Nach Schockanruf  Falsche Polizisten in Rhauderfehn verhaftet

| 10.06.2025 15:41 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die beiden mutmaßlichen Täter wurden in Rhauderfehn festgenommen. Symbolfoto: Bundespolizei/Archiv
Die beiden mutmaßlichen Täter wurden in Rhauderfehn festgenommen. Symbolfoto: Bundespolizei/Archiv
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In Rhauderfehn haben Betrüger am 4. Juni eine 89-Jährige um 39.000 Euro gebracht. Zwei Verdächtige wurden nach einer Fahndung festgenommen.

Rhauderfehn - Die Polizei hat in Rhauderfehn zwei Personen festgenommen, die im Verdacht stehen, als falsche Polizeibeamte Menschen um ihr Geld betrogen zu haben. Wie die Staatsanwaltschaft Osnabrück und die Polizeiinspektion Leer/Emden gemeinsam mitteilen, kam es am vergangenen Mittwoch, 4. Juni 2025, gegen 12.10 Uhr zu einem Schockanruf bei einer 89-Jährigen aus Rhauderfehn. Ein männlicher Anrufer gab sich glaubhaft als Polizeibeamter aus und behauptete, dass der Sohn der Geschädigten einen Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem eine junge Frau verstorben sei. Er sei einem Haftrichter vorgeführt worden.

Anschließend wechselten sich ein vermeintlicher Staatsanwalt und ein vermeintlicher Haftrichter am Telefon ab. Sie brachten die 89-Jährige dazu, insgesamt 39.000 Euro Bargeld an ihrer Haustür an eine Frau auszuhändigen. Nach der Übergabe sollte ein zweites Mal Geld abgeholt werden.

Zeuge merkte sich das Kennzeichen

Diesmal war jedoch ein Angehöriger vor Ort, der den Betrug bemerkte und die Polizei informierte. Bei der zweiten geplanten Übergabe konnte die Abholerin mit einem Auto flüchten. „Ein aufmerksamer Zeuge beobachtete die Situation und konnte das Kennzeichen des flüchtigen Fahrzeuges ablesen“, heißt es in der Mitteilung.

Das Fahrzeug konnte nach einer Fahndung gefunden werden. Die Insassen, eine 20-jährige Frau und 57-jähriger Mann, wurden festgenommen. Außerdem wurde die mutmaßliche Tatbeute im Fahrzeug aufgefunden. Bei beiden Tätern wurde ein Untersuchungshaftbefehl beantragt. Die Ermittlungen dauern an.

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