Ärger beim Bau Emder Kunstpromenade wird jetzt ausgebessert
Schon im Januar hatte sich Oberbürgermeister Tim Kruithoff öffentlich über die Baumängel an der Emder Kunstpromenade geärgert. Jetzt rücken Bauunternehmen an.
Emden - Sie soll den Weg vom Hauptbahnhof in die Innenstadt und zur Kunsthalle verschönern, doch bislang gab es hauptsächlich Diskussionen über Baumängel und einen falschen Bodenbelag: Jetzt wird die Emder Kunstpromenade ausgebessert. Ab Donnerstag, 31. Juli 2025, beginnt die Firma Tell Bau mit der Nachbearbeitung des gelben Asphaltdeckbelags auf der Promenade zwischen Chinesentempel und Hahn‘scher Insel. Das teilt die Stadtpressestelle aktuell mit.
Für die Durchführung der Maßnahmen müsse die gesamte gelbe Asphaltfläche – einschließlich der Bushaltestelle – vollständig gesperrt werden. Eine angepasste Verkehrssicherung werde für den Zeitraum vom 31. Juli bis voraussichtlich zum 12. August eingerichtet.
Diese Ausbesserungen sind geplant
Zunächst werden mit einer Feinfräse vorhandene Unebenheiten entfernt, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Das dauert offenbar nur ein paar Tage, denn in darauffolgenden Woche soll die Firma Possehl die abschließenden Arbeiten zur Erneuerung der Oberfläche erledigen. Die Stadt hatte sich für einen gelben oder beigefarbenen Asphalt entschieden wegen seines „harmonischen, strahlenden und hellen Charakters“, hieß es im vergangenen Jahr auf Nachfrage dieser Zeitung. Eine Assoziation mit Sand sei dabei auch erwünscht. Doch die Übergänge zwischen den unterschiedlichen Asphaltflächen sind uneben, an einigen Stellen ist der Belag aufgeraut. Wasser steht in leichten Kuhlen. Auch sind Flecken und Graffiti darauf sehr deutlich zu sehen.
„Die städteplanerische Idee hinter der Asphaltfarbe liegt in der Imitation einer natürlichen Fläche des Wegebaus“, erklärte Stadtsprecherin Theda Eilers im vergangenen Jahr. Dies soll bei der Überarbeitung der Fläche auch noch deutlicher werden. Gleichzeitig müsse gerade der Wegebau in diesem Bereich sehr robust sein, sodass aus fachlichen als auch aus Kostengründen gefärbter Asphalt gewählt wurde, schrieb sie.
Weil die Maßnahme aus dem Förderprogramm „Grünes Band“ gefördert wird und es der Verwaltung wichtig ist, auch noch Mittel für die Sanierung des Schwanenteichgeländes zu halten, wurden an einigen Stellen Kompromisse nötig, hieß es. Rund 777.000 Euro sind für die Gestaltung des etwa 200 Meter langen Abschnitts eingeplant. Die Stadt zahlt ein Drittel der Summe, den Rest tragen Bund und Land.