Delmenhorst Vegetarisch grillen: Expertin verrät ihre besten Tipps für Alternativen zu Fleisch
Beim Grillen auf Fleisch verzichten? Das geht sehr gut und ist gesund, sagt Ernährungsexpertin Carina Meenken. Welche vegetarischen Alternativen es gibt und was es dabei zu beachten gibt, verrät die Expertin hier.
Sommerzeit ist Grillzeit. Und so strömt bei gutem Wetter vielerorts verlockender Duft aus den Gärten in die Nasen. Doch muss es immer Fleisch sein, das da auf dem Rost vor sich hin brutzelt? Nein, sagt Ernährungsexpertin Carina Meenken und versichert, dass es auch viele schmackhafte vegetarische Alternativen gibt. Und gesund seien diese auch: „Vegetarisches Grillen ist ein unfassbar guter Weg, sich vollwertig zu ernähren“, betont sie. Denn auf diese Weise würden weniger gesättigte Fettsäuren und dafür mehr sekundäre Pflanzen- und Ballaststoffe aufgenommen.
Bereits bei der Auswahl der Salate und Beilagen könnten diese Bereiche gut abgedeckt werden, so Meenken, die die pflanzlich-vegane Ernährung als ihr Steckenpferd nennt. Bei der Brotauswahl gelte es, folgendes zu beachten: „Fermentiertes Brot, wie jenes aus Sauerteig, ist darmfreundlicher als die typischen Hefebrote, wie das klassische Baguette“, so Meenken.
Feingemüse, wie Zucchini, Auberginen und Paprika, machen sich abwechselnd mit Zwiebeln perfekt auf langen Spießen. Kartoffeln, Süßkartoffeln und Kürbis ließen sich hingegen wunderbar in etwas Alufolie backen. Wer es raffinierter mag, sollte gefüllte Pilze ausprobieren: Große Champignons oder Portobello-Pilze ließen sich ganz einfach mit verschiedenen Salaten oder Dips füllen. All das ließe sich mit selbstgemachten Soßen und Dressings verfeinern. Hierbei sollte möglichst nicht auf Fertigprodukte zurückgegriffen werden. „Dort ist unfassbar viel Zucker und pflanzliches Öl enthalten“, erklärt die 32-Jährige. Anstatt pflanzliches Öl, das als Entzündung fördernd gelte, sollte gutes Oliven-Öl, Leinöl oder Hanföl verwendet werden. Auf diese Weise könnten auch wertvolle Omega-3-Fettsäuren angereichert werden. Für Dips eigne sich als Hauptzutat besonders Hummus, der als wichtige Eiweißquelle gelte.
Fleisch als Lieferant für Proteine könne prima durch Hülsenfrüchte ersetzt werden. Zur besseren Bekömmlichkeit rät Meenken, diese vor der Zubereitung für 24 Stunden in Wasser einzuweichen. „Daraus lassen sich dann wunderbar Linsenbratlinge oder Kichererbsen-Patties machen. Eine wirkliche Alternative zum vegetarischen Fleischersatz“, verrät Meenken.
Gleichsam lecker und ein „wertvolles Futter für Darmbakterien“ seien Tofu und Tempeh. „Tofu lässt sich nach Belieben selbst marinieren. Es gibt ihn aber auch schon in vielen Variationen fertig mariniert im Supermarkt zu kaufen“, verrät die Expertin.
Zum Abschluss darf es laut Meenken auch süß werden: „Wer Lust auf ein Dessert hat, der kann Ananas mit etwas Pfeffer bestreuen und auf den Grill legen. Der Fruchtzucker karamellisiert durch die Hitze und der Pfeffer bringt das Aroma gut hervor.“ Ob Fleisch oder Gemüse: Das Grillgut über dem Hitzepunkt zu braten, davon rät Meenken generell ab. „Acrylamid entsteht durch den schwarzen Rand, ebenso am Gemüse wie auch an der Bratwurst.“ Acrylamid steht im Verdacht, krebserregend und erbgutschädigend zu sein.