Toulouse „Riesenidiot!“: Flitzer stört Zieleinlauf bei Tour de France – Kommentator sauer
Bei der Tour de France hat ein Flitzer beim Zielsprint am Mittwoch für Ärger gesorgt. Ein Live-Kommentator fand die Aktion gar nicht gut – und hat seiner Wut Luft gemacht.
Ein Flitzer hat am Mittwoch bei der 11. Etappe der Tour de France für einen Aufreger gesorgt. Als die beiden um die Führung kämpfenden Athleten Jonas Abrahamsen und Mauro Schmid nach mehr als drei Stunden und 156,8 Kilometern auf das Ziel in Toulouse zufuhren, lief ein Zuschauer den beiden Rad-Profis hinterher, der zuvor über die Absperrung sprang. Bevor er sie jedoch auf der Rennstrecke erreichen konnte, fing ein Ordner ihn ab und drückte ihn in die Bande. Die Aktion hatte wohl einen politischen Hintergrund: Der Flitzer trug ein T-Shirt mit der Aufschrift „Israel raus aus der Tour“.
Den Bildern zufolge ließen sich die beiden Athleten davon nicht beirren und konzentrierten sich voll auf den Zielsprint. Doch der Kommentator der ARD-„Sportschau“, Florian Naß, fand diese Aktion unmöglich: „Ein Flitzer! Was hat der da zu suchen?! [...] Ein Riesenidiot!“, sagte er in der Live-Übertragung, und ärgerte sich weiter: „Meine Güte, was gibt es für Idioten auf diesem Planeten.“
Der finale Sprint ging letztlich hauchdünn zugunsten des Norwegers Abrahamsen aus. Der Schweizer Schmid landete auf Platz 2, der niederländische Radstar Mathieu van der Poel machte das Podium komplett. In der Gesamtwertung blieb alles beim Alten: Der Ire Ben Healy liegt 29 Sekunden vor dem slowenischen Titelverteidiger Tadej Pogacar, der am Mittwoch etwa vier Kilometer vor dem Ziel gestürzt war, und 1:29 Minuten vor dem Drittplatzierten Remco Evenepoel aus Belgien.