BW Borssum klar geschlagen 5:0 zur Pause – GW Firrel stürmt ins Ostfriesland-Cup-Finale
Der Fußball-Landesligist feierte am Mittwoch den nächsten Kantersieg im Ostfriesland-Cup. Vor 350 Zuschauern gewann Firrel gegen Borssum mit 6:1. BW half bei den ersten Gegentoren kräftig mit.
Riepe - Der Turnierfavorit GW Firrel ist am Mittwoch in überzeugender Manier ins Finale des Ostfriesland-Cups eingezogen. Der Landesligist gewann das Halbfinale gegen Bezirksligist BW Borssum mit 6:1. Bereits zur Pause hatte Firrel mit 5:0 geführt. Da hatte niemand mehr an eine Aufholjagd geglaubt, die den Borssumern in der Gruppenphase beim TuS Hinte (7:4 nach 0:3-Halbzeitrückstand) gelungen war. Die Partie wurde wegen Rasen-Sanierungsarbeiten in Borssum in Riepe ausgetragen.
Firrel genießt als Sieger des ersten Halbfinals im Endspiel am Sonntag (18 Uhr) Heimrecht. Der Gegner wird an diesem Donnerstag in Wallinghausen zwischen den Bezirksligisten SV Wallinghausen und TuS Middels ermittelt. Der Anstoß erfolgt um 19 Uhr.
Borssum startet „katastrophal“ ins Spiel
Am Mittwochabend hatte GW Firrel vor offiziell 350 Zuschauern mit BW Borssum kurzen Prozess gemacht. Bereits nach 90 gespielten Sekunden lag der Ball – denkbar kurios – das erste Mal im Tor. Nach einem Gewusel hatte ein Borssumer den Firreler Reinhard Grotlüschen so angeschossen, dass der Ball ins Netz flog. „Wir sind katastrophal ins Spiel gestartet. Bevor wir uns davon erholen konnten, fangen wir uns auch schon das zweite Tor“, sagte Borssums Trainer Yasin Turan.
Auch beim 0:2 half BW kräftig mit. René Carstens, nach einigen Jahren bei GW Firrel im Sommer nach Borssum gewechselt, ließ den Ball nach einer Diekmann-Flanke fallen und Steffen Busemann staubte ab (9.). Per Foulelfmeter, nachdem Mahmoud El-Houssein El-Ali den 2:0-Torschützen abgeräumt hatte, stellte Manuel Suda auf 3:0 für den Landesligisten (17.).
Gereke-Freistoßtor zum zwischenzeitlichen 6:0
Es kam weiter knüppeldick für Borssum: Erst musste Florian Beer verletzt ausgewechselt werden (23.), dann drosch Reinhard Grotlüschen den Ball per Volleyschuss zum 4:0 in die Maschen (33.). Suda traf nur den Pfosten (35.). Felix Karius schraubte das Ergebnis, als er alleine auf Carstens zugelaufen war, zur Pause auf 5:0 in die Höhe (40.).
„Im Großen und Ganzen bin ich mit der ersten Halbzeit zufrieden“, sagte GW-Trainer Bernd Grotlüschen. „In der zweiten Halbzeit war das Tempo irgendwie komplett raus. Da müssen wir wieder dran arbeiten.“ Borssums Trainer vermisste in der ersten Halbzeit vor allem die Aggressivität seiner Mannschaft.
Spieldaten
Borssum: Carstens; Heinze (46. Boomgaarden), Siemers, van Scharrel, Rieger (46. Antoniuk), Beer (23. Mustafic), Tempel (80. Amroun), Hoogstraat, Hühn, El-Houssein El-Ali, Möhle.
Firrel: Bohe (71. Hötzel); Dierks, Özsimsek, Gereke, Schaffer (46. Schouwer), Olbrys, Diekmann (46. Marmouk), Karius, Re. Grotlüschen, Busemann, Suda (71. Grünefeld).
Tore: 0:1 Re. Grotlüschen (2.), 0:2 Busemann (9.), 0:3 Suda (Foulelfmeter, 17.), 0:4 Re. Grotlüschen (33.), 0:5 Karius (40.), 0:6 Gereke (70.), 1:6 Amroun (89.).
Beide Trainer nahmen für den zweiten Durchgang jeweils zwei Wechsel vor. In der zweiten Halbzeit gingen die Firreler mit wesentlich weniger Tempo zu Werke. Entsprechend sank auch der Unterhaltungswert der Partie. Ein Highlight war noch der Treffer zum 6:0 von Nico Gereke. Der Verteidiger schoss einen Freistoß aus 18 Metern über die Mauer ins Tor. Carstens war noch dran, konnte den Einschlag aber nicht mehr verhindern. Kurz vor Abpfiff gelang den Blau-Weißen noch der Ehrentreffer: Der eingewechselte Younes Amroun eroberte sich den Ball im Firrel-Strafraum und spitzelte den Ball an Pascal Hötzel, der im Laufe der zweiten Halbzeit für Keeper Felix Bohe in die Partie gekommen war, vorbei ins Tor (89.).