Gegen Absteiger und Spitzenreiter  Ostfrieslands Landesligisten Firrel und Esens vor Härtetests

Julius Busboom
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Von Julius Busboom
| 22.08.2025 19:06 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Manuel Suda (Mitte) und GW Firrel hoffen auf den zweiten Heimsieg der Saison. Foto: Lohmann
Manuel Suda (Mitte) und GW Firrel hoffen auf den zweiten Heimsieg der Saison. Foto: Lohmann
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Keine leichten Aufgaben für GW Firrel und den TuS Esens. Die ostfriesischen Kellerkinder benötigen dringend Punkte. Vor allem die Grün-Weißen hoffen gegen Oldenburg auf Zählbares.

Firrel / Esens - 15. und 16. – das sind die Platzierungen der beiden ostfriesischen Vertreter der sechsten deutschen Spielklasse. Am kommenden Spieltag in der Fußball-Landesliga stehen TuS Esens und GW Firrel erneut vor schwierigen Aufgaben. Während Esens am Sonntag beim Tabellenführer SV Bevern (15 Uhr) antreten muss, empfängt Firrel zu gleicher Zeit zum Heimspiel den Oberliga-Absteiger VfL Oldenburg.

Der TuS Esens reist mit null Punkten und als Schlusslicht nach Bevern – und dennoch nicht ohne Zuversicht. „Wir haben quasi nichts zu verlieren. Genau deshalb können wir für eine Überraschung sorgen“, sagt Trainer Ralf Backhaus. Zwar sind die Ergebnisse bislang ernüchternd, doch die Leistungskurve zeigt für ihn nach oben.

Backhaus sieht Steigerung

„Von Spiel zu Spiel haben wir uns gesteigert, auch wenn die Resultate das noch nicht widerspiegeln.“ Backhaus weiß, dass sein Team vor allem die Anfangsphase überstehen muss: Bevern presst früh, spielt schnell und mit viel Energie. Problemzone beim TuS Esens war bisher die Defensive – zu viele Gegentore, zu anfällig bei Kontern. Zudem fällt Mittelfeldmann Isaiah Stainbank verletzt aus.

Trainer Ralf Backhaus gastiert mit dem TuS Esens beim Tabellenführer Bevern. Foto: Steenhoff
Trainer Ralf Backhaus gastiert mit dem TuS Esens beim Tabellenführer Bevern. Foto: Steenhoff

Bei Firrel ist nach zwei Niederlagen der Wille groß, die Wende einzuleiten. Nach deutlichen Schwächen in der Defensive soll die Abwehr stabilisiert werden, personelle Veränderungen sind geplant. Positiv: Verletzungssorgen gibt es keine, sodass Trainer Bernd Grotlüschen auch personell mehrere Optionen hat.

Kein gewöhnlicher Landesligist

Der Gegner VfL Oldenburg ist kein gewöhnlicher Landesligist. Der Traditionsverein aus der Huntestadt spielte zuletzt jahrelang eine Klasse höher in der Oberliga Niedersachsen und war 2018 sogar kurzzeitig in der Regionalliga vertreten. Mit dem Abstieg in diesem Sommer kehrte der VfL erstmals seit langer Zeit in die Landesliga zurück und galt vor der Saison - auf dem Papier, trotz Umbruchs - als einer der Mitfavoriten auf den direkten Wiederaufstieg. Dies ist nach den ersten drei Spieltagen noch nicht zu erkennen: Aktuell rangiert Oldenburg auf Platz 14, mit nur einem Sieg bisher. Für Firrel bedeutet das ein Kräftemessen mit einer ernstzunehmenden, aber nicht unschlagbaren Mannschaft. Grotlüschen und sein Team setzen dem die Geschlossenheit und Heimstärke entgegen.

Tipps:

Firrel - Oldenburg 3:2

Der Oberliga-Absteiger reist als Favorit an, doch Firrel ist nach dem Fehlstart hoch motiviert. Mit voller Kapelle, neuen personellen Impulsen und der Unterstützung der eigenen Zuschauer ist dem Team ein Heimsieg durchaus zuzutrauen.

Bevern - Esens 3:1

Zwar reist der TuS als Tabellenletzter zum Spitzenreiter, doch die Leistungskurve zeigte zuletzt nach oben. Für ein komplettes Überraschungsergebnis dürfte es nicht reichen, aber ein eigener Treffer ist der Mannschaft durchaus zuzutrauen. Am Ende sollte sich die Qualität des Favoriten durchsetzen.

„Die Mannschaft ist gewillt, den Bock umzustoßen“, betonte er vor dem Spiel. Mit voller Kapelle und der Unterstützung der Zuschauer will Firrel zeigen, dass mehr in der Mannschaft steckt, als die Tabelle bislang vermuten lässt. Ein Erfolg gegen Oldenburg könnte die Stimmung spürbar drehen und neuen Schwung für die kommenden Wochen bringen, in denen es auch gegen direkte Konkurrenten im Tabellenkeller geht.

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