Feuerwehr im Einsatz Schon wieder Feuer beim Emder Kraftwerk
Die Feuerwehr musste zu einem Brand in einem Silo am Kraftwerk im Emder Hafen ausrücken. Das Löschen gestaltete sich schwierig. Das Feuer ist nicht das erste in diesem Jahr.
Emden - Weil er aufsteigenden Rauch und offene Flammen bei einem der Silos am Kraftwerk Emden beobachtet hatte, alarmierte am Donnerstagabend, 10. Juli 2025, ein Anrufer die Feuerwehr. Gegen 19 Uhr rückten hauptamtliche und freiwillige Einsatzkräfte in den Hafen aus. Nach Ankunft erster Einsatzkräfte konnte die Rauchentwicklung bestätigt werden, schreibt die Freiwillige Feuerwehr Larrelt in ihrem Einsatzbericht.
Aufgrund der Höhe des Silos wurde die Drohnengruppe nachalarmiert, um sich mittels Wärmebildkamera einen Überblick zu verschaffen. Durch Revisionsöffnungen konnten Glutnester lokalisiert und abgelöscht werden, schreibt die Feuerwehr. Im weiteren Verlauf musste das Material kontrolliert aus dem Silo über das Förderband gefördert werden, um gegebenenfalls weitere Glutnester feststellen zu können. Die Löscharbeiten der Feuerwehr dauerten mehrere Stunden, schreibt die Polizei in ihrem Bericht. Verletzt wurde niemand. Es entstand kein Gebäudeschaden.
Im April hatte es ebenfalls beim Kraftwerk gebrannt
Bereits im April waren die Feuerwehren zu einem aufwendigen Einsatz zum Biomasse-Heizkraftwerk alarmiert worden. Damals hatte es ebenfalls in einem Hackschnitzelbehälter in einem Kesselgebäude gebrannt. Auch hier musste der Behälter kontrolliert geleert werden, um alle Glutnester zu finden. Nach gut zwei Stunden war der Einsatz beendet. Die Ursache des Feuers war – wie jetzt auch – laut Polizei unklar.
Die Biomasse nimmt einen weiten Weg durchs gesamte Gelände, hatte 2021 der damalige Stadtbrandmeister Bernd Lenz dieser Zeitung erklärt, nachdem es zweimal innerhalb einer Woche beim Kraftwerk gebrannt hatte. Das Holz werde mit Schiffen oder Lastern angeliefert und dann über mehrere Bänder und durch mehrere Gebäude transportiert. Dadurch gebe es „viele Winkel und Ecken“, in denen sich Reste sammeln können, so Lenz. Die eigentliche Gefahr aber gehe von Staub aus. Der sei leicht entzündlich. „Da reicht ein Funke.“ Ein Glutnest könnte dann, wenn es nicht bemerkt wird, durch die ganze geschlossene Anlage gefahren werden.
Das Kraftwerk der Firma Statkraft wurde 2004 in Betrieb genommen. Es erzeugt Strom durch die Verbrennung von Altholz und kann damit rund 40.000 Haushalte mit Energie versorgen, heißt es auf der Website des Kraftwerks. Darüber hinaus versorgt die Anlage über eine 2,5 Kilometer lange Leitung den Volkswagen-Standort Emden mit Fernwärme.