Hamburg Gmail-Nutzer aufgepasst: Vermehrte Hackerangriffe nach Datenleck – wie Sie sich schützen
Ein Datenleck bei Google und zunehmende Phishing-Angriffe sorgen für Unruhe bei Gmail-Nutzern. Wie Sie sich schützen können und wie Sie überprüfen, ob Ihr Konto Teil des Datenlecks ist.
Nach aktuellen Schätzungen sind etwa 2,5 Milliarden Gmail-Konten im Umlauf. Besitzen Sie eins davon? Dann sollten Sie unbedingt ihren Account überprüfen und nach ungewöhnlichen Aktivitäten Ausschau halten. Denn Google hat kürzlich zugegeben, einem Datenleck zum Opfer gefallen zu sein. Nun nehmen die Meldungen von Gmail-Nutzern zu, von Phishing-Attacken betroffen zu sein.
Anfang August hat Google bekanntgemacht, dass ein Datendiebstahl vorliegt, der mutmaßlich mit der Erpressergruppe „ShinyHunters“ zusammenhängt. Demnach wurden sowohl aus der Google-Salesforce-Datenbank sowie bei der Google Threat Intelligence Group persönliche Kontoinformationen entwendet. Google hat nach eigenen Angaben umgehend gehandelt, betroffene Kontoinhaber informiert und beschwichtigt, dass es sich bei den entwendeten Daten auf „grundlegende und weitgehend öffentlich zugängliche Unternehmensinformationen wie Firmennamen und Kontaktdaten“ beschränkt. Der Fall geht wohl bereits auf den Juni zurück.
Trotzdem berichten Gmail-Nutzer aktuell im Online-Forum Reddit über eine Welle neuer Cyber-Angriffe. Darin beschreiben sie eine perfide Betrugsmasche: Kriminelle rufen potenzielle Opfer an, geben sich als Mitarbeiter des Google-Supports aus und warnen ihre Gesprächspartner vor vermeintlichen Hackern auf das Gmail-Konto. Dann behaupten sie, dass ein Zurücksetzen des Passworts erforderlich sei, um den angeblichen Angriff zu stoppen. Folgt man der Anweisung, erhält man einen Sicherheitscode per E-Mail, den man den Betrügern telefonisch vorlesen soll. Doch tut man dies, wird man tatsächlich Opfer eines Hackerangriffs.
Das Gravierende: Bei vielen Internetnutzern stimmen das Gmail-Konto und ihr Google-Konto überein. Zudem wird das Google-Konto oft auch für die Anmeldung auf weiteren Webseiten verwendet. Ist also einmal das Gmail-Konto gehackt, könnten Kriminelle auch Zugriff auf die hinterlassenen Daten anderer Webseiten erhalten.
Ob ein Zusammenhang zwischen dem Datenleck und den aktuellen Angriffen besteht, ist nicht bekannt. Das heißt gleichzeitig: Selbst Gmail-Nutzern, deren Konten nicht in besagter Datenbank hinterlegt waren, können solche Cyberangriffe drohen.