Saison-Vorschau GW Firrel startet neuen Angriff auf das vordere Drittel
Der ostfriesische Landesligist hat den Kader verstärkt und hat sich entsprechend ambitioniertere Ziele gesetzt. Konstanz ist das große Thema.
Firrel - Nach einer durchwachsenen letzten Landesligasaison, die mit einem 10. Tabellenplatz endete, blicken die Verantwortlichen von Grün-Weiß Firrel der neuen Spielzeit nun optimistisch und erwartungsfroh entgegen. Schon seit Ende Juni befindet sich die Mannschaft der Grün-Weißen in der Vorbereitung. In den Testspielen ließen die Firreler schon mit einigen positiven Ergebnissen aufhorchen. So unterlag man gegen den Regionalligisten Kickers Emden in Firrel nur knapp mit 2:3 Toren und auch die Leistung gegen den Oberligisten Atlas Delmenhorst war sehr gut. Beim 4:3-Erfolg von Atlas konnte man trotz des Klassenunterschiedes sogar spielerisch mithalten. Zudem wurde der Ostfriesland-Cup gewonnen.
Veränderungen im Kader
Drei Abgängen stehen acht Neuzugänge gegenüber, wodurch der Kader wesentlich verbreitert wurde. „Das musste auch sein“, so das Trainergespann Bernd Grotlüschen und Julian Bennert, „denn in der letzten Saison war die Personaldecke teilweise sehr dünn.“
Für die Abwehr wurde Arif Özsimsek verpflichtet. Er ist ein schneller, talentierter Innenverteidiger, der in Firrel seinen Weg machen wird. Joost Diekmann kommt vom TuS Pewsum und war Wunschspieler des Trainerteams. Er ist im Mittelfeld vielseitig einsetzbar. Felix Bohe und Sebastian Schaffer kommen beide vom Regionalligisten SSV Jeddeloh. Diese Transfers kamen durch die guten Beziehungen von Firrels Co-Trainer Julian Bennert zustande. Felix und Sebastian seien wertvolle Verstärkungen, denn sie bestritten zusammen über 100 Regionalligaspiele.
Mit Oleg Schibelbein (JFV Edewecht), Mishel Hanna, Pascal Hötzel (beide GW Firrel II) und Oliver Grünefeld (TuS Collinghorst) sind weitere Spieler zur Erweiterung des Kaders dazugekommen.
Firrel-Kader
Zugänge: Arif Özsimsek (SV Thüle), Joost Diekmann (TuS Pewsum), Bastian Schaffer, Felix Bohe (beide SSV Jeddeloh), Oleg Schibelbein (JFV Edewecht), Mishel Hanna, Pascal Hötzel (beide GW Firrel II), Oliver Grünefeld (TuS Collinghorst).
Abgänge: Jendrik Janßen (Frisia Wilhelmshaven), Andre Lücht (SV Holtland), Pasca de Buhr (pausiert).
Tor: Felix Bohe, Jann Hellmers, Pascal Hötzel.
Abwehr: Arif Özsimsek, Nico Gerecke, Henning Röbke, Fynn Dierks, Ralf Grotlüschen, Samuel Schönfelder, Ousamma Marmouk, Oliver Grünefeld.
Mittelfeld: Tim Schouwer, Bastian Schaffer, Joost Diekmann, Mishel Hanna, Oleg Schibelbein, Michael Olbrys, Felix Karius, Manuel Suda, Julian Bennert.
Angriff: Steffen Busemann, Tristan Darsow, Reinhard Grotlüschen, Torben Lange.
Trainer: Bernd Grotlüschen.
Saisonziel: Oberes Drittel.
Meisterschaftsfavorit(en): BW Papenburg, Eintracht Nordhorn, BV Bevern.
Das Trainerteam
Cheftrainer Bernd Grotlüschen trainiert die Grün-Weißen nun schon im zehnten Jahr und kennt die Landesliga in- und auswendig. Seit vergangener Saison steht ihm mit Julian Bennert ein sehr erfahrener Ex-Regionalspieler als spielender Co-Trainer zur Verfügung. Seit dieser Saison kümmert sich Julian Bennert auch um die Kaderplanung. „Von seinen Kontakten profitieren wir enorm“, so Firrels Vorsitzender Johannes Poppen. Neu im Trainerstab ist seit Vorbereitungsbeginn Thorben Lange, der als zweiter Co-Trainer das Trainerduo bei der Trainingsarbeit unterstützt. Darüber hinaus steht er den Grün-Weißen natürlich weiterhin als Stoßstürmer zur Verfügung.
Eigene Ziele
Das Trainerteam möchte im oberen Tabellendrittel mitspielen. „Im Vergleich zur vergangenen Saison haben wir an Qualität dazugewonnen“, ist Julian Bennert überzeugt. „Wir müssen aber als Team noch lernen, unser Potenzial auch in jedem Spiel abzurufen. Wenn wir in den ersten sechs Spielen gut starten, ist vieles möglich.“ Die Saison beginnt mit einem „Kracher“, denn schon im ersten Spiel müssen die Grün-Weißen beim letztjährigen Vizemeister BW Papenburg antreten. Danach folgen mit GW Mühlen, BV Garrel, Absteiger VfL Oldenburg und dem Spitzenteam des SC Melle schwere Spiele, in denen die Trauben hochhängen. „Spätestens nach den ersten fünf Spielen werden wir wissen, wo wir leistungsmäßig stehen“, so Trainer Bernd Grotlüschen.
Unsere Prognose
Das GW-Team ist wie eine Wundertüte. Gegen die starken Gegner liefen die Firreler meistens zur Topform auf, während es gegen die vermeintlich schwächeren Teams auch häufig unerwartete Niederlagen gab. Sollten die Neuverpflichtungen voll einschlagen und es dem Trainerteam gelingen, Konstanz in das Team zu bekommen, müsste eine Platzierung unter den Top fünf möglich sein.