Badesaison in Wiesmoor Pommes und Softeis unter Palmen am Ottermeer
Die Badesaison am Ottermeer in Wiesmoor startet wegen der angekündigten Hitzewelle schon am Wochenende. Schausteller Michael Langenscheidt hat den Imbissbetrieb ausgebaut. Das erwartet die Gäste 2025.
Wiesmoor - Es ist der Freitag vor dem großen Finale am Wiesmoorer Ottermeer: Seit Wochen bereitet Schausteller Michael Langenscheidt aus Leer alles vor, um mit seiner Gastronomie in Wiesmoor in die Badesaison zu starten. Am Samstag, 21. Juni 2025, soll es losgehen – auch wegen des angekündigten Bombenwetters am Wochenende.
Offiziell ist der Start erst eine Woche später. Auch eine Badeaufsicht gibt es erst ab dem kommenden Samstag, 28. Juni. Das heißt aber auch, dass dieses Wochenende noch kein Eintritt kassiert wird. Für Michael Langenscheidt bedeutet der Frühstart zwar auch mehr Stress, aber der ist es ihm wert.
Früher Start in die Badesaison am Ottermeer
Passend zum Wetter bringt ein Monteur am Rand des Badesees die beiden neuen Softeis-Maschinen in Gang. Eifersüchtig blicken die Spaziergänger auf die dabei entstehenden Probebecher. Wer fragt, bekommt einen kostenlos. „Das ist ja auch Werbung“, sagt Langenscheidt und lacht.
Nebenbei versucht er, das Problem mit den fehlenden Eisbechern zu lösen. Jetzt noch einmal zum Händler nach Bremen fahren? Er runzelt die Stirn. Allein 125.000 Euro haben die Softeis-Maschinen laut Langenscheidt in der Anschaffung gekostet. „Qualitätseis aus Dänemark“, erklärt er. Markenzeichen: Es schmilzt nicht sofort und kann genüsslich gelöffelt werden.
Softeis, Pommes und mehr: Das kulinarische Angebot
Softeis ist längst nicht alles, was Badegäste und Spaziergänger am Ottermeer erwartet. „Das Wichtigste sind natürlich die Pommes“, sagt Langenscheidt. Ein Badesee ohne Pommes ist für ihn kein Badesee. Dazu kommen in diesem Jahr auch Hähnchen-Nuggets, Burger und natürlich die obligatorische Bratwurst.
„Vergessen Sie nicht, das Slush-Eis zu erwähnen“, sagt der Schausteller – und die Cocktails sowie die ganzen anderen Getränke. Im Laufe des Freitags sollte auch noch der Crêpe-Wagen eintreffen. „Den mag ich, der ist pink mit Glitzer“, sagt Campingplatz-Leiterin Anita Blöchl, die am Strand am Ottermeer zu den ersten Softeis-Testerinnen gehört. „Richtig gut“, sagt sie und lässt sich trotz eines drängenden Termins nicht vom Eislöffeln abbringen.
Freizeitspaß am See: Von Stand-up-Paddling bis Strandkorb
Die ersten Vorboten der Saison waren die neuen Holzbuden am Badestrand. Sie zogen zu einer Zeit an den See, da war der Sommer kaum mehr als eine entfernte Sehnsucht. Dort können die Kunden die gekauften Speisen in Ruhe genießen. „Man kann die Buden aber auch einen ganzen Tag lang mieten“, sagt Michael Langenscheidt.
„Am besten rechtzeitig anrufen“, rät Anita Blöchl. „An der Campingplatz-Rezeption sind schon viele Reservierungen eingegangen.“ Zu vermieten sind auch in diesem Jahr wieder die Stand-up-Paddelboards, Tretboote und natürlich Strandkörbe. Ausgegeben werden sie von den Mitarbeitern des Imbissbetriebs.
Das Ottermeer ist mehr als ein Badesee
Der See in Wiesmoor ist nicht der einzige Badesee, an dem Michael Langenscheidt einen Imbiss betreibt. Die Badestelle Holtgaste in Jemgum habe zwar klareres Wasser, „aber das Ambiente am Ottermeer ist schöner“, sagt Langenscheidt. In Holtgaste ist es bereits die dritte Saison für den Leeraner. „Vorher waren es acht Betreiber in zehn Jahren“, sagt Langenscheidt. Der Schausteller macht klar: Er ist gekommen, um zu bleiben.
Was zusätzlich für den See in Wiesmoor spricht: „Ans Ottermeer kommen die Menschen nicht nur bei Badewetter, sondern auch zum Spazierengehen“, erklärt er. Also gibt es Softeis, Pommes und Crêpes auch unterhalb der 20 Grad-Marke. Wenn der Bedarf da ist.
Exotisches Flair: Palmen und mediterrane Pflanzen am Strand
Der Imbissbetrieb an den Badeseen ist für den Schausteller eine gute Ergänzung zu den Buden auf Märkten, Stadt- und Straßenfesten. „Auf Märkten ist 20 Grad Celsius super“, erklärt er. Bei der Aussicht auf 30 Grad herrsche dort eher Flaute. Am Badesee ist es eher anders herum. In Wiesmoor gibt es neuerdings auch passende Pflanzen zum heißen Sommerwetter.
Dank Langenscheidt wachsen seit Neuestem Palmen am Ottermeer. Um das Ambiente noch exotischer zu machen, hat er zusätzlich Oliven und Granatapfelbäume bestellt. Sie sollen den Strand rund um die Imbiss-Pagode noch einladender gestalten. „Die Leute sollen alle herkommen und sehen, wie schön es hier ist“, sagt er und lacht.
So sichert der Gallimarkt die Strand-Pommes in Wiesmoor
Michael Langenscheidt stammt aus der in Großefehn ansässigen gleichnamigen Schaustellerfamilie. Dadurch kann er an den Badesee bringen, was sein Betrieb sonst auf den Märkten der Region, wie dem Gallimarkt, verkauft. Sogar noch mehr. Ein bisschen Strandbar dazu, vielleicht Cocktailabende, Live-Musik. „In der nächsten Zeit soll es auch Kinderschminken geben“, sagt Langenscheidt.
Zum Einstand am 21. Juni haben sich bereits wichtige Gäste angekündigt. Langenscheidts Sohn feiert mit seiner Mannschaft den Meistertitel. Vielleicht ist doch nicht nur das schöne Wetter der Grund dafür, warum der Imbiss bereits vor dem Saisonbeginn öffnet. Vielleicht ist es auch der Stolz eines Vaters auf seinen Sohn.