Das besondere Rezept Schneller Auflauf mit Tomate und Aubergine
Dieses Rezept stammt aus einem Trainingsbuch für Laufsportler: wenig Aufwand, maximaler Geschmack. Bleibt die Frage, ob es zu viel Käse in einem Auflauf geben kann.
Ostfriesland - Was mache ich jetzt nur mit den Auberginen? Drei wirklich wunderschöne Exemplare sind in meiner Küche gelandet. Der Landwirt, bei dem ich immer Eier kaufe, hatte einen Schwung Zucchinis und Auberginen ins Büdchen gelegt. Und ich habe zugeschlagen – ohne nachzudenken. Denn Auberginen verwende ich sonst eher selten. Aber wozu hat man eine riesige Kochbuchsammlung?
Ein Rezept finde ich dann allerdings in meinem Trainingsbuch „Lauf dich gesund“. Auf Seite 120 empfehlen die Autoren dem ambitionierten Laufanfänger einen Auberginen-Tomaten-Auflauf. „Auberginen sind ein Segen für den Darm, denn sie enthalten viele lösliche Faserstoffe. Außerdem wirken sie durch ihren Kaliumgehalt blutdrucksenkend“, erfahre ich. Gut zu wissen. Wichtiger ist mir erstmal, dass ich die Früchte auf eine unkomplizierte Weise zubereiten kann.
Diese Zutaten werden benötigt
Für vier Personen benötigt man laut Rezept:
- ein Kilo Auberginen,
- drei Knoblauchzehen,
- eine große Dose Tomaten (800 Gramm, Abtropfgewicht 480 Gramm),
- einen Esslöffel Butterschmalz,
- drei Esslöffel Olivenöl,
- 100 Gramm Parmesan,
- 500 Gramm Mozzarella,
- ein Bund Basilikum,
- Paprika, Chili, Salz, Pfeffer, Zimt (oder alternativ das Dr.-Feil-Gewürz, das ist eine Gewürzmischung, die einer der Autoren anbietet).
Wie so oft beim Kochen gilt auch hier: Man kann wunderbar variieren. Ich verzichte auf Knoblauch, statt der Dosentomaten nehme ich pürierte Tomaten und dazu ein paar frische.
So läuft die Zubereitung
Die Zubereitung geht fix. Erstmal wird der Backofen vorgeheizt. 180 Grad Umluft verlangt das Rezept. Dann schneidet man die Auberginen in etwa einen halben Zentimeter dicke Scheiben. Aus dem Olivenöl und dem Zimt (oder dem Dr.-Feil-Gewürz) wird eine Marinade angerührt. Damit pinselt man die Auberginenscheiben ein. Vielleicht habe ich zu großzügig gepinselt, auf jeden Fall hat die Menge bei mir nicht gereicht - ich musste nachlegen. Ich habe auch nicht so viel Zimt genommen, sondern ein bisschen experimentiert mit Paprika und Chili und Salz. Die Auberginenscheiben wandern danach auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech und anschließend für etwa 20 Minuten in den Ofen.
So geht es etwas schneller
Laut Rezept müsste ich jetzt den gehackten Knoblauch in einem Topf in Butterschmalz andünsten, nach ein paar Minuten die Tomaten reingeben und mit den Gewürzen ein Weilchen köcheln lassen. Dazu war ich zu faul. Ich habe einfach die pürierten Tomaten in eine Auflaufform gegeben und darin gewürzt. Die frischen Tomaten habe ich in Scheiben geschnitten. Das spart Zeit und Abwasch. Der Parmesan wird gerieben, der Mozzarella in Würfel geschnitten.
Die Auberginenscheiben aus dem Ofen schichte ich dann mit den Tomaten im Wechsel in die Auflaufform, gebe einen Teil der Mozzarellawürfel zwischen die Schichten und den Rest vom Mozzarella dann später obendrauf. Ganz zuletzt kommt der geriebene Parmesan. Und dann wandert die Auflaufform in den Backofen – für etwa 30 Minuten bei weiterhin 180 Grad Umluft.
Hingucken lohnt sich. Bei mir genügten 25 Minuten, dann war die Kruste schön golden und die Tomatensauce blubberte appetitlich.
Und wie schmeckt es?
Der Auflauf wird mit dem frischen Basilikum üppig garniert. Wir haben Baguette dazu gegessen, uns ein Glas Wein eingeschenkt – und es war ein wirklich leckeres Essen für den etwas frischen Sommerabend. Vielleicht mit etwas zu viel Käse. Wobei – gibt es das überhaupt? Zu viel Käse?
Das Buch
Die Vorlage für das Rezept stammt aus dem Buch „Lauf dich gesund – In sechs Monaten mit Begeisterung bis zum Halbmarathon“.
Die Autoren sind Dr. Wolfgang Feil, Wolfgang Grandjean und Dr. Friederike Feil. Die ISBN lautet 978-3-00-052394-6. Es kostet 24,90 Euro.
Der Fokus liegt auf dem Laufprogramm für Einsteiger und fortgeschrittene Läufer. Neben den Trainingsplänen und vielen praktischen Tipps gibt es auch eine ganze Reihe an Rezepten.
Auf jeden Fall wärmte das Gericht die Seele nach einem anstrengenden Tag. Und der Rest, der übrig blieb, war auch am Folgetag noch ein wahrer Genuss.