Air bestens funktioniert hätten. Das Werft-Ambiente schreie geradezu nach Wiederholung. Nächstes Jahr also zum dritten Mal. Dann auch für die, die dieses Event bislang verpasst haben.

Und was gibt es zu diesem Festival noch zu sagen? Der gesamte Überschuss bleibt auf der Teufelsinsel. Es ist Benefiz für die Projekte des Arbeitskreises historischer Schiffbau, für bunte Boote und nicht zuletzt für den Unterhalt der Tjalk „Anne“.

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