Hannover  AfD-Abgeordnete provoziert wieder – diesmal gegen Käsehersteller Milram

Jonas E. Koch
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Von Jonas E. Koch
| 19.08.2025 17:30 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
AfD-Landtagsabgeordnete Vanessa Behrendt. Foto: dpa/ Julian Stratenschulte
AfD-Landtagsabgeordnete Vanessa Behrendt. Foto: dpa/ Julian Stratenschulte
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Gegen Vanessa Behrendt laufen mehrere Verfahren wegen Volksverhetzung – und die niedersächsische AfD-Landtagsabgeordnete provoziert weiter. Diesmal stört sie sich an einer Käseverpackung.

Eine aktuelle Werbekampagne von Milram stößt der AfD-Abgeordneten Vanessa Behrendt sauer auf. Seit Kurzem sind die Käseverpackungen des Herstellers mit unterschiedlichen Illustrationen bedruckt, die Menschen in heller und dunkler Hautfarbe zeigen. „Von August bis Oktober bringen wir Farbe ins Kühlregal und deinen Frühstückstisch!“, kündigte das Unternehmen die Kampagne an, die von verschiedenen Künstlern designt wurde. Damit soll „ein Statement für unseren Markenwert Gemeinschaft“ gesetzt werden.

„Nö danke, Milram“, kommentierte Behrendt auf der Plattform X. „Ich kaufe euren Käse gerne wieder, sobald ihr wieder klarkommt.“ Nach drei Tagen hat ihr Post bereits fast 800.000 Menschen erreicht, mehr als 12.000 Menschen haben den Beitrag inzwischen geliked. In den rund 1600 Kommentaren unter dem Beitrag entbrannte ein reger Streit um ihre Kritik.

„Die Gestaltung ist bewusst unpolitisch und spiegelt visuell die Vielfalt unserer Gesellschaft wider – nicht mehr und nicht weniger“, erklärt eine Pressesprecherin des Milram-Mutterkonzerns dmk Group gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Versuche, aus den Verpackungen eine politische Botschaft abzuleiten, wirken konstruiert und gehen am eigentlichen Anliegen der Aktion vorbei.“

Das Unternehmen distanzierte sich der Zeitung zufolge von jeglichen rassistischen und diskriminierenden Äußerungen. „Wir stehen für Respekt, Vielfalt und ein wertschätzendes Miteinander – und verurteilen jede Form von Diskriminierung.“

Ende Juni sorgte Behrendt mit einem „Kinderschutzkongress“ in Hannover für Aufsehen, auch ihre Äußerungen auf X ziehen immer wieder Empörung nach sich – und manchmal auch Ermittlungsverfahren:

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