Berlin  Grafik zeigt: So viel Umsatz macht die Musikindustrie noch mit Vinyl-Schallplatten und CDs

Jakob Patzke
|
Von Jakob Patzke
| 13.06.2025 11:29 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
So mancher Musikliebhaber greift noch regelmäßig zur Vinyl-Schallplatte. Foto: IMAGO/Shotshop
So mancher Musikliebhaber greift noch regelmäßig zur Vinyl-Schallplatte. Foto: IMAGO/Shotshop
Artikel teilen:

Trotz des großen Erfolgs von Streamingplattformen greift so mancher Musikliebhaber noch immer zum physischen Tonträger. Doch haben Vinyl-Schallplatten und CDs tatsächlich eine Chance gegen Spotify und Apple Music?

Musikhören war vermutlich noch nie so leicht wie heute: Nachdem man sein Smartphone mit den Kopfhörern oder einem Lautsprecher verbunden hat, kann man einfach über die Streaming-App seine Lieblingssongs abspielen.

Trotzdem entscheidet sich der eine oder andere Musikfan noch immer bewusst für den Kauf einer Vinyl-Schallplatte oder einer CD. Das zeigen auch aktuelle Zahlen des Global Music Report.

Demnach machte die globale Musikindustrie im vergangenen Jahr mit physischen Tonträgern einen Umsatz von 4,8 Milliarden US-Dollar. Damit verzeichnen Vinyl-Schallplatte und CD nach drei Jahren Wachstum erstmals wieder einen leichten Rückgang. Ganz anders sieht es bei Musikstreaming-Plattformen wie Spotify oder Apple Music aus.

Sehen Sie in der Statista-Grafik den weltweiten Umsatz der Musikindustrie im Jahr 2024:

Mit einem Wert von 20,4 Milliarden US-Dollar machte das Musikstreaming knapp 70 Prozent des globalen Umsatzes im vergangenen Jahr aus. Laut Global Music Report nutzten dabei 752 Millionen Menschen ein kostenpflichtiges Abo bei einem Musikstreaming-Anbieter.

Insgesamt verzeichnet die weltweite Musikindustrie bei den Umsätzen für das Jahr 2024 einen neuen Rekordwert von rund 29,6 Milliarden US-Dollar. Damit klettert die Branche weiter aus ihrer jahrzehntenlangen Krise. Denn nach dem goldenen Zeitalter von Schallplatte und CD bedeutete das Aufkommen von MP3 und der illegale Musikdownload im Internet Anfang der 2000er Jahre massive Verluste für die Industrie.

So ging zwischen 2001 und 2010 der Verkauf physischer Tonträger um mehr als 60 Prozent zurück, wodurch Einnahmen in Höhe von 13 Milliarden US-Dollar fehlten. Zwar stiegen die digitalen Musikverkäufe zeitgleich von null auf vier Milliarden US-Dollar. Das reichte jedoch nicht, um den Rückgang der CD-Verkäufe auszugleichen.

Ähnliche Artikel