Absteigern wird wenig zugetraut  In der Fußball-Ostfrieslandliga gibt es zwei Topfavoriten

| | 25.07.2025 15:38 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die junge Mannschaft des TSV Friesenstolz Riepe haben fast alle als Titelkandidaten auf dem Zettel. Foto: Jens Doden, Emden
Die junge Mannschaft des TSV Friesenstolz Riepe haben fast alle als Titelkandidaten auf dem Zettel. Foto: Jens Doden, Emden
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An diesem Wochenende beginnt die Saison in der Ostfrieslandliga. Sieben verschiedene Klubs wurden als Meisterschafts-Kandidaten genannt – zwei besonders häufig.

Ostfriesland - Der TSV Friesenstolz Riepe und der VfB Uplengen starten als Topfavoriten in die Fußball-Ostfrieslandliga-Saison. Die beiden Klubs, die in der abgelaufenen Saison noch knapp am Aufstieg in die Bezirksliga vorbeigeschrammt waren, wurden in der Meisterumfrage unter allen 16 Teams am häufigsten genannt. Der TSV Friesenstolz erhielt 14 Stimmen – lediglich der Holter SV und der TSV selbst nannten den Drittplatzierten der abgelaufenen Saison nicht als Meisterfavoriten. Der VfB Uplengen kam auf elf Nennungen – das sind mit Abstand die zweitmeisten.

Allerdings macht kein einziger Ostfrieslandligist Aufstiegsambitionen öffentlich. „Wir wollen die starke Rückrunde bestätigen und uns weiterentwickeln“, sagt Riepe-Trainer Sören Tomljanovic. „Ich gehe davon aus, dass die Liga durch die starken Aufsteiger noch ausgeglichener ist als in der Vorsaison und es oben noch lange spannend sein wird.“

Der VfB Uplengen mit Trainer Carsten Gündel (Foto) möchte erneut oben mitspielen. Die Mannschaft des Fünften der vergangenen Saison ist eingespielt. Foto: Doden, Emden
Der VfB Uplengen mit Trainer Carsten Gündel (Foto) möchte erneut oben mitspielen. Die Mannschaft des Fünften der vergangenen Saison ist eingespielt. Foto: Doden, Emden

Strudden kämpft mit Verletzungspech

Neben Riepe und Uplengen gab auch der SV Holtland/Brinkum, der sich mit erfahrenen Spielern qualitativ und quantitativ verstärkt hat, Platz eins bis fünf als Saisonziel an. Das „obere Tabellendrittel“ möchten der SV Jheringsfehn/Stikelkamp/Timmel und Ostfrisia Moordorf erreichen. Zwei Klubs machten öffentlich gar keine Angabe zum eigenen Saisonziel: Bezirksliga-Absteiger TuS Strudden und Ostfrieslandliga-Aufsteiger Eintracht Ihlow. Beide gehören aber zu den sieben Vereinen, die mindestens einmal als Titelkandidat angegeben wurden. Der TuS Strudden kam ebenso wie der SV Holtland/Brinkum auf vier Meister-Nennungen.

Der TuS Strudden konnte bis auf Top-Torjäger Michael Grünjes, der zum TuS Middels gewechselt ist, alle Stammspieler aus der Bezirksliga halten. „Zu Vorbereitungsbeginn dachte ich auch, dass es eine richtig geile Saison werden kann“, sagt Struddens Trainer Thilo Janßen. „Doch dann kam in ziemlich jedem Testspiel eine schwere Verletzung dazu. Jetzt müssen wir erstmal mit einer dünnen Personaldecke klarkommen. Vielleicht gelingt es uns, an der Spitzengruppe dranzubleiben.“ Aus der Not heraus hätte sich Thilo Janßen jetzt im Saisonauftakt gerne noch selbst aufgestellt. Doch er hat sich bei einem Fußballtennis-Turnier des VfL Mullberg einen Achillessehnenriss zugezogen. „Da ich nicht laufen kann, übernimmt mein Co-Trainer Fabian Rose jetzt die Trainingseinheit, ich schaue zu“, sagt Thilo Janßen.

Struddens Trainer Thilo Janßen hat zu Saisonbeginn eine dünne Personaldecke und kann sich wegen eines Achillessehnenrisses auch nicht selbst aufstellen. Foto: Steenhoff
Struddens Trainer Thilo Janßen hat zu Saisonbeginn eine dünne Personaldecke und kann sich wegen eines Achillessehnenrisses auch nicht selbst aufstellen. Foto: Steenhoff

Gelingt Ihlow der Durchmarsch?

Zwei Ostfrieslandligisten trauen der Mannschaft von Eintracht-Trainer Jannik Swieter nach dem souveränen Titel in der A-Klasse den Durchmarsch in der Ostfrieslandliga zu. Der TuS Leerhafe-Hovel und der zweite Bezirksliga-Absteiger TuS Holtriem erhielten jeweils eine Stimme bei der Meister-Umfrage. Das Überraschungsteam der Vorsaison, der TuS Leerhafe-Hovel, richtet seinen eigenen Blick nach Platz vier im Vorjahr allerdings eher nach unten als nach oben. So soll in der Saison der direkte Klassenerhalt gelingen.

Für den TuS Holtriem geht es nach dem einjährigen Abenteuer in der Bezirksliga darum, den zweiten Abstieg in Folge zu vermeiden. Mehr als eine Handvoll Stammspieler haben den Verein verlassen – fünf Akteure gingen zu Bezirksligisten, zwei zu Landesligist TuS Esens.

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