Kommende Wahl  Uplengens Bürgermeister Trauernicht kündigt Rückzug an

Lars Löschen
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Von Lars Löschen
| 22.08.2025 08:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Heinz Trauernicht sitzt an seinem jahrelangen Arbeitsplatz im Rathaus der Gemeinde Uplengen. Foto: Lars Löschen
Heinz Trauernicht sitzt an seinem jahrelangen Arbeitsplatz im Rathaus der Gemeinde Uplengen. Foto: Lars Löschen
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In Uplengen wird 2026 ein neuer Bürgermeister gewählt. Der jetzige Bürgermeister Heinz Trauernicht wird sich allerdings nicht wieder aufstellen lassen. Das sind seine Gründe.

Uplengen - Seit acht Jahren ist Heinz Trauernicht nun Bürgermeister der Gemeinde Uplengen. Er blickt auf eine „schöne Zeit“ als Verwaltungschef zurück. Wenn im kommenden Jahr die Bürgermeisterwahl in der Gemeinde stattfindet, dann werde man Trauernicht allerdings nicht auf Wahlzettel finden. „Die Entscheidung steht felsenfest und das habe ich auch vor Kurzem schon in einer nichtöffentlichen Ratssitzung bekanntgegeben“, sagt er im Gespräch mit unserer Redaktion. Dies werde sein letztes Jahr als Bürgermeister von Uplengen sein.

Im September 2017 ist Trauernicht mit 51 Prozent der Stimmen zum Bürgermeister gewählt worden – auf neun Jahre, da in Niedersachsen damals die Angleichung an den Turnus der Gemeinderatswahlen vorgesehen war. „Ich bin sehr zufrieden, was wir in den Jahren als Gemeinde erreicht haben“, so Trauernicht. In die Grundschulen habe man stetig investiert. Auch die Kindergärten und Krippen hätten davon profitiert. „Wir können weiterhin jedem Kind einen Platz anbieten“, sagt er. Es habe außerdem viele erfolgreiche Gewerbeansiedlungen gegeben.

Darauf blickt Uplengens Bürgermeister Trauernicht zurück

Besonders stolz ist Heinz Trauernicht darauf, dass Uplengen bei der Heimatcheck-Umfrage ostfriesischer Verlage so gut abgeschnitten hat. Platz drei von insgesamt 33 Städten und Gemeinden in dieser Region ist das Ergebnis. Die Menschen konnten in 14 Kategorien Punkte vergeben. Im Einzelhandel, der Gesundheitsversorgung und dem Immobilienmarkt belegt Uplengen sogar Platz eins. „Wir haben hier mehrere neue Supermärkte und im vergangenen Jahr erst ist eine neue Kinderärztin dazu gekommen“, sagt der Bürgermeister. Im Quartier Hasenburg in Remels entsteht ein neues Wohngebiet: Große Komplexe und bezahlbarer Wohnraum statt vieler kleiner Bungalows – und das auf gemeindeeigenen Grundstücken. Dafür werden noch Investoren gesucht. Das Konzept, so viel verrät Trauernicht, soll noch an zwei weiteren Standorten in Remels umgesetzt werden.

Links ist die Hasenburgstraße, rechts der Nordgeorgsfehnkanal: So soll der Platz im Quartier Hasenburg genutzt werden. Grafik: Gemeinde Uplengen/Archiv
Links ist die Hasenburgstraße, rechts der Nordgeorgsfehnkanal: So soll der Platz im Quartier Hasenburg genutzt werden. Grafik: Gemeinde Uplengen/Archiv

Ein großes Thema seien auch die Feuerwehrfusionen für Heinz Trauernicht gewesen. 15 Ortswehren sind zu fünf Fusionswehren zusammengeführt worden. Dafür wurden neue Feuerwehrhäuser gebaut. Trotz einiger Überzeugungsarbeit, die die Gemeinde bei einigen Ortswehren leisten musste, spricht er von einer „Erfolgsgeschichte für Uplengen“. Übrigens: Am letzten Standort Uplengen-West haben die Bauarbeiten angefangen. Bald gehe es mit dem Fundament los. Etwa 1,3 Millionen Euro koste das Projekt. Mitte 2026 soll es fertig sein.

Darum will sich Trauernicht nicht mehr zur Bürgermeisterwahl aufstellen lassen

„Ich fühle mich total wohl“, sagt Trauernicht. Warum also aufhören, wenn alles so gut läuft? Seine Antwort: „Man sollte aufhören, wenn es noch Spaß macht. Und mit 61 im nächsten Jahr würde ich dann mit fast 70 noch Bürgermeister sein.“ Da könne er nicht mehr so an seine Grenzen gehen, wie er es aktuell mache. „Ich werde im letzten Jahr nochmal alles geben, es aber auch genüsslich ausklingen lassen“, sagt er. Was er nach dem Amt als Bürgermeister macht, wisse Trauernicht noch nicht.

Am 13. September 2026 ist in Niedersachsen die Kommunalwahl. Die Bürgermeisterwahl in Uplengen ist noch nicht final terminiert, wird aber mit hoher Wahrscheinlichkeit auch an diesem Tag stattfinden. Der neue Bürgermeister wird dann auf acht Jahre gewählt.

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