Esens und Firrel gefordert Landesliga-Sorgenkinder streben Heimsiege an
Die Esenser warten noch auf den ersten Punkt, Firrel nach drei Pleiten in Serie auf ein neues Erfolgserlebnis. Trotz der Misere gehen beide Teams die unterschiedlichen Aufgaben positiv an.
Ostfriesland - Für TuS Esens und GW Firrel läuft es in der Fußball-Landesliga bislang alles andere als rund. Beide Teams rangieren am Tabellenende, beide stehen nach dem schwachen Start bereits unter Druck. Am Sonntag, 31. August, hoffen die Ostfriesen auf die Wende: Esens empfängt ab 14 Uhr den VfR Voxtrup, Firrel spielt um 16 Uhr zuhause gegen den SC Melle 03.
Beim TuS Esens ist die Lage ernüchternd: Vier Spiele, vier Niederlagen, null Punkte – Schlusslicht der Tabelle. Dennoch ist die Stimmung nicht gänzlich gedrückt, denn die Leistungskurve zeigt leicht nach oben. Besonders beim jüngsten 1:4 in Bevern war mehr drin. Trainer Ralf Backhaus verweist darauf, dass sein Team über weite Strecken ebenbürtig war: „Wir haben 60 Minuten das Spiel bestimmt, unsere Chancen aber nicht genutzt.“
Das fordert Backhaus
Gerade die Chancenverwertung bleibt ein großes Problem, dazu kommt eine zu anfällige Defensive. Backhaus fordert mehr Härte, mehr Körperkontakt und mehr Selbstvertrauen, um endlich in der Liga anzukommen. Gegen Voxtrup wird es darauf ankommen, aktiver zu agieren und sich nicht wieder zu tief in die eigene Hälfte fallen zu lassen.
Der VfR Voxtrup reist als Tabellenzwölfter nach Esens. Der Mitaufsteiger aus Osnabrück holte bislang drei Punkte aus vier Spielen. Auffälligster Akteur ist Angreifer Fabio Lopes, der bereits dreimal traf. Insgesamt gilt Voxtrup als kampfstark und laufintensiv, mit einem robusten Mittelfeld. Für Esens bedeutet das, dass man sich auf ein hart umkämpftes Spiel einstellen muss. Personell gibt es kleinere Fragezeichen: Ob Isaiah Stainbank rechtzeitig fit wird, ist offen. Sicher fehlen wird dagegen Hauke Bents aus beruflichen Gründen.
Die Firreler Gefahr
Auch GW Firrel ist nach vier Spieltagen im Tabellenkeller zu finden. Drei Niederlagen bei nur einem Sieg lassen die Mannschaft von Trainer Bernd Grotlüschen auf Platz 15 zurück. Besonders bitter war die jüngste 2:3-Niederlage gegen den VfL Oldenburg, bei der Firrel eine 2:0-Führung noch verspielte. „Das war ein Spiel auf schwachem Landesliga-Niveau, eigentlich hätte keine Mannschaft den Sieg verdient. Aber wenn man 2:0 führt, muss man das gewinnen“, ärgerte sich Co-Trainer Julian Bennert.
Am Sonntag geht es gegen den SC Melle 03, der bislang ungeschlagen ist. Mit einem Sieg und drei Unentschieden rangiert der Gegner auf Platz 7. An eine 1:8-Klatsche aus dem Mai gegen denselben Gegner denkt in Firrel aber niemand mehr. Bennert ordnet klar ein: „Das war ein Sommerkick mit einer Rotationself.“ Sorgen macht vielmehr die aktuelle Tabellenlage: „Wenn wir jetzt nochmal verlieren, rutschen wir unten richtig rein.“
Taktik im Fokus
Bei den Grün-Weißen sieht die personelle Lage jedoch ordentlich aus. Zwar fehlt Nico Gereke privat, dazu kommt die Rotsperre für Bastian Schaffer. Doch Bennert selbst ist nach seiner Verletzung wieder zurück und bringt zusätzliche Optionen.
Tipps
Esens - Voxtrup 2:1. Der TuS Esens wartet zwar noch auf die ersten Punkte, zeigte zuletzt in Bevern aber über eine Stunde eine ordentliche Leistung. Gegen den Mitaufsteiger ist mit einer ähnlichen Einstellung das erste Erfolgserlebnis möglich. Firrel - Melle 3:2. Trotz des Fehlstarts ist Grün-Weiß Firrel im Heimspiel eine Reaktion zuzutrauen. Nach intensiver Trainingsarbeit könnte es gelingen, den noch ungeschlagenen Gast aus Melle in einem engen Spiel niederzuringen.
Im Training stand zuletzt das taktische Verständnis im Vordergrund – eine Baustelle, die in den vergangenen Wochen mehrfach sichtbar wurde. Bennert betont, dass der Kader reichlich Erfahrung mitbringt: Viele Spieler haben Landesliga- oder sogar Regionalliga-Vergangenheit. Genau deshalb erwartet er, dass die Mannschaft jetzt eine Reaktion zeigt.