Bilder und Video „Free for all“ 2025 – Metal-Paradies in Stapelmoor
In inoffizieller Uniform – schwarzen Bandshirts – zog es in diesem Jahr 3000 Metal-Fans zum „Free for all“-Festival ins kleine Stapelmoor. So war‘s. Mit Bildergalerie und Video.
Stapelmoor - Wer am Samstag im Örtchen Stapelmoor einen Besuch abgestattet hat, wird um das „Free For all“-Festival wohl kaum herumgekommen sein. Ob harte Gitarrenmusik, lauter Metal-Gesang oder der ein oder andere Rap-Part: Das beliebte Metal- und Rockfestival kündigte sich bereits aus der Ferne an.
Obwohl noch bis spät in die Nacht Bands die Bühne eroberten, war das Festivalgelände bereits am Nachmittag gut besucht. Um 12.45 Uhr hatten „TUUN“ aus Leer das Festival eröffnet. Egal ob Frau oder Mann, jung oder alt, alle feierten zur Live-Musik auf dem großen Vorplatz der Bühne. Anders als ursprünglich geplant, gab es an der Abendkasse keine Tickets mehr zu kaufen, da bereits im Vorverkauf alle verkauft worden waren.
Vielfältiges Line-Up
„Das ist ein unglaublich gut durchdachtes und organisiertes Festival. Man merkt total, dass da inzwischen viele Jahre Erfahrung dahinterstecken“, findet Besucher Dennis Landt. Er ist in der Vergangenheit mit seiner Band „Watch Out Stampede“ selbst schon beim „Free For all“ aufgetreten.
Auf der Hauptbühne traten bis spät in die Nacht elf Bands auf. Dabei wurde dem Publikum längst nicht nur klassischer Metal geboten. Von „King Nugget Gang“, die über Fast Food rappten, bis zu der Berliner Band „Bluthund“, die auch immer wieder Gesellschaftskritik in ihre Texte mit einfließen ließen, bot das Festival einiges an Abwechslung. Am Nachmittag waren „Rising Insane“ mit ihrem Auftritt klar einer der Publikumsfavoriten und füllten den Platz vor der Bühne komplett mit ausgelassen feiernden Menschen. Später am Abend spielten zudem einige internationale Bands, wie etwa Walkways aus Israel oder Pro-Pain aus New York.
Rücksicht in der Menschenmenge des Festivals
Dass es bei Auftritten von Metalbands auch mal etwas wilder zugehen kann, ist kein Geheimnis. Untereinander wird aber sehr auf sich Acht gegeben. Kinder waren mit Ohrenschützern ausgestattet und wer im Moshpit zu Boden ging, dem wurde sofort aufgeholfen. Als Moshpit bezeichnet man einen Bereich bei Konzerten, in dem wild getanzt und gegeneinander gesprungen wird. Bei Konzerten in der Metal- und Hardcore Szene zählt das schon fast zur Routine.
Auch Crowdsurfern wurde der Weg so einfach wie möglich gemacht. Ob auf einem aufblasbaren Pizzastück oder nur auf den Händen der Menge: Wer Lust hatte, der wurde bis nach vorne zur Bühne durchgereicht, wo mehrere Helfer des Organisationsteams bereits warteten und jeden sicher auf dem Boden absetzten. Auf der anderen Seite des Geschehens – hinter dem feiernden Publikum – war ein Podest für körperlich beeinträchtigte Besucherinnen und Besucher aufgebaut, von dem aus man die Bühne gut im Blick hatte.
Festival bietet mehr als nur Musik
Tanzen, springen, crowdsurfen, das musste natürlich niemand, der nicht wollte. Zur rechten Seite der Bühne hatten Festivalgäste von einem Hügel auch im Sitzen einen guten Blick auf das Geschehen. Vor den Getränkebuden standen ebenfalls Bierbänke bereit.
Auch sonst hatte das Event einiges zu bieten. Zum Verkauf standen Pizza, Bratnudeln, Eis und vieles mehr. Besucherinnen und Besucher konnten sich an einem Stand außerdem den für Festivals typischen Glitzer ins Gesicht schminken lassen. Vor Ort wurde ebenfalls tätowiert, wenn auch mit langer Wartezeit zu rechnen war. Wer noch nicht in Bandshirt gekommen war, konnte sich am dafür vorgesehen Stand Merch der auftretenden Bands kaufen.
Zum ersten Mal gab es eine zweite Bühne: Sobald auf der großen Hauptbühne der Soundcheck für die nächste Band lief, sorgte die Live-Musik auf der neuen Biergartenbühne für Stimmung. Insgesamt vier weitere Bands und Musiker hatte das Organisationsteam des Festivals dafür nach Stapelmoor geholt.
Ausblick und Polizeibilanz
Fans des Festivals haben jetzt schon Grund zur Freude: Das Free For All geht 2026 in die nächste Runde. Als Termin ist der 11. Juli angesetzt. Auch die ersten Bands stehen schon fest. Mit dabei sein sollen The Narrator aus Essen, Stesy aus Österreich und Cabal aus Dänemark.
Die rund 3000 Menschen feierten fast alle friedlich – nur einer musste gehen. Eine Körperverletzung meldete die Polizei Leer/Emden durch einen 33-jährigen Mann aus Friesoythe. Der Mann sei dann dem anschließenden Platzverweis nicht nachgekommen, „sodass dieser durch die eingesetzten Beamten mit Zwang durchgesetzt wurde“, schreibt die Polizei. Hierbei habe der Mann Widerstand geleistet, sodass er in polizeiliches Gewahrsam genommen wurde. „Die gesamte Veranstaltung verlief weiterhin friedlich und ohne besondere Vorkommnisse.“