Mainz „Nichts Neues mehr?“ – Sarah Engels’ Abba-Cover spaltet das ZDF-Publikum
Sarah Engels covert im ZDF-„Fernsehgarten“ einen Abba-Klassiker, das Netz tobt: Die reine Frauenausgabe polarisiert – und sorgt für hitzige Diskussionen zwischen Lob, Spott und Frauenfeindlichkeit.
Reine Frauenshow beim traditionsreichen ZDF-„Fernsehgarten“: Moderatorin Andrea Kiewel präsentierte am Sonntag eine Sendung, in der ausschließlich weibliche Acts auftraten. Die Resonanz in den sozialen Netzwerken fiel allerdings zwiegespalten aus.
„Heute ein ganz besonderer Fernsehgarten, alle vor den Kameras und vor den Mikrofonen sind weiblich“, eröffnete Kiewel die Sendung. Damit führte erstmals in der Geschichte des „Fernsehgartens“ ein vollständiges Frauenensemble durch die Show. Mit dabei waren unter anderem Sarah Engels, Inka Bause, Annemarie Eilfeld und YouTube-Star Sally Özcan, die Kiewel als Co-Moderatorin unterstützte.
Die Auswahl der Künstlerinnen fiel bewusst, wie Kiewel ankündigte. Männliche Acts mussten diesmal pausieren. Das ZDF hatte sich dazu entschlossen, mit Blick auf die Fußball-EM der Frauen eine Sendung nur mit weiblichen Gästen zu gestalten.
Doch nicht alle Künstlerinnen trafen den Geschmack des Publikums. Besonders Sarah Engels sah sich nach ihrer Performance auf der Plattform X (vormals Twitter) Kritik ausgesetzt. Die 32-Jährige sang den Abba-Hit „Gimme! Gimme! Gimme!“ – ein Cover, das einige Zuschauer als ideenlos empfanden. „Wenn ein Sänger nichts Neues mehr kann, werden ältere erfolgreiche Songs gecovert“, lautete ein Kommentar auf X.
Engels hatte am Ende der Sendung noch einen zweiten Auftritt, bei dem sie ihren eigenen Song „Keep You Safe“ performte. Zuvor hatte sie in einer Instagram-Story ihre Vorfreude auf den Auftritt geteilt, nachdem sie im September 2024 absagen musste.
Die Entscheidung, im ZDF-„Fernsehgarten“ ausschließlich Frauen auftreten zu lassen, sorgte im Netz für lebhafte Diskussionen. Während einige Zuschauer das Konzept lobten, äußerten andere teils harsche Kritik. So hieß es in einem Kommentar: „Wenn das nur mit Männern wäre, würde es einen riesen Aufschrei der ganzen Emanzen geben.“
Manche Kommentare auf X wiesen sogar frauenfeindlichen Charakter auf. Nutzer unterstellten der Sendung „hysterisches Rumgekreische“ und verglichen das Format mit einem Besuch im Schuhladen. Andere Beiträge wiederum thematisierten die mangelnde Solidarität unter Frauen selbst: „Solange Frauen auf andere Frauen eifersüchtig sind und die deshalb in irgendeiner Form nieder machen, wird das leider nix mit Girls Support Girls.“
Trotz vereinzelter negativer Reaktionen wurde der Mut zum Konzeptwechsel in Teilen des Publikums begrüßt. Die Wahl, ausschließlich Frauen auf die Bühne zu lassen, sei ein deutliches Zeichen für mehr Sichtbarkeit weiblicher Künstlerinnen, hieß es von einigen Zuschauerinnen.