Festivalprogramm erweitert Neue Biergarten-Bühne beim „Free For All“ in Stapelmoor
Erstmals gibt es beim „Free For All“-Festival in Stapelmoor eine zusätzliche Bühne am Biergarten. Besucher können sich außerdem auf bargeldloses Bezahlen und ein vielfältiges Musikprogramm freuen.
Stapelmoor - Wenige Tage bevor am Samstag, 12. Juli 2025, die erste Band um 12.45 Uhr die Bühne des „Free for all“-Festivals in Stapelmoor betritt, müsste die Anspannung beim Organisationsteam ansteigen. Das wäre verständlich – doch weit gefehlt. Am Rand eines Treffens im Stapelmoorer Park, bei dem die Schar der Mitanpackenden mit den neuen Helfer-Shirts ausgestattet wurden, gaben sich Andreas Huisinga, Vorsitzender des Festival-Vereins, und Schriftführer André Willms mehr als entspannt.
„Läuft“, kommentierte Huisinga – norddeutsch unterkühlt – den Stand der Vorbereitungen, und selbst der Blick auf die Wetter-App kündet kein Ungemach an. Sonnenschein ist angekündigt, mit den üblichen Unsicherheiten, die eine längerfristige Prognose im Nordwesten birgt. Gut 80 Prozent der Tickets seien verkauft, berichtete der Vereinschef. „Es könnte darauf hinauslaufen, dass wir bald ausverkauft vermelden können.“ Denn 150 Tickets würden für die Tageskasse zurückgelegt. Auch spontane Festivalbesucher sollten noch eine Chance bekommen.
Wie kommt die neue Biergarten-Bühne an?
Neugierig sind Huisinga und Willms darauf, wie die in diesem Jahr erstmals aufgebaute Biergarten-Bühne von den Besuchern des Metal-Festivals angenommen wird. „Während auf der Hauptbühne die Technik für den nächsten Auftritt vorbereitet wird, soll es im Biergarten musikalisch weitergehen“, erläutert Willms das Konzept. „In gemütlicher Atmosphäre treten hier Künstlerinnen und Künstler auf, die musikalisch neue Facetten ins Festival bringen und zugleich dafür sorgen, dass keine Pause zur Lücke wird.“
Sechs Slots wird es geben, vier Acts wurden für die Biergarten-Bühne verpflichtet, wie Huisinga verrät. Mit dabei sei Re:Wollte – bekannt aus Bands wie Cowboys on Acid und S.V.A.K.. Solo mit der Akustikgitarre bewege er sich stilistisch zwischen Punk, Songwriter und Straßenpoesie. Politisch, persönlich – oft beides zugleich. Für frischen Indie-Rock stünden The Cultivators aus Leer, die direkt aus dem Proberaum auf die Bühne springen. Ihr Sound bringe Leichtigkeit in den Biergarten. Auch Dirty Dip aus Möhlenwarf seien wieder dabei. Die Lokalmatadore eröffneten bereits 2023 das Festival und seien in diesem Jahr auf der Biergarten-Bühne vertreten. Olli Bockmist, Ex-Abstürzende-Brieftauben-Musiker und Headliner auf der Biergarten-Bühne, sei ein Poet des Alltagswahnsinns und stehe für anarchischen Humor und einen Bühnenstil, der zwischen Punk, Kabarett und Chaos pendelt.
Bezahlen auch mit Karte oder Handy
Das Line-up der Hauptbühne ist schon länger bekannt. Als Headliner sollen die Emil Bulls aus München und Callejon aus Düsseldorf die Festivalbesucher begeistern. Mit dabei sind auch Oceans Ate Alaska aus Birmingham, die New Yorker Hardcore-Legenden Pro-Pain und die Walkways aus Israel. Ergänzt wird das Line-up des Festivals durch Rising Insane, Bluthund, Tenside, die King Nugget Gang, Artemis Rising und die Band Tuun, deren Musiker aus Leer und dem Leeraner Umland stammen.
Mit Unterstützung der Sparkasse Leer-Wittmund bieten die Macher des „Free for All“-Festivals in diesem Jahr zudem erstmals bargeldloses Bezahlen an. Sowohl die Chips für die Getränkeausgabe als auch Merchandising-Artikel könnten so mit Karte oder Handy bezahlt werden, sagte Willms. Ein paar Euro sollten Festivalbesucher dennoch in der Tasche haben, denn inwieweit bargeldloses Zahlen an den Essensständen angeboten wird, ist den Organisatoren nicht bekannt. Carsten Mohr, Leiter der Abteilung Kommunikation bei der Sparkasse Leer-Wittmund, sieht in dem Projekt einen großen Mehrwert für das Festival und seine Besucher. „Gerade die jungen Besucher sind es doch mittlerweile gewohnt, alles bargeldlos zu bezahlen“, sagte er. Und wenn einem während des Festivals die Scheine ausgehen würden, fände sich der nächste Geldautomat erst wieder in Weener.
Während das aktuelle Festival in den Startlöchern steht, laufen die Planungen für das nächste „Free for All“ unterdessen auf Hochtouren. Der Termin am 11. Juli 2026 sei bereits festgezurrt, sagte Huisinga. Und auch bei den Künstlern gehe es gut voran. Etwa 60 Prozent des Line-ups für das kommende Jahr stünden bereits fest. Und wer kommt? Da blieb der Chef des Festival-Vereins unerbittlich: „Das wird nicht verraten.“