Transfer-Hammer  Ex-Kickers-Spieler Goosmann wechselt in die Ostfrieslandliga

| | 25.06.2025 18:28 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Matthias Goosmann (links) ging beim BSV Kickers Emden im Sommer 2023 als verdienter Spieler. Neun Jahre lang war er für die Emder als nimmermüder Kämpfer und Läufer im defensiven Mittelfeld aktiv gewesen. Archivfoto: Jens Doden, Emden
Matthias Goosmann (links) ging beim BSV Kickers Emden im Sommer 2023 als verdienter Spieler. Neun Jahre lang war er für die Emder als nimmermüder Kämpfer und Läufer im defensiven Mittelfeld aktiv gewesen. Archivfoto: Jens Doden, Emden
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Matthias Goosmann war jahrelang eines der Gesichter des BSV Kickers Emden. Vor zwei Jahren wechselte er nach Oldenburg. Nun kehrt er nach Ostfriesland zurück – mittlerweile ist er auch Papa.

Uplengen - Bei Matthias Goosmann schließt sich der Fußball-Kreis. Beim VfB Uplengen hatte er einst mit dem Kicken begonnen, ehe er den Verein nach der D-Jugend verließ, um höherklassig zu spielen. Jetzt kehrt Goosmann, der seine längste Herrenzeit beim BSV Kickers Emden verbracht hat, als erfahrener Fußballer im Alter von 32 Jahren zu seinem Heimatklub zurück. „Ich bin einfach ein heimatverbundener Typ. Ich mag den Verein, die Anlage ist super und ich kenne hier viele Leute“, sagt Goosmann zu seiner Rückkehr zum VfB Uplengen. „Aus beruflichen und privaten Gründen möchte ich fußballerisch etwas kürzer treten. Von daher ist jetzt der Zeitpunkt für die Rückkehr zum VfB perfekt.“

Es ist nicht nur eine Rückkehr zum VfB, sondern auch eine auf die ostfriesische Fußball-Bühne. Denn in den vergangenen beiden Spielzeiten war Matthias Goosmann für den VfL Oldenburg in der Oberliga aufgelaufen. Auch für diesen Verein hatte Goosmann in der Jugendzeit gespielt – sogar in der Junioren-Bundesliga. Dass der VfL Oldenburg jetzt in die Landesliga abgestiegen ist, hat ihn nicht dazu bewogen, den Verein zu wechseln, wie er betont. „Ich habe mir mit meiner Frau ein Haus in Westerstede gekauft, zuletzt musste ich dann auch nach Oldenburg pendeln. Nach Remels ist da auch kürzer“, erzählt der Unternehmensberater. „Zudem sind wir jetzt auch Eltern.“ Im Januar kam Sohnemann Erik zur Welt. „Da verschieben sich die Prioritäten. Ich möchte nicht fünfmal die Woche auf dem Fußballplatz stehen, sondern flexibler sein.“

Matthias Goosmann war jahrelang ein Fixpunkt im defensiven Mittelfeld von Kickers Emden. Archivfoto: Jens Doden, Emden
Matthias Goosmann war jahrelang ein Fixpunkt im defensiven Mittelfeld von Kickers Emden. Archivfoto: Jens Doden, Emden

Uplengens Trainer kennen „Goosi“ schon lange

In seiner bisherigen Herren-Karriere über hat Goosmann bislang nie tiefer als in der Landesliga gespielt. Nach seinen ersten beiden Herren-Jahren bei Germania Leer ging er 2014 zum BSV Kickers Emden, mit dem er bis in die Regionalliga aufstieg. Nach dem direkten Wiederabstieg 2023 verließ Matthias Goosmann den BSV, um wohnortnah in Oldenburg beim VfL zu spielen. Jetzt folgt also die Rückkehr zum VfB Uplengen, bei dem sein Vater Wilhelm auch noch in der Altliga mitspielt.

„Hin und wieder habe ich auch Spiele der 1. Herren in Uplengen gesehen, einige Spieler kenne ich auch“, sagt Matthias Goosmann. Mit seinen neuen Trainern Carsten Gündel und Steffen Drewer hat er in Jugendjahren einst auch zusammen auf dem Platz gestanden. Die beiden waren es auch, die „Goosi“ immer mal wieder gefragt haben, ob er nicht zum VfB zurückkehren wolle.

Blitzturnier mit Firrel und Wiesmoor

Der Fußballobmann des Ostfrieslandligisten, Heino Müller, freut sich über den Transfercoup. „Goosmann ist für uns eine absolute Bereicherung. Wir haben eine junge Truppe, die von ihm vieles lernen kann. Ehrgeiz, Willen, Kämpferherz – Goosmann ist da ein echtes Vorbild“, sagt Müller. Der 32-Jährige ist ein umtriebiger, zentraler Mittelfeldspieler, ein Balleroberer, ein Dauerläufer, der sich für keinen Zweikampf zu schade ist.

Wenn die „Fußball-Fleißbiene“ Matthias Goosmann ein Manko hat, dann seine Torgefährlichkeit. „Mich machen andere Attribute aus als das Toreschießen“, sagt Goosmann, ehe er hinterherschiebt: „In meinem ersten Jahr für Kickers habe ich aber auch mal einen Doppelpack gemacht.“ Das stimmt, am 10. Mai 2015 im Landesliga-Spiel gegen den SV Kickers Wahnbek, das mit 5:2 gewonnen wurde. Es waren tatsächlich seine Herren-Ligatore Nummer zwei und drei – und bis heute seine letzten. Sein erstes hatte er am 9. März 2014 ausgerechnet gegen seine spätere „Liebe“ erzielt: gegen den BSV Kickers Emden. Es war das 1:0-Siegtor für Germania Leer im Landesliga-Ostfriesen-Derby.

Seit einigen Tagen ist Matthias Goosmann jetzt schon in der Whatsapp-Gruppe der 1. Herren des VfB Uplengen, am Dienstag – als die Mannschaft die Vorbereitung auf die neue Saison begann – absolvierte er sein erstes Training seit der Rückkehr auf der Remelser Anlage. Auf dieser veranstaltet der VfB an diesem Donnerstag auch ein Blitztunier mit Landesligist GW Firrel und Bezirksligist Germania Wiesmoor. Zum Goosmann-Debüt wird es dann aber noch nicht kommen. Bis Ende des Monats ist Goosmann noch Vertragsspieler beim VfL Oldenburg. „Ich schaue mir das Turnier aber an.“ Das erste der drei 45-Minuten-Spiele auf dem Kunstrasen in Uplengen bestreiten Wiesmoor und Firrel. Um 20 Uhr spielt der Gastgeber dann gegen Firrel und um 21 Uhr gegen Wiesmoor. Nach der ersten Partie wird es einen Tanzauftritt von „1 in a Million“ geben, nach dem zweiten Spielerverabschiedungen beim VfB Uplengen.

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