München  Bayern-Kader zu klein? Lothar Matthäus widerspricht Harry Kane

Alexander Barklage
|
Von Alexander Barklage
| 19.08.2025 18:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Artikel teilen:

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hält den FC Bayern München vor allem dank vielversprechender Nachwuchskräfte wie Lennart Karl und Jonah Kusi-Asare für die kommende Bundesliga-Saison gut aufgestellt. Man müssen ihnen auch das nötige Vertrauen schenken, schreibt er in seiner Kolumne.

Der FC Bayern hat sich mit einem 2:1-Sieg im Supercup gegen den VfB Stuttgart den ersten Titel der Saison gesichert. Trotz kurzer Vorbereitung zeigte sich die Mannschaft bereits gut eingespielt – auch dank der Neuzugänge Jonathan Tah und Luis Díaz. Der Titelverteidiger eröffnet am kommenden Freitag die neue Bundesliga-Saison mit dem Heimspiel gegen RB Leipzig (20.30 Uhr Sky/Sat.1).

Unverständlich seien für Sky-Experten Matthäus die Aussagen von Torjäger Harry Kane zum angeblich kleinen Kader. „Es ist vermutlich einer der kleinsten Kader, in dem ich je gespielt habe“, sagte Kane nach dem Sieg im Supercup am Samstag in Stuttgart. Mit Tom Bischof kam ein weiteres Talent hinzu, zudem kehren Musiala, Davies und Ito zurück, so Matthäus. Junge Spieler wie Lennart Karl, Paul Wanner oder Jonah Kusi-Asare verdienten nun echte Einsatzchancen – selbst ohne einen möglichen Nkunku-Transfer sei der Kader ausreichend.

Kritik übte Matthäus auch an Trainer Vincent Kompany, der in Stuttgart lieber den erfahrenen Raphaël Guerreiro ins Spiel brachte, statt einem Youngster, wie Lennart Karl oder Kusi-Asare, Vertrauen zu schenken. Die Bayern-Verantwortlichen hätten es sicherlich gerne gesehen, wenn ein junger Spieler in die Partie gekommen wäre, schreibt Matthäus in seiner Sky-Kolumne. In den Vorbereitungsspielen hätten die jungen Spieler überzeugt und hatten sich das Vertrauen des Trainers eigentlich erarbeitet.

Im Fall um den möglichen Wechsel von Stuttgarts Nationalspieler Nick Woltemade rechnet Matthäus nicht mit einem Wechsel: VfB-Boss Wehrle halte normalerweise sein Wort, und kurzfristig sei ein Ersatz kaum zu finden. Zwar sei das Transferfenster bis September offen, doch Bayern werde seiner Einschätzung nach nicht jeden Preis zahlen – ähnlich wie schon bei Tah im Vorjahr.

Ähnliche Artikel