Parken in Emden  Parkplatz an der Pottgießerstraße wird voll gesperrt

Mona Hanssen
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Von Mona Hanssen
| 26.08.2025 14:33 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Parken kann man hier am 27. August erst einmal nicht: der Parkplatz an der Pottgießerstraße in Emden. Foto: Hanssen/Archiv
Parken kann man hier am 27. August erst einmal nicht: der Parkplatz an der Pottgießerstraße in Emden. Foto: Hanssen/Archiv
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Der Parkplatz an der Pottgießerstraße in Emden wird für einen Tag voll gesperrt. Der Grund: Erkundungen für den geplanten Parkhaus-Neubau.

Emden - An der Pottgießerstraße in Emden wird an diesem Mittwoch, 27. August 2025, der große Parkplatz voll gesperrt. Das teilt die Stadt mit. Die Absperrung übernimmt der Bau- und Entsorgungsbetrieb Emden (BEE). Der Parkscheinautomat werde für den Zeitraum der Arbeiten entsprechend beklebt und umprogrammiert. Als alternative Parkmöglichkeit wird insbesondere das Parkhaus am Wasserturm vorgeschlagen. Die Vollsperrung ist nötig, weil der Baugrund des aktuellen Pottgießerstraße-Parkplatz erkundet werden soll. Dort ist der Bau eines Parkhauses geplant.

Mindestens 200 Stellplätze mit einer komfortableren Stellplatzbreite über dem gesetzlichen Mindestmaß von 2,50 Meter sind dort geplant, zuzüglich Behindertenstellplätze im Außenbereich. E-Ladesäulen und Fahrradstellplätze sollen eingebaut werden. Von außen soll das Parkhaus zwei ensemblebildende, verklinkerte Fassadenseiten Richtung Pottgießerstraße sowie Agterum und zwei begrünte Fassadenseiten haben. Das Parkhaus wird laut Plan so hoch wie die Neutor-Arkaden sein.

Stadt setzt großes Parkraumkonzept um

Der Plan war zuletzt unter anderem im Dezember 2024 vorgestellt worden, als der Politik der große Wurf in Sachen Parken in der Innenstadt präsentiert wurde. Der Hintergrund: Anfang des Jahres war auf mehr als der Hälfte der öffentlichen Parkplätze das Parken noch kostenlos. Das sorgte für einen großen Parkdruck und -suchverkehr in bestimmten Innenstadt-Bereichen, beispielsweise in der Ringstraße und Klein Faldern. Im Laufe des Jahres sind daher schrittweise mehr Bereiche der Innenstadt in ein Parkkonzept aufgenommen worden. Zeitnah folgen Klein Faldern und der Rest von Groß Faldern, hieß es zuletzt. Auch hier wird das Parken dann kostenpflichtig.

Teil des Parkkonzeptes ist auch ein Parkhaus-Neubau an der Pottgießerstraße und später auch an der Medmannstraße im Behördenviertel. Damit sollen Autos stärker aus der Innenstadt herausgehalten werden. Das geplante Parkhaus an der Pottgießerstraße soll nicht von der Stadt, sondern einem privaten Investor erbaut werden. Allerdings: Das Grundstück würde durch einen Erbpacht-Vertrag im Eigentum der Stadt bleiben. Ob die Stadt dem Betreiber einen Zuschuss zahlt, beispielsweise aus Überschüssen der kostenpflichtigen Parkplätze im Kerngebiet, ist noch offen.

Parkhaus könnte Ende 2026 in Betrieb gehen

Zum Zeitplan hieß es im Februar, dass eine Marktakquise nebst der Durchführung von Wirtschaftlichkeitsberechnungen fortgesetzt und ein entsprechendes Vergabeverfahren vorbereitet werde. Zielsetzung war eine Veröffentlichung dieses Verfahrens noch im ersten Quartal 2025. Im Anschluss an das Vergabeverfahren soll das Parkhaus schlüsselfertig zum Jahresende 2026 fertiggestellt sein und in den Betrieb gehen, hieß es.

Allerdings: Sollte es aus heutiger Sicht keine Investoren für die jeweiligen Parkhäuser geben, wird eine sofortige Evaluation des gesamten Parkkonzeptes erfolgen. So heißt es im Beschluss, der im Februar von der Emder Politik gefasst wurde.

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